Ihr pflegt Eure Haare intensiv, doch sie wirken trotzdem stumpf, sind trocken und spröde? Dann kann es sein, dass Ihr noch nicht die Pflegeprodukte verwendet, die Euren Haaren wirklich guttun. Je besser Shampoo, Spülung, Kur und Stylingprodukte auf Euren Haartypen angepasst sind, desto größer ist der Pflegeeffekt. Wir zeigen Euch, wie Ihr mit dem sogenannten FIA-System in nur drei Schritten Euren Haartypen bestimmen könnt. Das Ergebnis hilft Euch besser zu verstehen, welche Pflege Euer Haar benötigt.
Haartyp mit dem FIA-System bestimmen: Das steckt dahinter
Anhand des sogenannten FIA-Systems könnt Ihr Euren Haartypen ganz einfach zu Hause selbst herausfinden. In drei Schritten bestimmt Ihr Eure Haarstruktur, Haardicke und Euer Haarvolumen. Wir zeigen Euch, wie Ihr genau vorgeht.
Wichtige Vorbereitungen für den Haartyp-Test
Bevor Ihr mit der Haaranalyse beginnt, wascht Eure Haare wie gewohnt. Verwendet das gleiche Shampoo und die gleichen Pflegeprodukte wie sonst auch. Danach ist es wichtig, dass Ihr Eure Haare nicht kämmt, sondern nur mit den Fingern oder einem groben Kamm leicht entwirrt. Lasst Eure Haare dann an der Luft trocken und verwendet keine zusätzlichen Pflegeprodukte.
Schritt 1: Definiert Eure Haarstruktur
Die Welligkeit Eurer Haare bestimmt über Eure Haarstruktur. Es gibt vier Oberkategorien mit mehreren Unterkategorien, aus denen Ihr auswählt.
1. Glatte Haare
1a. Absolut glatt
1b. Keine sichtbaren Wellen, aber etwas mehr Volumen
1c. Ein oder zwei deutliche Wellen, etwa im Nacken oder an der Schläfe
2. Wellige Haare
2a. Über das Haar verteilte lockere, gestreckte Wellen
2b. Kürzere, deutliche Wellen, ähnlich wie nach dem Öffnen eines locker geflochtenen Zopfs
2c. Deutliche Wellen mit einzelnen Locken
3. Lockige Haare
3a. Große, spiralförmige Locken
3b. Engere Spirallocken
3c. Enge Korkenzieherlocken
4. Krause Haare
4a. Sehr enge Korkenzieherlocken, die dicht beieinander liegen
4b. Sehr voluminöse Haare, enge, z-förmige Locken (teilweise nicht als solche erkennbar)
4c. Z-förmig gelockte Haare, die ineinander verwoben sind, keine sichtbaren Locken
Schritt 2: Bestimmt Eure Haardicke
Im zweiten Schritt schaut Ihr Euch an, wie dick oder dünn ein einzelnes Haar ist. Zudem fühlt Ihr, ob das Haar eher fein, fest oder drahtig ist.
Tipp: Fällt Euch die Bestimmung der Haardicke schwer, bittet Eure Hairstylistin oder Euren Hairstylisten um Einschätzung.
- Feines Haar (F): Haltet Ihr das Haar gegen das Licht, wirkt es fast durchsichtig. Auf kontrastreichem Untergrund ist es kaum sichtbar. Rollt das Haar zwischen Euren Fingern. Wenn Ihr es kaum fühlt oder es sich wie ein dünner Seidenfaden anfühlt, habt Ihr feines Haar.
- Mitteldickes Haar (M): Wenn Ihr das Haar gegen das Licht haltet, seht Ihr es, genauso wie auf kontrastreichem Untergrund. Zwischen den Fingern fühlt sich mitteldickes Haar wie ein Baumwollfaden an.
- Dickes Haar (C): Es ist sowohl deutlich sichtbar als auch spürbar, wenn Ihr es zwischen den Fingern hin und her rollt. Zudem fühlt es sich ein wenig drahtig an.
Schritt 3: Legt Euer Haarvolumen fest
Fasst Eure Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen – und zwar an der Stelle des Kopfes, an der Ihr so viele Haare wie möglich hineinbekommt. Das kann am Hinterkopf sein, manchmal aber auch mitten auf dem Kopf. Messt jetzt mit einem flexiblen Maßband den Zopfumfang.
Euer Haarvolumen ist…
- … dünn, wenn der Zopfumfang weniger als fünf Zentimeter beträgt. (i)
- … normal, wenn der Zopfumfang zwischen fünf und zehn Zentimetern liegt. (ii)
- … dicht, wenn der Zopfumfang größer als zehn Zentimeter ist. (iii)
Schritt 4: So definiert Ihr den Haartypen
Ihr habt jetzt alle relevanten Informationen für die Bestimmung Eures genauen Haartypens zusammen. Beispiel: Ihr habt über den Kopf verteilt lockere gestreckte Wellen (2a), mitteldickes Haar (M) und Euer Haarvolumen beträgt sechs Zentimeter (ii). Euer Haartyp lautet dann: 2aMii.
Die passenden Pflege- und Stylingprodukte finden
Zwar steht auf den Haarpflege- und Stylingprodukten nicht die genaue Haartyp-Bezeichnung. Doch durch den Test habt Ihr sehr viel über die Beschaffenheit Eurer Haare gelernt. Dadurch fällt es Euch leichter, die Produkte zu finden, die wirklich zu Eurem Haartypen passen. Berücksichtigt bei der Wahl der Pflege- und Stylingprodukte auch den Haarzustand. Ist das Haar sehr trocken, gefärbt, brüchig oder schnell fettig?
Als kleine Hilfestellung könnt Ihr Euch zudem merken: Lockiges Haar benötigt vor allem Feuchtigkeit. Feines Haar ist besonders für Haarbruch anfällig, die Kräftigung der Haare steht im Vordergrund. Und bei fettigen Haaren spielt die Kopfhautpflege eine wichtige Rolle. Ihr könnt Euch anhand des FIA-Wertes auch in einem Fachgeschäft für Haarpflegeprodukte oder bei Eurer Friseurin oder Eurem Friseur zu passenden Pflege- und Stylingprodukten beraten lassen.