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Windel-Guide: Alles rund um die perfekte Windel und richtiges Wickeln

Bald ist es soweit, Ihr erwartet Euer erstes Kind! Höchste Zeit, die letzten Dinge für die Ankunft Eures kleinen Schatzes zu besorgen. Die passenden Windeln gehören zu jeder Grundausstattung. Diese zu finden, stellt viele Erstmamas und -papas jedoch vor große Herausforderungen. Was ist besser, Stoff- oder Einmalwindeln? Wie sitzt die Windel optimal? Und wie wickle ich mein Baby eigentlich richtig? Unser Guide gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Windeln und das Wickeln.

 

Einmalwindeln oder Stoffwindeln?

Ob beim Herumstrampeln, kuscheln oder in der Nacht: eine passende Windel gibt Eurem Nachwuchs zuverlässigen Schutz in allen Lebenslagen. Wie aber findet man die passende Windel? Die erste Frage, die Ihr Euch als werdende Eltern beantworten solltet, ist, ob Ihr Einmalwindeln oder wiederverwendbare Stoffwindeln verwenden möchtet. Hier gibt es kein richtig oder falsch. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.

 

Wissenswertes rund um die Einmalwindel

Hast Du Dich schon mal gefragt, woraus Einmalwindeln eigentlich bestehen? Ein wichtiger Bestandteil ist Polyethylen. Bei vielen Windeln ist die Außenhülle aus diesem Material. Denn bei Zimmertemperatur ist Polyethylen weich, wodurch die Windel angenehm zu tragen ist. Zudem ist es beständig gegen Urin und Stuhl. Das Innere der Windel besteht aus einem Saugkörper. Oft handelt es sich dabei um ein Hydrogel, das Feuchtigkeit sicher einschließt.

Es gibt auch Bio-Einmalwindeln. Die bestehen zu einem Großteil aus biologisch abbaubaren Materialien und chlorfrei gebleichtem Zellstoff.

Vorteile:

  • Das Wickeln mit Einmalwindeln ist (unterwegs) einfach und geht schnell.
  • Einmalwindeln haben einen starken Saugkern, wodurch die Haut Deines Babys lange trocken bleibt – auch nachts.
  • Dadurch, dass Urin so gut aufgesogen wird, vermischt er sich nicht so schnell mit dem Stuhl Deines Schatzes. Es bildet sich weniger Ammoniak, der einen wunden Po und Windelausschlag fördert.
  • Haben Einmalwindeln die richtige Größe, sitzen sie sehr bequem und halten bei richtigem Anlegen zuverlässig dicht.
  • Die Entsorgung ist hygienisch. Die Wegwerfwindel kannst Du einfach zusammenrollen, mit den Klebestreifen zu einem kleinen Päckchen verschließen und in den Müll schmeißen.

Nachteile:

  • Einmalwindeln sind im Vergleich zu wiederverwendbaren Stoffwindeln deutlich teurer.
  • Es häuft sich eine Menge an Müll an, der die Umwelt belastet.
  • Einmalwindeln sind nur bedingt atmungsaktiv. Besonders bei Babys mit sehr empfindlicher Haut wird diese schneller wund.
  • Einige Einmalwindeln enthalten Inhaltstoffe wie Bleichmittel oder Mineralöle. Sie können die Entstehung einer Windeldermatitis fördern.

 

Stoffwindeln – diese Vor- und Nachteile haben sie

Bei den Stoffwindeln gibt es zwei unterschiedliche Varianten: die All-In-One und die All-In-Two Stoffwindeln. Bei der All-In-One Stoffwindel sind die wasserdichte Überhose und das saugfähige Inlay fest vernäht. In der Regel haben sie eine Einheitsgröße und wachsen mit Druckknöpfen oder Klettverschlüssen mit Deinem Nachwuchs mit. Sie ist in der Handhabung deutlich einfacher als die All-In-Two Stoffwindel. Diese bestehen aus drei Komponenten: eine Saugwindel, ein Windelvlies und eine wasserdichte Überhose.

Vorteile:

  • Auf den ersten Blick schreckt viele der Anschaffungspreis von Stoffwindeln ab. Denn Du benötigst schon eine gewisse Menge an Stoffwindeln plus Windelvlies und ein paar Windelhosen. Etwa 20 Stoffwindeln werden empfohlen. Einmal angeschafft, halten die Windeln jedoch sehr lange. Stoffwindeln sind daher über die gesamte Zeit des Wickelns deutlich günstiger als Einmalwindeln.
  • Stoffwindeln schonen die Umwelt, da die Saugwindel und das Windelvlies gewaschen werden.
  • Da Stoffwindeln frei von Chemikalien sind, sind sie besonders sanft zur empfindlichen Babyhaut.
  • Du musst nicht ständig neue Windeln kaufen.
  • Dein Baby bekommt seltener eine Windeldermatitis, da sich durch häufigeres Wickeln keine Feuchtigkeit in der Windel staut. Zudem sind Stoffwindeln luftdurchlässiger.

