Die Karriere der Omega-3-Fettsäuren
Aus der Forschungsgeschichte der Omega-3-FS lässt sich ablesen, wie unser Wissen sich immer weiterentwickelt. Einen ersten Anstoß zur Fettsäure-Forschung gaben in den 1970er-Jahren Beobachtungen an grönländischen Inuit. In den folgenden Jahrzehnten untersuchten Forschende Fisch und Fischöl zunehmend systematisch: zunächst mit Blick auf Blutfette und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, später auch auf Entzündungsprozesse, Gehirn, Augen und weitere physiologische Funktionen (siehe Infografik).
Omega 9 und 11: die nächsten Kandidaten?
Kürzlich gerieten zwei weitere Fettsäuren in den Fokus der Forschenden: Gondosäure, eine langkettige, einfach ungesättigte Omega-9-Fettsäure, und Cetoleinsäure, eine Omega-11-Fettsäure. Sie kommen unter anderem in fettreichen Fischen aus kälteren Meeresregionen vor.
Nach Hinweisen aus Tierversuchen zeigen erste Studien an Menschen, dass etwa Cetoleinsäure positiven Einfluss auf den Fettstoffwechsel nimmt. Viele Menschen in Deutschland nehmen dauerhaft Medikamente, um ihre Blutfettwerte zu kontrollieren. Sollte die Ernährung hier eine Stellschraube für positive Impulse bieten, wäre das für die Herz-Kreislaufgesundheit sehr vieler Menschen ein großer Gewinn.
Kurze Auffrischung:
Was sind nochmal Omegas und welche werden gebraucht?
Ob eine Fettsäure als Omega 3, 6, 9 oder 11 bezeichnet wird, hängt davon ab, an welcher Stelle ihrer Kohlenstoffkette die erste Doppelbindung sitzt. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigt. Zu ihnen gehören die essenziellen Fettsäuren Alpha-Linolensäure (Omega 3) und Linolsäure (Omega 6), die der Körper nicht selbst herstellen kann.
Aus Alpha-Linolensäure kann der Körper in begrenztem Umfang längerkettige Omega-3-Fettsäuren bilden. Die wichtigsten sind EPA, Eicosapentaensäure, und DHA, Docosahexaensäure. Besonders gute direkte Quellen sind fettreiche Seefische wie Hering, Makrele und Sardine sowie entsprechende Fischöle; DHA und EPA können außerdem aus Mikroalgen gewonnen werden. Pflanzliche Lebensmittel wie Lein-, Raps- oder Walnussöl liefern dagegen vor allem Alpha-Linolensäure.
EPA und DHA werden in Zellmembranen eingebaut und beeinflussen deren Eigenschaften sowie zahlreiche Signalwege. Außerdem dienen sie als Ausgangsstoffe für biologisch aktive Botenstoffe. Einige dieser Verbindungen sind an der Regulation und Beendigung von Entzündungsreaktionen beteiligt. DHA findet sich in besonders hoher Konzentration im Gehirn und in der Netzhaut. Für EPA und DHA ist zudem wissenschaftlich anerkannt, dass sie bei einer täglichen Aufnahme von zusammen 250 Milligramm zu einer normalen Herzfunktion beitragen.
Fettsäuren als System betrachten
Die neuen Ergebnisse liefern auch neue Ideen für den Einsatz von Fischöl. Wenn das Zusammenspiel seiner verschiedenen Bestandteile nachweislich Einfluss auf den Fettstoffwechsel nimmt, wäre ein komplexerer, orthomolekularer Ansatz sinnvoll. Das ist die Idee hinter Orthomol Omega Lipid, das neben DHA und EPA auch Gondo- und Cetoleinsäure enthält. „Wir denken mit diesem Produkt die Fettsäuren mehr als System denn als Einzelstoff“, erklärt Apotheker Alexander Davids aus der Medizin bei Orthomol. Der innovative Ansatz wird weitere Forschungen brauchen. Die europäischen Behörden haben noch keine Gesundheitsaussagen für die beiden neuen Fettsäuren geprüft und zugelassen. Orthomol Omega Lipid bietet all jenen ein sicheres, qualitativ exzellentes Produkt, die auf Innovationen nicht warten wollen, bis alle Fragen beantwortet sind. Es lässt sich mit allen Orthomol-Produkten außer Orthomol Natal kombinieren.