Pickel, Mitesser und vergrößerte Poren können uns beim Blick in den Spiegel manchmal ganz schön die Laune verderben. Gerade in der Pubertät machen sich die unliebsamen Hautunreinheiten bemerkbar. Doch auch Erwachsene leider immer häufiger an sogenannter „Spät-Akne“. Die Ursachen für unreine Haut scheinen vielfältig. Manche können wir aber zum Glück positiv beeinflussen. Hier verraten wir Dir, welche Faktoren Pickel begünstigen und wie Du unreiner Haut mithilfe von Hausmitteln und einer gesunden und ausgewogenen Ernährung entgegenwirken kannst.
Unreine Haut – was bedeutet das?
Unreine Haut lässt sich häufig an einem leicht fettig wirkenden Schein, Pickeln und Mitessern (med. Komedonen) erkennen. Letztere entstehen dann, wenn die Talgdrüsen der Haut übermäßig viel Talg produzieren und durch abgestorbene Hautzellen verstopfen.
In der Dermatologie unterscheidet man zwischen sogenannten „geschlossenen“, weißen Mitessern (Whitehead) und „offenen“, schwarzen Mitessern (Blackhead). Schwarze Mitesser sind als Hautunebenheiten sichtbar, da die großen Poren geöffnet sind und überschüssiger Talg hervortreten kann. Die Schwarzfärbung ergibt sich schließlich aus der Reaktion des im Talg enthaltenden Hautfarbstoffs Melanin mit der Luft.
Mitesser werden zwar oft als störend angesehen, sind aber eigentlich harmlos. Sie treten vor allem da auf, wo viele Talgdrüsen angesiedelt sind, also im Gesicht (insbesondere in der T-Zone, d.h. auf Nase, Stirn und Kinn), aber auch an Dekolleté, Schultern oder Rücken.
Sammelt sich mit der Zeit immer mehr Talg in den Mitessern an, können sich diese entzünden und ungeliebte Pickel entstehen. Verschwinden die Pickel nicht nach kurzer Zeit wieder, sondern halten sich hartnäckig über einen längeren Zeitraum, spricht man von sogenannter Akne.
Rund 80 Prozent der Jugendlichen sind von gewöhnlicher Akne (med. Acne vulgaris) betroffen. 15 bis 30 Prozent der Betroffenen haben sogar eine mittelschwere bis schwere Form der Hauterkrankung, die Narben zurücklassen und das Selbstbewusstsein erheblich beeinträchtigen kann. Glücklicherweise lassen die Beschwerden meist mit Anfang 20 wieder nach. Bei 10-40 Prozent bleibt die Akne allerdings über das 25. Lebensjahr hinaus bestehen oder beginnt sogar erst dann. Vor allem Frauen zwischen 25 und 45 Jahren sind von der sogenannten Spätakne (med. Acne tarda) betroffen.
Unreine Haut – welche Ursachen gibt es?
Eines ist klar: Unreine Haut ist kein Zeichen mangelnder Hygiene. Vielmehr entstehen Pickel und Mitesser dann, wenn die Balance deiner Haut aus dem Gleichgewicht gerät. Mögliche Ursachen dafür gibt es viele. Neben einer genetischen Veranlagung, bestimmten Medikamenten (z. B. Anti-Baby-Pille, Antibiotika) und Umwelteinflüssen gehören folgende Faktoren zu den häufigsten Ursachen von unreiner Haut und Pickeln:
Hormonelle Veränderungen
Talgdrüsen reagieren sensibel auf Hormonveränderungen. Daher treten Mitesser und Pickel vor allem in der Pubertät auf. Der Anstieg männlicher Hormone wie Testosteron ist dafür verantwortlich (auch bei Mädchen), dass mehr Talg produziert wird und sich der Follikelkanal, aus dem der Talg eigentlich abfließen soll, verstärkt verhornt. Keime wie das Akne Bakterium Propionibacterium acnes fühlen sie in einer talgreichen Umgebung wohl und breiten sich aus. In der Folge reagiert das Immunsystem mit Entzündungsreaktionen, die zur Entstehung von Pusteln (eitrige Bläschen) und Papeln (halbkugelige, tastbare Knötchen) führen.
