Kräuter
Hier erfährst Du alles über die gängigsten und beliebtesten Kräuter.
Blattkräuter
Die meisten Küchenkräuter sind Blattkräuter. Von Basilikum bis Zitronenmelisse – die Liste ist lang und enthält neben bekannten Vertretern wie Petersilie oder Schnittlauch auch exotische Kräuter. Kennst Du z. B. Perilla, das in der japanischen Küche vor allem für Sushi verwendet wird? Oder Kaffir-Limettenblätter, die z. B. in Thailand gerne zum Würzen von Currys genutzt werden? In Deutschland besonders beliebt sind mediterrane Kräuter wie Oregano oder Rosmarin, die einer Vielzahl von Gerichten Geschmack und Aroma verleihen. Blattkräuter können sowohl frisch als auch getrocknet verarbeitet werden. Frische Kräuter schmecken aromatischer und lebendiger. Durch das Trocknen konzentrieren sich die Aromen, wodurch getrocknete Kräuter zwar weniger nuanciert, aber dafür intensiver schmecken. Ihr größter Vorteil ist ihre lange Haltbarkeit. Blattkräuter sind nicht nur geschmackliche Alleskönner, sondern werden oft auch für ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften geschätzt – z. B. Minze, Salbei oder Thymian.
Samenkräuter
Samenkräuter sind Kräuter, von denen die reifen Samen oder Früchte verwendet werden – entweder als Lebensmittel oder auch als Heilmittel. In der Küche dienen sie hauptsächlich als Gewürz. Zu den Gewürzsamen zählen z. B. Kümmel, der mit seinem typischen Aroma Kohl, Kartoffeln oder auch Fleisch eine unverkennbare Note verleiht und sie bekömmlicher macht. Oder auch Senfkörner, die nicht nur zur Senfherstellung dienen, sondern auch direkt zum Würzen von Speisen verwendet werden. Bedeutsam für Magen und Darm sind u. a. die verdauungsfördernden Fenchelsamen sowie Flohsamen, die mit ihren Ballaststoffen zur Darmpflege beitragen können. Manche Samenkräuter eignen sich auch zur Herstellung von Speiseölen, etwa Leinsamen oder Schwarzkümmelsamen, in denen wertvolle Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren enthalten sind. Schwarzkümmel enthält zudem besondere Inhaltsstoffe, die Studien zufolge auch zur Stärkung des Immunsystems beitragen sollen.
Blütenkräuter
Wer an Blütenkräuter denkt, denkt vielleicht zuerst an essbare Blüten zur Dekoration. Ringelblumen, Borretsch oder Bartnelken eignen sich hervorragend, um Speisen und Getränke eindrucksvoll zu verzieren. Mit ihren bunten Farben sind essbare Blüten ein echter Hingucker auf Salaten, Desserts, Backwaren oder auch in Eiswürfeln. Die in zahlreichen Gelb-, Orange-, Rot-, Pink- und Violetttönen erhältlichen Blüten der Kapuzinerkresse beispielsweise bereichern Gerichte jedoch nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich. Sie schmecken leicht scharf und pfeffrig und können z. B. in Dips oder Kräuterbutter verwendet werden. Beliebt zum Würzen sind auch die Blüten von mediterranen Kräutern wie Thymian, Oregano und Rosmarin. Neben den würzigen und pikanten Blüten gibt es auch Blüten mit süßen bzw. fruchtigen Aromen, die gut zu Süßspeisen und Getränken passen, wie Rosenblüten, Holunderblüten oder Hibiskusblüten. Manche Blütenkräuter werden auch zu Heilzwecken eingesetzt, z. B. Kamillen- und Lavendelblüten.
Wurzelkräuter
Wurzelkräuter können sowohl kulinarisch als auch medizinisch bedeutsam sein. Die beiden wohl wichtigsten Vertreter, die als Lebensmittel und Heilmittel zum Einsatz kommen, sind Ingwer und Kurkuma. Der aus der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) stammende Ingwer schmeckt fruchtig-scharf und leicht süßlich und wird gerne zum Aromatisieren von asiatischen Gerichten verwendet. Als Hausmittel wird Ingwer von Oma u. a. bei versch. Erkältungs- sowie Magen-Darm- und Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Kurkuma, auch bekannt als Gelbwurz, ist in der Küche vor allem als Bestandteil von Curry-Gewürzmischungen bekannt. Dem darin enthaltenen sekundären Pflanzenstoff Curcumin werden zahlreiche, die Gesundheit fördernde Eigenschaften zugeschrieben, weshalb er auch in Nahrungsergänzungsmitteln und traditionellen pflanzlichen Arzneimitteln, etwa zur Linderung von Verdauungsstörungen, verwendet wird.
Kräuter von A-Z
Hier im Kräuter-Lexikon kannst Du Dich ausgiebig informieren über beliebte Kräuter von A-Z. Neben Klassikern wie Bohnenkraut, Dill oder Lorbeerblättern, die in der deutschen Küche weit verbreitet sind, gibt es auch unbekanntere Arten von Kräutern und Gewürzen, denen wir uns hier ausführlich widmen – von Nährwerten über Geschmack und Verwendung in der Küche bis zu botanischen Aspekten.
Welche Kräutersorten gibt es?
Kräuter können nach verschiedenen Gesichtspunkten unterteilt werden. Kategorisiert nach den verwendeten Pflanzenteilen gibt es Blattkräuter, Samenkräuter, Blütenkräuter und Wurzelkräuter. Eine andere Möglichkeit ist eine Unterscheidung nach Art der Verwendung, d. h. zwischen Küchenkräutern für kulinarische Zwecke und Heilkräutern zur medizinischen Anwendung. Hier im Lebensmittellexikon stehen allerdings die Küchenkräuter im Fokus.
Sind Kräuter gesund?
Bei Lebensmitteln geht es heutzutage nicht einfach nur um den Geschmack, sondern ebenso um deren Bedeutung für unseren Organismus. „Gut essen“ bedeutet gemäß den Empfehlungen der DGE, Gesundheit und Umwelt zu schützen. Die meisten Kräuter stecken voller wertvoller Inhaltsstoffe und können somit als gesund angesehen werden. Gleichzeitig ist deren Verzehrmenge in der Regel so gering, dass sie zu einer ausreichenden Nährstoffversorgung nur einen winzigen Beitrag leisten.
Was solltest Du über Kräuter wissen?
Welche Kräuter passen zu welchen Speisen? Was ist beim Kochen mit Kräutern zu beachten? Wie lassen sie sich raffiniert verarbeiten und kombinieren, z. B. in Marinaden, Pestos oder selbstgemachten Ölen? Erweitere jetzt Dein Kräuterwissen rund um Küchen- und Würzkräuter für Deine Lieblingsrezepte und werde mit unserem Lebensmittellexikon zu einem Kräuter-Profi.
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