Glas Rotwein mit Stücken dunkler Schokolade – natürliche Quellen für Polyphenole und Antioxidantien.
Glas Rotwein mit Stücken dunkler Schokolade – natürliche Quellen für Polyphenole und Antioxidantien.

Polyphenole

Polyphenole zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen. Sie treten vermehrt in den Randschichten von Obst, Gemüse und Getreide auf. Aber auch in Getränken wie Tee, Kaffee und Wein finden sich Polyphenole.
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Orthomol Cellprotect
Orthomol Cellprotect

Wichtige Mikronährstoffe für den Zellschutz.

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Die Ernährungswissenschaften beschäftigen sich erst seit etwa 1990 intensiver mit Polyphenolen. Lange Zeit zuvor – um 1900 – ging es vorrangig um den Energiegehalt der Nahrung. Etwa 20 bis 40 Jahre später rückten dann neben den Kalorien auch Mikronährstoffe in den Fokus.

Der Wissenschaftler Albert Szent-Györgyi befasste sich mit Vitaminen und bekam für die Isolierung von Vitamin C den Nobelpreis. Im Rahmen dieser Untersuchungen stieß er in den 1930er-Jahren auf den Pflanzenfarbstoff Rutin, der zu den Polyphenolen gehört und die Wirkungen von Vitamin C unterstützt. Szent-Györgyi ging zunächst von einem Vitamin-Charakter bei Rutin aus, das er in Paprika fand. Er nannte diese in Paprika vorkommende Substanz Vitamin P.

Polyphenole: Gesundheitsbezogene Angaben (Health Claims)

Die Bioverfügbarkeit beschreibt, in welchen Konzentrationen ein Stoff – zum Beispiel aus der Nahrung oder einem Arzneimittel – ins Blut gelangt und damit dem Körper zur Verfügung steht. Bei erhitzten Lebensmitteln liegt eine hohe Bioverfügbarkeit von bestimmten Flavonoiden mit Werten über 15 Prozent vor. Die Bioverfügbarkeit von Phenolsäuren findet sich in einem mittleren Bereich, mit Werten zwischen 3 und 15 Prozent.

Generell scheint das Erhitzen und das Zerkleinern von Lebensmitteln die Verfügbarkeit von Polyphenolen zu erhöhen. Auch die Anwesenheit weiterer Polyphenole und ein größerer Anteil an Fett zeigen diesbezüglich positive Effekte. Manche Proteine oder Vitamin C und E, die als Antioxidantien (Radikalfänger) dienen, scheinen hingegen den Abbau von Polyphenolen im Magen-Darm-Trakt zu verringern.

Die zu den Flavonoiden gehörenden Anthocyane sind unter anderem für die Farben von Blüten oder Gemüse verantwortlich und haben verschiedene Farbnuancen. Diese Abstufungen hängen davon ab, ob sich der Farbstoff in sauren, neutralen oder basischen Zellsäften befindet. Man spricht auch von pH-Abhängigkeit.  Sie zeigt sich zum Beispiel bei der Zubereitung von Rotkohl. Durch das Zufügen von säurehaltigen Zutaten wie Essig oder Apfelstücke beim Kochen von Rotkohl nimmt er eine rote Farbe an. Gibt man hingegen die basische Zutat Natron hinzu, wird der Rotkohl blau.  So erklären sich auch die unterschiedlichen Namen, Rot- oder Blaukraut, für ein und dasselbe Gemüse.

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