Rosmarin: Nährwerte, Kalorien, Inhaltsstoffe, Zubereitung
Rosmarin: „Hättest Du’s gewusst?“
Was ist Rosmarin?
Rosmarin (bot. Rosmarinus officinalis) ist ein beliebtes Gewürzkraut aus der Familie der Lippenblütler. Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammend, verleiht der immergrüne, intensiv duftende Strauch heute auch vielen heimischen Gärten ein mediterranes Flair. Seine schmalen, länglichen Blätter erinnern ein wenig an Tannennadeln, wenngleich sie auch zarter sind als diese und auf der Blattunterseite eine weißliche Behaarung tragen. Während der Blütezeit im Frühling trägt Rosmarin zarte lilafarbene bis blauen Blüten, die für Bienen und andere Insekten eine willkommene Nahrungsquelle sind.
Als Küchengewürz hat Rosmarin eine sehr lange Tradition. Schon die alten Römer und Griechen schätzten sein intensives Aroma. Gleichzeitig nutzen sie Rosmarin als Zierpflanze bei Feierlichkeiten und setzten ihn als Heilpflanze für unterschiedlichste Beschwerden ein. Vor rund 1.300 Jahren gelangte das grüne Sommerkraut schließlich nach Deutschland und wird seitdem auch hier gern zum Würzen von Fisch, Fleisch und Gemüse oder als Naturheilmittel verwendet.
Rosmarin: Kalorien & Nährwerte
Frischer Rosmarin enthält neben aromatischen Ölen und sekundären Pflanzenstoffen auch eine ganze Reihe von Mikronährstoffen, darunter Provitamin A, Calcium, Magnesium und Eisen. Aufgrund der geringen Mengen, die wir zum Würzen einsetzen, können diese allerdings nur einen kleinen Beitrag zur Bedarfsdeckung leisten. So sehen Kalorien und Nährwerte von Rosmarin aus:
Nährwerttabelle Rosmarin: Durchschnittliche Nährwerte pro 100 g
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Energie
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261 kJ (62 kcal)
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Wasser
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85 g
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Eiweiß
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0,81 g
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Fett
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2,51 g
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Kohlenhydrate
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7,66 g
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Ballaststoffe
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2,91 g
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Mineralstoffe
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1,08 g
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Rosmarin: Inhaltsstoffe
Top-Inhaltsstoffe von Rosmarin
Rosmarin enthält ätherisches Öl mit bedeutsamen Substanzen wie Cineol, Limonen und Kampher. Diese haben in Laborstudien u. a. entzündungshemmende, muskelentspannende und schmerzlindernde Eigenschaften gezeigt. In der Alternativmedizin wird Rosmarin daher wohl auch häufig bei Magen-Darm- sowie Muskel- und Gelenkbeschwerden eingesetzt.
Neben ätherischem Öl finden sich in Rosmarin Gerbstoffe wie die charakteristische Rosmarinsäure. Rosmarinsäure werden z. B. nerven- und gefäßschützende Eigenschaften nachgesagt. Gleichzeitig wird sie aufgrund ihrer antimikrobiellen Wirkung gerne zur Haltbarmachung von Lebensmitteln eingesetzt.
Das Triterpenoid Ursolsäure wird als vielversprechender Kandidat zur Prävention chronischer Erkrankungen gehandelt, da es neben anti-oxidativen und anti-entzündlichen Wirkungen verschiedene Stoffwechselprozesse (z. B. den Zuckerstoffwechsel) positiv beeinflussen soll.
Das steckt in 100 g Rosmarin
*Das P/S-Verhältnis beschreibt das Verhältnis von mehrfach ungesättigten zu gesättigten Fettsäuren in der Ernährung (englisch: Polyunsaturated/Saturated). Ein idealer Wert liegt bei 1,0.
Ist Rosmarin gesund?
Wer Rosmarin in der Küche verwendet, wird nicht nur vom einzigartigen Aroma des Gewürzes verzaubert. Denn die in Rosmarin enthaltenen bioaktiven Substanzen scheinen unsere Gesundheit auf vielfältige Art und Weise unterstützen zu können. In der europäischen Pflanzenheilkunde wird Rosmarin beispielsweise zur Unterstützung des Kreislaufs, der Durchblutung sowie zur Förderung von Konzentration und Gedächtnisleistung eingesetzt. Darüber hinaus wird das Kraut in vielen Kulturen traditionell zur Reduktion von Stress oder zur Linderung von Verdauungsbeschwerden und Erkältungskrankheiten geschätzt.