Neben der Pubertät geht auch die zweite Zyklushälfte bei manchen Frauen mit Hautunreinheiten einher, weil dann die Testosteronproduktion im weiblichen Körper zunimmt. Zudem kann das polyzystische Ovarsyndrom (PCOS) Akne auslösen oder verschlimmern.
Ungesunde Ernährung & Rauchen
Ob bestimmte Lebensmittel Akne auslösen, ist zwar noch nicht abschließend geklärt, die sogenannte westliche Ernährungsweise scheint aber bestehende Hautprobleme verschlimmern zu können. Akne-fördernde Effekte werden auch für Alkohol und Zigarettenrauch diskutiert.
Ungeeignete Pflegeprodukte
Aggressive Pflegeprodukte können die Hautbarriere empfindlich stören und Entzündungen fördern. Daneben bereiten Fette und Öle in der Hautpflege bei Unreinheiten häufig Probleme. Zu den sogenannten komedogenen (porenverstopfenden) Substanzen gehören z. B. Mineralöle wie Silikone, Vaseline oder Paraffin sowie das tierische Fett Lanolin und die pflanzlichen Fette Palmöl, Kokosöl, Kakaobutter, Erdnussöl, Maiskeimöl oder Olivenöl.
Was hilft gegen unreine Haut – die 5 wichtigsten Tipps
Zur Reduktion von Hautunreinheiten kursieren im Internet zahlreiche Tipps und Tricks. Wir haben uns einige angeschaut und die besten Tipps herausgesucht:
Bitte nicht anfassen
Vermeide es, Dir mit den Händen ins Gesicht zu fassen. Denn mit jeder Berührung gelangen auch Schmutzpartikel und Bakterien auf die sensible Haut und können neue Unreinheiten hervorrufen. Auch bei bereits vorhandenen Pickeln und Mitessern gilt: bitte nicht selbst ausdrücken! Wer versucht, durch Quetschen Hautunreinheiten schneller loszuwerden, erreicht meist nur das Gegenteil. Die entzündete Stelle wird verletzt oder verschmutzt, so dass schlechte Haut sich verschlimmert.
Extra Tipp: Reinige das Smartphone regelmäßig, denn auch hier können sich Bakterien tummeln, die dann beim Telefonieren im Gesicht landen können.
Ernähre Dich hautgesund
Eine gesunde Ernährung pflegt die zu Pickeln neigende Haut von innen und versorgt sie mit Vitaminen, Mineralstoffen und gesunden Fetten, die zum Erhalt der Hautbarriere und zur Regulation der Talgproduktion wichtig sind. Antioxidantien wie Vitamin C, Zink und sekundäre Pflanzenstoffe sowie Omega-3-Fettsäuren haben zudem entzündungshemmende Eigenschaften.
Weniger ist mehr
Verzichte bei Hautunreinheiten auf Reinigungs- und Pflegeprodukte, die Parfüm und andere Zusatzstoffe enthalten. Sie können gestresste Haut unnötig reizen. Eine pH-hautneutrale Reinigung und leichte Feuchtigkeitscremes auf Öl-in Wasser-Basis bilden hingegen eine gute Grundlage für die Pflege unreiner, öliger Haut.
Schütze Deine Haut
Akne-Haut ist besonders sensibel. Daher ist es wichtig, sie vor Umwelteinflüssen wie UV-Strahlung zu schützen. Achte auch bei der Auswahl des Sonnenschutzes darauf, dass dieser keine komedogenen Substanzen enthält.
Stress less & move
Stress und Schlafmangel wirken sich negativ auf unser Hautbild und das Immunsystem aus. Wer sich regelmäßig Auszeiten gönnt und mit einer positiven Grundeinstellung durchs Leben geht, kann daher auch die Balance der Haut unterstützen. Ein Spaziergang in der Sonne beispielsweise tut der Seele gut und kurbelt gleichzeitig die Vitamin D-Produktion in der Haut an. Letzteres ist insofern gut, als Akne Betroffene häufig nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt sind.
Unreine Haut reinigen und pflegen
Auch wenn es verlockend sein mag, bei dem öligen Glanz unreiner Haut auf alkoholhaltige Reinigungsmittel zurückzugreifen, ist hier lieber Vorsicht geboten. Denn eine aggressive Reinigung trocknet die Haut aus und kann eher zu einer Verstopfung der Poren beitragen, anstatt sie zu klären. Seifenfreie Mittel mit einem pH-Wert um die 5,5 sind bei Hautunreinheiten daher besser geeignet. Ähnliches gilt für anti-bakterielle Reinigungslotionen, die speziell für Pickel-Haut angeboten werden. Sie können eine leichte Akne verbessern, führen allerdings bei besonders empfindlicher Haut häufig auch zu Hautirritationen.
