Gemüse
Hier erfährst Du alles über die gängigsten und beliebtesten Gemüsesorten.
Blatt- und Stängelgemüse
Zum Blatt- und Stängelgemüse zählen alle Gemüsearten, deren essbarer Pflanzenteil entweder Blatt oder Stängel ist. Gelegentlich wird diese Gemüsegattung auch als Blattstielgemüse bezeichnet. Hier stellen wir Dir bekannte Vertreter dieser Art von Gemüse detailliert vor. Zum Blattgemüse gehören z. B. alle Formen von Salaten wie Kopfsalate, Bindesalate sowie Schnitt- und Pflücksalate. Wir erklären Dir, wieso manche Salatsorten wie Chicorée oder Rucola bitter schmecken und warum ihre Bitterstoffe so gesund sind. Bei Stängelgemüse denkst Du vielleicht direkt an Spargel oder Rhabarber, deren fleischig verdickte Blattstiele in ihrer Form einem typischen Stängel gleichen. Doch auch Fenchel, Kohlrabi und Pak Choi sind Stängelgemüse. Selbst Bambussprossen werden oftmals dieser Gemüsekategorie zugeordnet. Lerne mit uns die geschmackliche Vielfalt kennen, die Blatt- und Stängelgemüse bietet.
Blütengemüse
Als Blütengemüse gelten alle Gemüsearten, von denen die Blüten, Blütenstände oder Knospen verzehrt werden. Dabei werden die Blüten oft im noch geschlossenen Zustand geerntet und verarbeitet. Es geht also weniger um essbare Blüten von Garten- und Wildblumen wie Kapuzinerkresse, Stiefmütterchen oder Veilchen. Das wohl wichtigste und gesündeste Blütengemüse sind die leckeren Zuchtformen des Gemüsekohls, deren Blütenstände als Lebensmittel dienen. Dazu gehören z. B. Blumenkohl und Brokkoli. Dieses Gemüse aus der Familie der Kreuzblütengewächse enthält ganz besondere sekundäre Pflanzenstoffe, die u. a. antioxidative Eigenschaften besitzen. Daher wird Kreuzblütler-Gemüse oft auch als Superfood angepriesen. Ein anderes Blütengemüse, das nicht nur kulinarisch beeindruckt, sind Artischocken. Ihre essbaren, knospigen Blütenstände sind reich an verdauungsfördernden Ballaststoffen.
Fruchtgemüse
Fruchtgemüse sind Gemüsepflanzen, deren oberirdisch wachsenden Früchte essbar sind. Eigentlich werden essbare Teile einer Pflanze, die aus bestäubten Blüten entstehen, als Früchte bezeichnet. Botanisch betrachtet handelt es sich also um Obst. Umgangssprachlich und warenkundlich hat es sich jedoch durchgesetzt, dass nur Früchte mit süßlichem Geschmack zum Obst gezählt werden. Es gibt verschiedene Pflanzenfamilien, die Gemüsefrüchte hervorbringen, insb. Nachtschattengewächse und Kürbisgewächse. So ist z. B. die Zucchini eine Kürbisart. Das beliebteste Fruchtgemüse der Deutschen ist die Tomate, die äußerst vielseitig als Lebensmittel verwendet werden kann – wobei auch Kürbisse immer beliebter werden. Eine leckere Kürbissuppe mit Ingwer ist eine wahre Gaumenfreude in der kalten Jahreszeit. Fruchtgemüse wie Paprika schmeckt nicht nur roh sehr gut, sondern eignet sich z. B. auch hervorragend als Grillgemüse. Mit einem außergewöhnlichen Nährwertprofil beeindruckt die Avocado, die im Grunde eine Beere ist.
Hülsenfrüchte
Aus botanischer Sicht sind Hülsenfrüchte die Streufrüchte der Hülsenfrüchtler, auch Leguminosen genannt. In der Küche werden darunter allerdings die Pflanzensamen verstanden, die in den Hülsen heranreifen und als Nahrungsmittel dienen. Für eine ausgewogene Ernährung sind Hülsenfrüchte von großer Bedeutung. Sie sind ausgezeichnete Quellen für Proteine und Ballaststoffe. Auch aus kulinarischer Sicht haben sie viel zu bieten. Sie spielen in vielen Länderküchen eine große Rolle und sind eine Hauptzutat zahlreicher vegetarischer und veganer Rezepte. Bekannte Vertreter sind Bohnen, Erbsen und Linsen. In asiatischen Gerichten werden häufig Sojabohnen verwendet. Als pflanzlicher Eiweißlieferant ist aktuell auch die Lupine auf dem Vormarsch. Hier im Lebensmittellexikon verraten wir Dir, welche Hülsenfrüchte besonders gesund sind und wie Du sie am besten zubereitest.