Seit einigen Jahren beschäftigt sich auch die Forschung intensiver mit der Wirkung des Rosmarins. Ein paar der aus Erfahrung überlieferten Eigenschaften konnten so bereits bestätigt werden, wenn auch häufig nur in Laborversuchen. Heute ist z. B. bekannt, dass die enthaltenen Gerbstoffe und Flavonoide dazu beitragen können, unsere Zellen vor oxidativem Stress zu schützen und zudem aufgrund anti-bakterieller und anti-viraler Eigenschaften Infektionen vorbeugen können. Das ätherische Öl wiederum hat neben anti-bakteriellen und krampflösenden Eigenschaften insbesondere die Fähigkeit, Entzündungen entgegenzuwirken. Im Interesse der Forschung steht zudem das anti-kanzerogene Potenzial des Rosmarins.
Rosmarin enthält Apigenin – ein Favonoid, das u. a. aufgrund möglicher neuroprotektiver und antikarzinogener Eigenschaften wissenschaftliche Beachtung findet.
Rosmarin: Lagerung
Frischer Rosmarin wird häufig als Pflanzentopf gekauft. Dieser hält sich bei guter Pflege sehr lange, da die Zweige immer wieder nachwachsen. Mit zu viel Nässe kommt Rosmarin allerdings nicht zurecht, sodass Du ihn nicht zu stark gießen solltest.
Sind die frischen Rosmarinzweige geerntet, kannst Du sie im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu 14 Tage lagern. Achte nach dem Waschen darauf, dass Du das Kraut gut trockentupfst, denn nasser Rosmarin wird schnell schleimig und so ungenießbar. Bewährt hat es sich auch, die Zweige vor der Lagerung in ein feuchtes Tuch einzuschlagen und in einem verschließbaren Gefrierbeutel zu verstauen. So bleiben sie besonders gut frisch. Alternativ kannst Du die abgeschnittenen Zweige auch wie einen kleinen Blumenstrauß in ein Glas Wasser stellen.
Wer den geernteten Rosmarin länger haltbar machen möchte, kann die Zweige oder Blättchen wahlweise trocknen, in Öl einlegen oder einfrieren. Getrocknet hält sich Rosmarin beispielsweise meist mehrere Jahre.
Rosmarin einfrieren
Frischer Rosmarin lässt sich ganz einfach einfrieren. Nach einer gründlichen Reinigung und Trocknung der Zweige, kannst Du sie nämlich direkt in einen Gefrierbeutel geben und in die Tiefkühltruhe legen. Möchtest Du allerdings verhindern, dass die Zweige zusammenfrieren, empfiehlt es sich, die Zweige zunächst auf einem Brett zu verteilen und ein paar Stunden anfrieren zu lassen, bevor Du sie abfüllst.
Alternativ lässt sich gehackter Rosmarin mit etwas Wasser oder Öl auch in Eiswürfelbehältern gut abfüllen und einfrieren.
Tiefgekühlter Rosmarin hält sich in etwa ein Jahr und kann direkt in gefrorenem Zustand zum Würzen verwendet werden.
Rosmarin: Verwendung
Die herb-würzige, leicht bittere Note des Rosmarins bringt mediterranen Flair in die Küche. Das immergrüne Kraut passt nicht nur wunderbar zu klassischen Gerichten wie Ratatouille, Antipasti und Co., sondern veredelt auch deftige Fleischgerichte. Egal ob Lamm, Rind oder Schwein – Rosmarin passt einfach überall. Und obwohl er sehr kräftig ist, harmoniert das Gewürz sogar toll mit dem eher dezenten Geschmack von Geflügel und Fleisch.
Beliebt ist Rosmarin aber auch als Gewürz von Ofenkartoffeln und gibt gemeinsam mit Honig gebackenem Ziegenkäse den letzten Schliff. Etwas unbekannter, aber nicht weniger köstlich, ist das Kraut in Kombination mit süßen Leckereien wie Dessert, Marmelade oder süßem Gebäck. Außerdem verleiht es Cocktails und Longdrinks wie Gin Tonic oder Limoncello Spritz eine spannende Note. Erfrischend würzig schmeckt Rosmarin auch als Komponente von Infused Water. Hast Du schon einmal Zitronen-Rosmarin-Wasser oder Grapefruit-Rosmarin-Wasser probiert?
