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Nestbautrieb in der Schwangerschaft: 8 Tipps

Wohlfühl-Tipps und absolute No-Gos

Langsam steigt die Nervosität. Du befindest Dich im letzten Schwangerschaftsdrittel, schon bald erblickt Euer Nachwuchs das Licht der Welt. Viele Frauen verspüren jetzt ein besonders starkes Gefühl des Nestbautriebs. Sie richten mit Hingabe das Kinderzimmer her, legen Babysachen zurecht und bereiten das gesamte Zuhause auf die Ankunft des Schatzes vor. Bei all dem Tatendrang ist es jedoch wichtig, eines nicht aus den Augen zu verlieren: das eigene Wohlbefinden.

 

Nestbautrieb – was es damit auf sich hat

Je näher der geplante Geburtstermin rückt, desto ausgeprägter ist bei vielen Frauen der Nestbautrieb. Der Großteil der werdenden Mütter verspürt jetzt das starke Gefühl, das Heim gemütlich für das Baby herzurichten. Besonders im Kinderzimmer soll alles perfekt für die Ankunft des Nachwuchses vorbereitet sein – von der Wandfarbe über die Dekoration bis hin zum flauschigen Teppich für extra Gemütlichkeit. Auch die Babysachen werden noch einmal gewaschen und es wird in jeder Ecke der eigenen vier Wände geputzt und aufgeräumt.

Doch warum kommt es dazu überhaupt? Das ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt. Es gibt viele Theorien dazu – von Schwangerschaftshormonen über eine Art Ur-Instinkt bis hin zum schieren Bedürfnis, etwas gegen die wachsende Nervosität zu tun.

 

Achte auf Dich und Deine Bedürfnisse

So groß der Tatendrang kurz vor der Geburt auch sein mag, so wichtig ist es jetzt, dass Du Dich mit Deinen Vorhaben nicht übernimmst. Denn zu viel körperliche Anstrengung tun weder Dir noch Deinem Ungeborenen gut. Lege daher vorsorglich regelmäßig Ruhepausen ein und delegiere körperlich anstrengende Aufgaben an Deinen Partner, Familienangehörige oder Freundinnen und Freunde.

Einige Frauen haben zudem so hohe Erwartungen an das perfekte Heim, dass sie dadurch unbewusst einen zusätzlichen Stressfaktor schaffen. Hier kann es helfen, sich ganz bewusst Zeit für Dinge zu nehmen, die Dir Freude bereiten. Um den Druck etwas herauszunehmen, mache Dir zudem bewusst, was Euer Nachwuchs für den Start in das Leben wirklich benötigt: Deinen Partner und Dich, Eure Liebe und Fürsorge – und kein perfektes Heim.

 

Drei absolute Nestbautrieb-No Gos

Es gibt zudem einige Aufgaben, auf die Du zum eigenen Schutz und dem Deines Nachwuchs unbedingt verzichten solltest. Dazu zählen:

  • Nicht auf Leitern, Hocker, Stühle o. ä. steigen: Durch die Schwangerschaft verändert sich Deine Körperform und Statik. Das kann dazu führen, dass Du leichter das Gleichgewicht verlierst. Delegiere bestimmte Aufgaben, wie das Aufhängen von Gardinen oder das Einräumen des obersten Faches des Schranks, daher lieber an Deinen Partner, eine Freundin, einen Freund oder ein Familienmitglied.
  • Nichts Schweres heben: Als Vorbereitung auf die Geburt sorgen Schwangerschaftshormone für weichere Bänder und Sehnen im Rücken. Schweres Tragen und Heben kann dann zu Rückenschmerzen führen oder bestehende verschlimmern. Auch Deinen eh schon strapazierten Beckenboden belastest Du durch schweres Heben weiter. Zwar gibt es keine wissenschaftlich definierte Grenze, wie schwer Schwangere heben dürfen. Eine Orientierung bietet jedoch das Arbeitsschutzgesetz. Demnach ist es nicht zulässig, dass Schwangere regelmäßig Lasten von mehr als fünf Kilogramm Gewicht oder gelegentlich Lasten von mehr als zehn Kilogramm heben. Ob der Aufbau von Möbeln oder das finale Umräumen des Kinderzimmers – lass auch diese Aufgaben lieber von Deinen Liebsten übernehmen.
  • Kein Kontakt zu Schadstoffen: In einigen neuen Möbeln und Bodenbelegen, wie Teppichen stecken sogenannte flüchtige Chemikalien, die nach dem Aufbauen oder Verlegen ausdünsten können. Auch in einigen Wandfarben können diese vorhanden sein. Eine Studie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt, dass bereits im Mutterleib Ausdünstungen von Farben, Teppichen und neuen Möbeln negative Auswirkungen auf das Immunsystem des ungeborenen Kindes haben können. Überlasse das Aufbauen von Möbeln sowie Renovierungsarbeiten daher unbedingt anderen (weitere Tipps rund ums Renovieren im Kasten).

 

Allgemeine Tipps zum Renovieren und Co.

  • Renoviert das Kinderzimmer nicht auf den letzten Drücker vor der Geburt, sondern im Idealfall spätestens drei Monate vor dem geplanten Entbindungstermin. So können mögliche Schadstoffe noch auslüften, bevor der Nachwuchs einzieht.
  • Verwendet für das Kinderzimmer nur Wandfarben und Lacke, die lösungsmittelfrei und auf Wasserbasis sind.
  • Lüftet den Raum während des Streichens sowie des Aufbaus von Möbeln und auch danach für mehrere Stunden. Öffnet auch in den darauffolgenden Tagen zwei bis drei Mal täglich für je fünf bis zehn Minuten das Fenster im Raum vollständig.
  • Halte Dich nach dem Streichen oder dem Aufbauen von Möbeln für einige Tage nicht lange im Raum auf (beispielsweise über Nacht).
  • Auch in Textilien und Kuscheltieren können schädliche Substanzen enthalten sein. Wasche sie daher vor dem Gebrauch.
Immer für Dich da. Von Anfang an.