Wurzel- und Knollengemüse
Wurzel- und Knollengemüse steckt voller Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Denn für die Pflanzen haben die zum Verzehr geeigneten Wurzeln und Knollen die Funktion eines Nährstoffspeichers. Die hierzulande mit Abstand bedeutsamste essbare Knolle ist die Kartoffel, die zur Familie der Nachtschattengewächse gehört. Kartoffeln enthalten viel Stärke und sind damit eine wichtige Quelle für Kohlenhydrate. Auch Karotten stehen bei den Deutschen hoch im Kurs. Sie befinden sich auf Platz 2 der beliebtesten Gemüsearten. Wurzelgemüse hat in der saisonalen Küche einen hohen Stellenwert als Herbst- und Wintergemüse. Aus Schwarzwurzeln, Steckrüben und Co. lassen sich z. B. herzhafte Eintöpfe kreieren, die perfekt in die kalte Jahreszeit passen. Als Superfood unter den Wurzeln gilt die Rote Bete. Die rote Rübe weist eine hohe Konzentration an Vitaminen, Mineralien und Antioxidantien auf.
Gemüse von A-Z
Hier im Gemüse-Lexikon kannst Du die bunte Welt des Gemüses erkunden – von A wie Artischocke bis Z wie Zwiebel. In unseren ausführlichen Ratgebern erfährst Du, mit welchen Nährwerten und Inhaltsstoffen Tomaten, Gurken und Co. punkten. Wir erklären Dir, worauf Du bei der Verarbeitung in der Küche achten solltest, und stellen Dir leckere Gemüse-Rezepte vor.
Welche Gemüsesorten gibt es?
Gemüse lässt sich in verschiedene Arten unterteilen: Blatt- und Stängelgemüse, Blütengemüse, Fruchtgemüse, Hülsenfrüchte und Wurzel- und Knollengemüse. Diese Unterscheidung basiert im Wesentlichen auf den jeweils zum Verzehr geeigneten Pflanzenteilen. Im Gegensatz zu Obst stammt Gemüse meist von einjährigen Pflanzen. Eine weitere mögliche Unterteilung richtet sich nach der jeweiligen Erntesaison, z. B. Frühlings- oder Herbstgemüse.
Ist Gemüse gesund?
„Obst und Gemüse – viel und bunt“ – so lautet die aktuelle Empfehlung der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung). Für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung ist Gemüse von großer Bedeutung. Gemüse versorgt den Körper mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Da beim Erhitzen bestimmte Vitamine verloren gehen, ist es von Vorteil, es möglichst roh zu essen bzw. schonend zu garen. Für eine nährstoffreiche Ernähung ist es hilfreich, die Nährwerte von Kohlrabi und Co. zu kennen. Welches Gemüse hat am meisten Vitamin C? Gibt es tatsächlich so etwas wie "Vitamin D-Bomben" unter den Gemüsesorten? Gibt es Gemüse mit Vitamin B12? In welchem Gemüse ist Magnesium? Welches hat viel Eisen? Und wie sieht es mit Vitamin K in Gemüse aus? Wir beantworten es Dir.
Was solltest Du über Gemüse wissen?
Wie viele Kohlenhydrate stecken in welchen Gemüsesorten? Und welche sind besonders proteinreich? Was steht in welchem Monat auf dem Saisonkalender? Welches Gemüse kann man roh essen? Worauf kommt es bei der Lagerung an? Was ist beim Einfrieren zu beachten? Wie werden Kartoffeln, Bohnen, Erbsen, Grünkohl und Co. richtig zubereitet? Welche Kräuter passen dazu? Alles das und viele weitere Fakten, Küchentipps und Erklärungen erfährst Du im Orthomol-Lebensmittellexikon.
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