Nachteile:

  • All-In-One Stoffwindeln sitzen bei Neugeborenen oft nicht so gut.
  • Du musst häufiger Windeln wechseln, da Stoffwindeln eine geringere Saugkraft haben.
  • Das Wickeln ist zeitaufwändiger – vor allem bei All-In-Two Stoffwindeln.
  • Es fällt mehr Wäsche an und Du benötigst mehr Platz zum Wäscheaufhängen oder einen Trockner.
  • Das Wickeln unterwegs ist aufwändiger. Du musst immer eine Tüte dabeihaben, in der Du die gebrauchte Stoffwindel transportieren kannst.

 

So findest Du die richtige Windelgröße

Besonders beim ersten Kind entscheiden sich viele Eltern für die Variante Einmalwindel. Doch welche Größe braucht ein Mini-Mensch? Sie orientiert sich an dem Gewicht Deines Babys. Die Windelgröße 1 ist in der Regel für Kinder zwischen zwei und fünf Kilo geeignet. Je nach Hersteller unterscheiden sich die Angaben jedoch. Wenn Du vor der Geburt Windeln kaufst, besorge am besten je eine Packung der Windelgröße 1 und 2.

 

Wie sitzen Einmalwindeln richtig?

Eine Einmalwindel sitzt dann perfekt, wenn sie zuverlässig dichthält, gleichzeitig aber nicht einschnürt. Ist die Windeln zu eng, fühlt sich Dein Baby unwohl und es können wunde Stellen auf der Haut entstehen. Eine Windel sitzt gut, wenn…

  • Du sie bequem schließen kannst, ohne dass du stark an den Verschlüssen ziehen musst.
  • zwischen Bäuchlein und Bund zwei Finger passen.
  • sie nicht ausläuft.
  • keine Druckstellen oder rote Striemen auf der Haut zu sehen sind.
  • sie an den Beinen eng anliegt, aber nicht einschnürt.

 

Wie oft musst Du Windeln wechseln?

Das lässt sich pauschal nicht sagen. Wie oft Du Windeln wechseln musst, hängt vor allem davon ab, wie viel Dein Kind trinkt. In der Regel musst Du jedoch alle vier Stunden eine neue Windel anlegen.

 

Wie wickelst Du Dein Baby richtig?

Das erste Mal Wickeln ist für Erst-Mamas und -Papas besonders aufregend. Vermutlich habt Ihr im Geburtsvorbereitungskurs schon einmal an einer Puppe geübt. Liegt euer Nachwuchs dann vor Euch, überkommt Euch aber vielleicht doch die Unsicherheit. Das ist ganz normal. Mit ein paar Tricks gelingt das Wickeln jedoch im Handumdrehen.

Ziehe Deinem Kind die Hose oder Strumpfhose aus und öffne den Body und die Windel. Umfasse mit der rechten Hand den linken Oberschenkel Deines Babys. Beuge dann das Hüftgelenk leicht. Das rechte Bein Deines Schatzes liegt auf Deinem Unterarm. Dann hebst Du den Po leicht hoch. Achte dabei darauf, dass Du die Wirbelsäule und den Nacken nicht zu stark krümmst beziehungsweise beugst.

Dann kannst Du die alte Windel wegziehen, Deinen Nachwuchs säubern und eine neue Windel unter den Po schieben. Achte darauf, dass der Po immer gut trocken ist, bevor Du eine neue Windel anlegst.

Alternative: Fasse Dein Baby in Hüfthöhe an und drehe es auf die Seite. Säubere es und lege die frische Windel neben Deinen Nachwuchs. Drehe Dein Kind wieder zurück auf den Rücken. Dann liegt es direkt auf der Windel.

 

Fazit

Manchmal dauert es ein wenig, bis Ihr die passende Windel für Euren kleinen Schatz gefunden habt. Nicht nur die Größe, auch der Schnitt der Windel kann von Hersteller zu Hersteller variieren. Das gilt besonders für Einmalwindeln. Probiert daher ruhig mehrere Varianten von unterschiedlichen Herstellern aus. Auch bei Stoffwindeln gibt es Unterschiede.

Ob Ihr Euch für Stoffwindeln oder Einmalwindeln entscheidet, liegt ganz bei Euch. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Einige Eltern kombinieren Einmalwindeln und Stoffwindeln – je nach Situation. Ihr könnt zum Beispiel unterwegs Einmalwindeln verwenden und zu Hause Stoffwindeln anlegen. Schaut einfach, welche Variante am besten zu Euren Bedürfnissen passt. Es gibt kein falsch oder richtig.

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