Um Hautunreinheiten in den Griff zu bekommen, werden oftmals auch Peelings mit Salicylsäure oder Fruchtsäuren (z. B. mit alpha-Hydroxysäuren) empfohlen. Durch den Peeling-Effekt werden abgestorbene Hautzellen der obersten Hautschicht entfernt und verstopfte Poren geöffnet. Je nach Schweregrad der Akne ist es sinnvoll, diese Art der Reinigung genau auf den Hautzustand abzustimmen und von erfahrenen Kosmetikfachkräften oder Hautärzt:innen durchführen zu lassen. Nach der Behandlung ist die Haut nämlich besonders empfindlich und neigt zu Rötungen oder einem schmerzhaften Brennen. Wer Fruchtsäurepeelings zu Hause ausprobieren möchte, sollte ein möglichst reizarmes Produkt ohne Duftstoffe, Alkohol oder ätherische Öle verwenden.
Nach einer gründlichen Reinigung braucht die Haut eine leichte Pflege. Öl-in-Wasser-Emulsionen oder Hydrogele spenden fettiger Haut Feuchtigkeit, ohne die Poren zu verstopfen. Auf fetthaltige Cremes solltest Du bei Unreinheiten hingehen verzichten. Der Hinweis „nicht-komedogen“ hilft Dir bei der Auswahl der richtigen Pflegeroutine. In der Apotheke sind zudem rezeptfreie Anti-Pickel-Produkte erhältlich, die speziell auf die Bedürfnisse unreiner Haut abgestimmt sind.
Wechsele regelmäßig die Tücher, die Du zur Reinigung verwendest und benutze zum Abtrocknen für Hände und Gesicht verschiedene Handtücher. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass Keime und Schmutz der Hände ins Gesicht gelangen. Rubbele die Haut zudem am besten nicht trocken, sondern tupfe sie sanft ab.
Unreine Haut – die richtige Ernährung
Neben der äußerlichen Gesichtspflege haben wir über die Ernährung auch die Möglichkeit, unreine Haut von innen zu „bekämpfen“. Zwar ist die Datenlage derzeit noch nicht ausreichend, um eine spezielle Ernährungsform gegen Hautunreinheiten zu empfehlen, es gibt aber spannende Hinweise darauf, dass manche Lebensmittel die Entstehung oder den Verlauf von Akne beeinflussen können - sowohl im positiven als auch im negativen Sinne.
Gut dokumentiert ist zum Beispiel, dass eine ungesunde, westliche Ernährung mit einem hohen Anteil an zuckerreichen Lebensmitteln Hautunreinheiten und Akne begünstigen kann. Leicht verfügbarer Zucker wie er u. a. in Weißbrot, Softdrinks oder Süßigkeiten vorkommt, lässt den Blutzuckerspiegel stark und schnell ansteigen und bringt unseren Körper dazu, viel Insulin auszuschütten, um den Blutzucker wieder zu senken. Da Insulin aber auch die Talgproduktion fördert, kann ein ständig erhöhter Insulinspiegel die Entstehung oder Verschlechterung der Akne begünstigen. Gleichzeitig gelten Zucker- und Weißmehlprodukte als entzündungsfördernd und wirken sich somit gleich mehrfach ungünstig auf das Hautbild aus. Umgekehrt lässt sich in vielen Fällen durch eine zuckerreduzierte Ernährung, genauer gesagt durch eine Minderung der glykämischen Last, eine Besserung von Hautunreinheiten erreichen.
Neben zuckerreichen Lebensmitteln stehen aber auch Kuhmilchprodukte im Verdacht, das Akne-Risiko zu erhöhen oder bestehende Unreinheiten zu verschlimmern. Expert:innen vermuten, dass bestimmte Eiweißbestandteile der Milch die Talgproduktion ebenfalls verstärken können. Insbesondere Molkeproteine stehen hier im Fokus der Diskussion.
