Schmerzmittel sind Dein ständiger Begleiter, wenn die Monatsblutung sich ankündigt? Starke Unterleib- bis Rückenschmerzen während der Periode müssen nicht ertragen werden und können oftmals eine andere medizinische Ursache haben: Endometriose. Was bei Endo-Schmerzen helfen kann, erfährst Du hier.
Was ist Endometriose?
Bei der chronischen Erkrankung wächst gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter, zum Beispiel im Bauch- oder Beckenraum, an den Eierstöcken, am Darm oder Bauchfell. Die Wucherungen, sogenannte Endometrioseherde, sind zwar gutartig, können aber starke Unterleibsschmerzen, Entzündungen, Zysten und Verwachsungen auslösen. Auch Schmerzen im Rücken, in den Beinen, beim Toilettengang oder Sex können vorkommen.
Kann ich schwanger werden trotz Endometriose?
Ja, Endometriose-Patientinnen können grundsätzlich schwanger werden. Die Fruchtbarkeit ist zwar verringert, aber das Eintreten einer Schwangerschaft auf natürlichem Weg ist nicht ausgeschlossen. Die Größe der Wucherungen sagt übrigens nicht zwangsläufig etwas über die Fruchtbarkeit aus.
Was kann ich bei typischen Endometriose-Schmerzen tun?
Es gibt zwei Behandlungsmöglichkeiten: die medikamentöse und die operative Therapie in Form einer Bauchspiegelung, bei der der Grad der Erkrankung bestimmt wird und Endometrioseherde entfernt werden können. Welche für Dich die passende Behandlung ist, besprichst Du mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt.
Was Dir zusätzlich helfen kann
- Finde deine Ruhe-Inseln
Versuche es mit Meditationstechniken, progressiver Muskelentspannung oder Atemübungen, die dabei helfen können, Stress abzubauen und damit Schmerzen zu lindern. Denn Stress kann Endometriose-Schmerzen verstärken. - Wärme, die wohl tut
Lass Dir ein Bad ein: Denn Wärme entspannt die Muskulatur, was Krämpfe und Schmerzen reduziert. Eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen haben den gleichen Effekt. - Iss, was deinem Körper guttut
Eine entzündungshemmende Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten (beispielsweise Beeren oder Zitrusfrüchte, Brokkoli oder Blumenkohl sowie Blattgemüse) kann helfen, Entzündungen im Körper zu minimieren. Besonders entzündungshemmend sind zudem Omega-3-Fettsäuren (in Fisch oder Chiasamen). Der Verzicht auf Zucker und verarbeitete Lebensmittel kann außerdem dafür sorgen, dass sich Entzündungen reduzie-ren. - Achtsame Bewegung
Eine Runde spazieren oder etwas Yoga ist auch trotz Schmerzen möglich und kann sie zudem lindern, da Bewegung die Durchblutung fördert. - Beobachte Dich selbst
Ein Protokoll über Deine Beschwerden kann helfen, Zusammenhänge zwischen Schmerzen und anderen Faktoren wie Ernährung oder Stress zu erkennen, die Du dann gezielt ändern kannst.