Akazienfaser: Wofür? Wie viel? Welche Funktion? Was beachten?

Akazienfaser ist ein löslicher Ballaststoff pflanzlichen Ursprungs. Im Gegensatz zu Vitaminen oder Mineralstoffen ist der Körper nicht zwingend auf sie angewiesen. Dennoch wird Akazienfaser häufig im Zusammenhang mit Darmgesundheit, Mikrobiom und Ballaststoffzufuhr genannt. Chemisch betrachtet handelt es sich um ein komplexes Gemisch aus langkettigen Kohlenhydraten.
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So wird Akazienfaser gewonnen

Akazienfaser wird aus dem Harz bestimmter afrikanischer Akazienbäume gewonnen. Dafür wird die Rinde angeritzt, sodass ein milchiger Pflanzensaft austritt, der an der Luft zu festen Harzstücken (Gummi arabicum) aushärtet und anschließend geerntet wird. Häufig wird der Baum in regelmäßigen Abständen erneut angeritzt, meist alle ein bis zwei Tage etwas unterhalb des vorherigen Schnitts, damit weiterer Saft austreten kann. Die Harzstücke werden mechanisch zerkleinert und zu feinem Pulver gemahlen.

Interessanter Fakt: Die Wüstenpflanze

Die wichtigsten Akazienarten für Gummi arabicum wachsen in trockenen Savannen- und Sahelregionen Afrikas und sind an lange Trockenperioden angepasst. Umweltfaktoren wie Trockenheit und Bodenfeuchte können sogar beeinflussen, wie viel Harz ein Baum bildet.

Akazienfaser zum Abnehmen – sinnvoll?

Immer wieder wird Akazienfaser im Zusammenhang mit Gewichtsreduktion genannt. Ballaststoffe können das Sättigungsgefühl beeinflussen und die Kalorienaufnahme indirekt steuern. Einige Studien zeigen dazu positive Ergebnisse, allerdings bei sehr hohen Dosierungen von Akazienfaser. Insgesamt ist die Studienlage noch begrenzt, und Akazienfaser gilt nicht als eigenständige Therapie zur Gewichtsreduktion.

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