Laut der Studie starben zwischen 1990 und 2019 in der WHO-Region Europa jährlich etwa 1,55 Millionen Menschen aufgrund ernährungsbedingter kardiovaskulärer Ereignisse. Das sind über 36 % aller Herz-Kreislauf-Todesfälle in der Region! In Deutschland verloren 113.000 Menschen auf diese Weise ihr Leben, damit sind wir trauriger Spitzenreiter unter den westeuropäischen Ländern.
Die Studie benennt die risikoreichsten Ernährungsgewohnheiten:
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Geringer Verzehr von Vollkornprodukten (<153 g/Tag): Mit über 325.000 Todesfällen ist vollkornarme Ernährung der größte Risikofaktor.
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Zu wenig Hülsenfrüchte: Etwa 234.000 Todesfälle ergeben sich rechnerisch aus einem unzureichenden Konsum von Hülsenfrüchten.
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Hohe Salzzufuhr: Ein übermäßiger Salzkonsum führte zu etwa 193.000 Todesfällen. Vor allem in osteuropäischen Ländern sind die Zahlen alarmierend hoch.
Eine ausgewogene Ernährung senkt messbar das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Aus der Studie ergeben sich einfache Empfehlungen für eine herzgesunde Ernährung:
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Bevorzuge Vollkornprodukte – auch bei fertigen Produkten wie Nudeln und Backwaren. Wer selbst kocht, kann auch in Keksen und Pizzateig und unabhängig von der Getreideart mehr Vollkorn unterbringen: Es gibt auch Weizenvollkornmehl.
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Hülsenfrüchte können sehr vielseitig eingesetzt werden und Deine Proteinbilanz ganz ohne tierische Produkte verbessern: Linsenbolognese oder Burger-Pattys aus Kidneybohnen ersetzen Fleisch, Kichererbsen und Edamame sind ein gesundes Topping für Salate, Suppen oder Bowls. Klassiker wie Erbsensuppe oder Minestrone (mit weißen Bohnen) verdienen ein Comeback!
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Salz steckt vor allem in Fertigprodukten, auch Backwaren wie Brot und Brötchen. Beim Kochen und Backen hast Du die Salzmenge selbst in der Hand. Snacks wie Nüsse oder Cracker lieber ungesalzen, z.B. mit Kräutern oder Sesam, auswählen.
Auf Platz 3 und 4 der risikobehafteten Ernährungsfaktoren landen übrigens eine Ernährung mit einem höheren Anteil an rotem Fleisch (also Fleisch mit Ausnahme von Geflügel und Fisch) und eine niedrige Aufnahme von Nüssen und Samen. Einen kleineren Einfluss hatte der regelmäßige Genuss gesüßter Getränke und ein niedriger Gemüseverzehr. Transfette landeten im mittleren Einflussbereich. Zur Erinnerung: Hier wurde nur der Einfluss auf das Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben untersucht – manch ungesunde Ernährungsgewohnheit wirkt sich vielleicht eher auf die Entstehung anderer chronischer Erkrankungen aus.
Die gute Nachricht der Studie lautet: Mit der Ernährung haben wir eine effiziente Stellschraube in der Hand, um unser Herz-Kreislaufsystem vor Risiken zu schützen. In unserer Rezeptdatenbank findest Du beispielsweise viele tolle Rezepte mit Vollkorn und Hülsenfrüchten!