Entzündungsfördernde Inhaltsstoffe wie die Fettsäure Arachidonsäure sind zudem in Fleisch enthalten. Wer seiner Haut etwas Gutes tun möchte, sollte daher den Verzehr von Fleisch und Wurstwaren reduzieren. Fettreiche Fische wie Lachs, Makrele und Hering hingegen liefern reichlich anti-entzündliche Omega-3-Fettsäuren, über die sich nicht nur unsere Haut, sondern der gesamte Körper freut. Omega-3-Fettsäuren sind auch in pflanzlichen Lebensmitteln wie Walnüssen, Hanfsamen oder Leinsamen sowie daraus hergestellten Ölen zu finden.
Einen wichtigen Bestandteil einer anti-entzündlichen Ernährung bilden zudem Gemüse und Obst. Sie enthalten neben reichlich hautfreundlichen Mikronährstoffe (z. B. Selen, Zink, oder Vitamin C), nämlich einen hohen Anteil sekundärer Pflanzenstoffe, denen entzündungshemmende Eigenschaften zugesprochen werden.
Pflanzliche Lebensmittel sind auch insofern von besonderer Bedeutung, als dass sie wertvolle Ballaststoffe liefern, welche die Darmgesundheit unterstützen. Forschungsarbeiten der letzten Jahre weisen z. B. darauf hin, dass ein ausgeglichenes Darmmikrobiom gesunde Haut fördern kann.
Unreine Haut – beliebte Hausmittel
Wer Pickel hat, möchte sie möglichst schnell wieder loswerden. Daher erfreuen sich auch natürliche Hausmittel als SOS-Maßnahme großer Beliebtheit. Zwar gibt es in der Regel keine hinreichenden wissenschaftlichen Belege für deren Wirksamkeit, positive Erfahrungswerte machen Omas Hausmittel und Hautpflege-Tipps aber durchaus zu interessanten Alternativen.
Teebaumöl
Teebaumöl wird aufgrund seiner desinfizierenden und entzündungslindernden Eigenschaften als beliebtes Hausmittel bei Pickeln und Hautunreinheiten geschätzt. Da die enthaltenen ätherischen Öle empfindliche Haut aber auch reizen können, sollte Teebaumöl vor der Behandlung mit etwas kaltem Wasser verdünnt und anschließend sanft auf die betroffene Stelle aufgetupft werden. Direkt vor dem Schlafengehen eingesetzt, kann es über Nacht seine Wirkung entfalten.
Heilerde-Maske
Dieses beliebte Hausmittel gegen fettige oder unreine Haut wird meist als Maske aufgetragen, so dass die beruhigenden Mineralien gut in die Haut eindringen können. Zur Herstellung einer Anti-Pickel-Maske werden einfach zwei Esslöffel feiner Heilerde mit etwas lauwarmen Wasser verrührt und anschließend auf die Haut aufgetragen. Sobald die Maske eingetrocknet ist, lässt sie sich ganz einfach mit Wasser abwaschen.
Zinksalbe
Zinksalbe kennen viele wahrscheinlich als schnelle Hilfe gegen kleine Schrammen. Die wundheilungsfördernden Eigenschaften von Zink können wir uns aber auch bei Pickeln zunutze machen. Das heißt aber nicht, dass die Salbe auf das ganze Gesicht verteilt werden sollte. Lediglich die betroffenen Stellen werden gecremt.
Apfelessig
Zur Behandlung unreiner Haut setzen manche auch auf ein Gesichtswasser auf Apfelessig-Basis. Neben einer desinfizierenden Wirkung wird Apfelessig nämlich eine Reduktion der Talgproduktion nachgesagt. Zur Herstellung des natürlichen Elixiers wird 1 TL Apfelessig mit 1 Tasse Wasser vermischt und anschließend Gesicht, Dekolletee und Hals mithilfe eines Wattepads gereinigt.
Grüner Tee
Grüner Tee enthält entzündungshemmende Gerbstoffe und Antioxidantien, die Hautirritationen und Unreinheiten lindern sollen. Damit möglichst viele dieser Stoffe in das Teewasser übergehen, sollte der aufgebrühte Tee lange ziehen gelassen und dann immer wieder auf die Pickel aufgetupft werden.
Kamillen-Dampfbad
Die entzündungshemmende Kamille wird volkstümlich gerne bei Hauterkrankungen eingesetzt. Als Dampfbad angewendet, kann das beliebte Hausmittel zudem die Poren öffnen und so das Abfließen überschüssigen Talgs erleichtern.
