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Office-Eye-Syndrom: (Home-)Office-Tage sind Stress für die Augen

Auch nach der Homeoffice-Pflicht sitzen viele von uns täglich am Rechner – immer häufiger von zu Hause aus. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) warnt: Nicht nur wir selbst, auch unsere Augen bewegen sich dabei zu wenig. Wenn selbst die Arbeitswege entfallen, schweift unser Blick viel zu selten in die Ferne.

Der menschliche Körper sei für die Steinzeit gemacht – also für stundenlange Nahrungssuche im Freien, bei Tageslicht, den Blick wechselweise auf nah und fern gerichtet, schreibt die DOG in einer Pressemeldung. Die Arbeit am Bildschirm bildet dazu einen starken Gegensatz, für den unsere Augen eigentlich nicht konstruiert sind.

 

Pausen einplanen! 

„Es ist deshalb wichtig, im Homeoffice alle 30 Minuten entspannt über den Bildschirm in die Ferne zu schauen“, betont Professor Dr. med. Claus Cursiefen, Generalsekretär der DOG. „Heimarbeitende sollten auch so oft wie möglich das Tageslicht draußen oder zumindest auf dem Balkon nutzen“, fügt der Direktor des Zentrums für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Köln hinzu.

Der konzentrierte Blick auf den Bildschirm setzt die Frequenz des Lidschlages herab. „Lidschläge sind wichtig, weil sie das Auge mit schützendem Tränenfilm befeuchten“, erläutert Professor Dr. med. Gerd Geerling, Präsident der DOG. Bleibt das Blinzeln aus, könne das zu trockenen, müden und schmerzenden Augen führen. Es hilft den Augen, regelmäßig mit beiden Augen zu zwinkern. Die Arbeitspausen sollten draußen, beispielsweise auf dem Balkon, verbracht werden – möglichst ohne dabei auf das Smartphone zu sehen. Der Blick in die Ferne entspannt die Augen. Vor einer Zigarettenpause raten die Augenärzt:innen allerdings ab: „Zigarettenrauch greift den schützenden Tränenfilm an und begünstigt das Syndrom des Trockenen Auges“, betont Cursiefen.

 

Augengesunde Ernährung 

Um den Flüssigkeitsnachschub zu gewährleisten, sollte ausreichend getrunken werden.  „Auch auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine gesunde Kost mit viel Fisch, Gemüse und Obst sollte geachtet werden, um die Augengesundheit zu fördern“, empfiehlt der DOG-Experte. Eine abwechslungsreicher, bunter Speiseplan sorgt für eine ausgewogene Mikronährstoffversorgung, etwa mit antioxidativen Vitaminen, Mineralstoffen oder sekundären Pflanzenstoffen wie Lutein oder Zeaxanthin, die speziell für die Augengesundheit von Bedeutung sind.

 

Spezielle Tipps von Augenärzten 

Kontaktlinsen können dazu beitragen, das Auge auszutrocknen. „Idealerweise steigt man von weichen auf harte Haftschalen um“, rät Cursiefen. Wer unter gereizten, geröteten Augen leidet, könne zudem Tränenersatzmittel träufeln, die in der Apotheke rezeptfrei erhältlich seien. „Hilfreich ist auch eine Lidkantenpflege, um die Produktion eines fettreichen Tränenfilms zu unterstützen“, erläutert Cursiefen. Dazu morgens und abends feuchtwarme Abschminkpads für fünf Minuten auf die Augen legen, anschließend die Lidkanten an Unter-und Oberlid mit einem sauberen Wattestäbchen sanft zur Lidkante hin ausstreichen.  

Abschließend gilt: Bei anhaltenden Beschwerden wie Brennen, Jucken oder Rötung sollten Betroffene eine/n Augenärzt:in aufsuchen. „Diese Symptome sind charakteristisch für das Office Eye, das trockene Auge“, warnt DOG-Generalsekretär Cursiefen. „Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, die großen Leidensdruck verursachen kann.“