Tipp: Rosmarin lässt natürlich auch mit verschiedenen Kräutern kombinieren. Besonders gut passt er zu Lavendel, Salbei, Thymian, Oregano und Basilikum. Aber auch Ingwer, Knoblauch, Estragon oder Zimt können gepaart mit Rosmarin ein unvergessliches Geschmackerlebnis bereiten.
Rosmarin roh essen
Rosmarin wird in der Regel mitgekocht oder getrocknet und eher selten roh gegessen. Das ist aber durchaus möglich und verspricht einen besonders intensiven Geschmack. Da die Blätter recht fest sind und somit im Mund unangenehm sein können, empfiehlt es sich diese nach dem Waschen und Trocknen gut mit einem Mörser oder Messer zu zerkleinern.
Rosmarin: Zubereitung
Bei der Zubereitung von Rosmarin gibt es eigentlich nicht viel zu beachten. Im ersten Schritt werden die frischen Zweige gewaschen und trockengeschüttelt oder -getupft. Danach kannst Du je nach Rezept und Vorliebe, den gesamten Zweig direkt weiterverwenden oder die Nadeln vom Zweig abstreifen und ggfs. mit einem scharfen Messer klein hacken.
Da die Rosmarinblättchen eine recht robuste Struktur haben, ist es möglich sie mitzugaren. Allerdings am besten nicht zu lange, da sonst ein Teil der Aromastoffe verloren geht. Wenn Du Gerichte mit Rosmarin verfeinern möchtest, die eine sehr lange Garzeit haben, empfiehlt es sich nur einen Teil des Krautes direkt zuzugeben und mit dem anderen Teil etwa 20–30 Minuten vor dem Servieren noch nachzuwürzen. Wer auf die Nadeln im Essen verzichten möchte, kann den Rosmarin auch in ein Tee-Ei füllen und dieses dann in während der Zubereitung ins Gericht hängen.
Neben frischem Rosmarin ist auch getrockneter Rosmarin für den Einsatz in der Küche gut geeignet. Richtig getrocknet bleibt das intensive Aroma des mediterranen Krautes gut erhalten, vor allem dann, wenn die Zweige direkt nach der Ernte (am besten im Sommer) bei 20–30 °C trocknen können. Bündele dafür die Zweige einfach zu einem Sträußchen zusammen und hänge sie kopfüber in einem dunklen, trockenen und gut durchlüfteten Raum auf. Soll es etwas zügiger gehen, kannst Du Rosmarin natürlich auch auf einem Backblech verteilt im Backofen bei max. 40 °C trocknen. Nach 2–3 Stunden ist das Gewürz dann trocken. Noch schneller ist die Trocknung in der Mikrowelle, denn hier dauert es bei geringer Wattzahl nur 2–3 Minuten. Um zu verhindern, dass die Zweige nicht zu lange trocknen, empfiehlt es sich, den Trocknungsgrad alle 30 Sekunden kurz zu prüfen und dann ggfs. weiterzutrocknen.
Rezepte mit Rosmarin
Rosmarin: Botanische Infos und Tipps
Nach all der Warenkunde und den Betrachtungen des Rosmarins mit Blick auf die Ernährung, stellen wir Dir die Pflanze hier noch aus botanischer Sicht vor.
Rosmarin Steckbrief
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Deutscher Name
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Rosmarin
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Lateinischer Name
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Rosmarinus officinalis
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Pflanzenfamilie
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Lamiaceae (Lippenblütler)
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Pflanzengattung
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Salvia (Salbei)
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Heimat
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Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, heute weltweit in warmen Regionen kultiviert
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Standort
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sonnig, warm und windgeschützt; Rosmarin bevorzugt mediterrane Klimabedingungen mit viel Licht
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Boden
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durchlässig, sandig bis steinig, trocken bis mäßig feucht; nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich; pH-neutral bis leicht alkalisch
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Pflanzzeit
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Frühjahr (März bis Mai); Aussaat oder Pflanzung nach den letzten Frösten
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Pflanzabstand
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30 bis 50 cm
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Wasserbedarf
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gering bis mäßig; regelmäßiges, aber sparsames Gießen; Staunässe unbedingt vermeiden
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Dünger
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geringer Nährstoffbedarf; sparsame Düngung mit organischem Kräuterdünger oder Kompost
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