Honig
Genau wie Kamille genießt auch Honig (v. a. Manuka-Honig) den Ruf eines anti-septischen und heilenden Hausmittels. Gezielt auf Pickel getupft oder dünn als Maske aufgetragen scheint Honig außerdem Hautunreinheiten reduzieren zu können. Nach einer fünfminütigen Einwirkzeit kann der Honig dann mit lauwarmem Wasser wieder abgewaschen werden.
Aloe Vera
Wer zu unreiner Haut neigt, für den ist Aloe-Vera-Gel ein absoluter Beauty-Tipp. Das Gel der Aloe Vera Pflanze entfaltet beim Auftragen auf die Haut nämlich nicht nur einen erfrischenden Effekt, sondern zeigt auch hautberuhigende Eigenschaften, die bei Pickeln und Rötungen guttun. Aloe-Vera-Gel lässt sich zu Hause selbst herstellen oder ist als Produkt in Apotheken und Drogerien erhältlich. Übrigens: auch trockene Haut und normale Haut profitieren von der pflegenden, feuchtigkeitsspendenden Wirkung der Aloe Vera.
Häufig wird Zahnpasta als Wunderwaffe gegen Pickel angepriesen. Da diese häufig Inhaltsstoffe wie Menthol und Fluorid enthalten, kann sie sensible, unreine Haut aber eher reizen als beruhigen. Zudem verschließt sie die Poren, so dass neue Entzündungen möglich sind. Zahnpasta gehört daher auf die Zähne und nicht ins Gesicht.
Unreine Haut – Make-up Tipps
Entgegen vieler Vorurteile ist Schminken auch bei unreiner Haut kein Problem. Allerdings ist es wichtig darauf zu achten, ein Make-up zu verwenden, das zum Hautbild passt. Es sollte, genau wie die Pflegeroutine, vor allem nicht-komedogen und ölfrei sein, um die Poren nicht zu verstopfen.
Als Grundlage des Make-ups empfehlen Kosmetiker:innen bei schlechter Haut meist einen Primer, der die Haut glättet und pflegt. Ein Concealer mit Grünpigmenten eignet sich besonders gut zum Abdecken von Rötungen und Pickeln, während Korallepigmente bräunliche Hautunebenheiten und Flecken kaschiert.
Sind Pickel und Hautrötungen punktuell abgedeckt, kann die Haut mit einer Foundation flächig grundiert werden. Durch ein Auftragen mit kreisenden Bewegungen verbindet sich die Foundation farblich besonders gut mit dem Concealer. Wer mag kann anschließend zur Mattierung des öligen Glanzes noch ein Puder verwenden. Achte aber darauf, dass Du nicht zu viel aufträgst, denn sonst werden Hautunreinheiten eher betont als überdeckt.
Achte darauf, dass Du Deine Hände vor dem Auftragen des Make-ups gründlich reinigst, um keine Bakterien oder Schmutzpartikel auf der Haut zu verteilen. Auch Make-up-Pinsel und Schwämme sollten regelmäßig gesäubert und ausgetauscht werden, um Entzündungen vorzubeugen. Und abends gilt: das Make-up immer gut entfernen und anschließend sanft pflegen.
Unreine Haut in der Schwangerschaft
Strahlende, schöne Haut in der Schwangerschaft – daran können sich leider nicht alle schwangeren Frauen erfreuen. Im Gegenteil. Manche reagieren infolge der hormonellen Umstellungen besonders sensibel auf Testosteron, das die Talgproduktion ankurbelt. Pickel und Mitesser lassen dann nicht lange auf sich warten.
Die sogenannte Schwangerschaftsakne ist zwar harmlos, kann aber sehr unangenehm und sogar schmerzhaft sein. Mit einer passenden Gesichtspflege und einer gesunden Lebensweise lassen sich die Symptome glücklicherweise häufig bessern. Verschlimmert sich die Akne, ist die Rücksprache mit dem Arzt bzw. der Ärztin wichtig, um eine passende Behandlung abzustimmen. Auch bei der Auswahl der richtigen Hautpflege ist eine Beratung unbedingt sinnvoll, denn bei verschiedenen Akne-Wirkstoffen wie z. B. Tretinoin, Adapalen oder Isoretinoin sind Schäden für das ungeborene Baby nicht auszuschließen.