Stillen ist ein Akt der Liebe und die natürlichste Art, ein Baby zu ernähren. Und trotzdem muss jedes Mama-Kind-Gespann erstmal zueinanderfinden. Nicht immer klappt das Stillen auf Anhieb. Zudem sind viele Mamas erschöpft von der Geburt und haben vielleicht noch Schmerzen. Zwar können Papas den Mamas das Stillen nicht abnehmen. Doch sie können für ihre Partnerin da sein und sie vielfältig beim Stillen unterstützen. Wir geben Tipps.
Still-Tipp 1 für Papas: Partnerin mental unterstützen
Bei einigen Mamas klappt das Stillen auf Anhieb. Das ist aber längst nicht immer so. Es kann dauern, bis das Stillen wirklich gut klappt. Viele Mamas zweifeln während dieser Zeit sehr an sich. Sie geben sich die Schuld und setzen sich sehr unter Druck.
Männer sind eine wichtige mentale Stütze während dieser Zeit. Sie können Ihre Partnerin ermutigen und für sie da sein. Es ist bewiesen, dass Frauen länger, erfolgreicher und problemloser stillen, wenn Papas das Stillen begleiten. Wichtig ist dabei jedoch, dass Männer behutsam vorgehen und ihre Partnerin nicht zum Stillen drängen.
Still-Tipp 2 für Papas: Biete der Mama Nähe an
Einige Paare zelebrieren das Stillen gemeinsam. Sie genießen es, sich als Familie während des Stillens ganz nah zu sein. Männer können sich neben oder hinter die Partnerin setzen und sie im Arm halten, während sie stillt. Doch vorsichtig: Nicht alle Mamas empfinden das als angenehm. Einige möchten sich beim Stillen lieber zurückziehen. Besprecht Eure Wünsche dahingehend.
Still-Tipp 3 für Papas: Bereitet den Stillplatz vor
Mamas verbringen oft viele Stunden am Tag in der gleichen liegenden oder sitzenden Position. Das kann auf Dauer sehr unangenehm sein. Männer können ihren Partnerinnen diese Zeit so angenehm wie möglich machen, indem sie den Stillplatz vorbereiten oder etwas zu trinken bzw. einen kleinen Snack bringen. Auch eine Rückenmassage empfinden viele Frauen als wohltuend, während sie stillen oder danach.
Still-Tipp 4 für Papas: Übernehmt das Bäuerchen
Stillen ist sehr kräftezehrend – vor allem dann, wenn das Baby quasi ständig nach der Brust verlangt. Papas können ihre Partnerinnen entlasten, indem sie zwischen den Stillmahlzeiten das Baby nehmen und auf das Bäuerchen warten.
Still-Tipp 5 für Papas: Nachts in den Schlaf wiegen
Viele Babys – und Mamas – schlafen nach dem nächtlichen Stillen direkt wieder ein. Das ist aber nicht bei allen Säuglingen so. Und auch die Windel muss nachts mal gewechselt werden. Papas können das sanfte hin und her schaukeln oder umhertragen des Babys übernehmen, ebenso wie das Wickeln. So kann die Partnerin direkt nach dem Stillen wieder schlafen. Positiver Nebeneffekt: Das nächtliche in den Schlaf wiegen fördert die Bindung zwischen Papa und Kind.
Still-Tipp 6 für Papas: Haltet der Mama den Rücken frei
Kochen, Wäsche machen, aufräumen, einkaufen – für stillende Mamas ist es eine große Entlastung, wenn Papas viele Dinge im Haushalt übernehmen. Damit das für beide gut funktioniert: Besprecht, was wirklich Priorität hat und denkt immer daran, dass nicht alles perfekt sein muss. Ihr seid ein Team, in dem jeder bzw. jede von Euch das Beste gibt.
Auch beim Thema Besuch können Papas einen wichtigen Part einnehmen – und zwar, indem sie es der Mama ermöglichen, sich in Ruhe für das Stillen zurückzuziehen.