Die Bedürfnisse der Haut ändern sich mit dem Älterwerden. Sie benötigt daher spezielle Pflege, damit sie strahlend schön und gesund aussieht. Wir zeigen Euch, wie Ihr Eure Hautpflege-Routine an die Bedürfnisse Eurer reiferen Haut anpassen könnt. Zudem erfahrt Ihr, wie Ihr mit dem richtigen Make-up Eure natürliche Schönheit unterstreicht.
Wie sich Eure Haut im Alter verändert
Innere und äußere Einflüsse wirken sich über Jahrzehnte auf die Haut aus. Während sie in den 20ern noch straff und elastisch ist, sind die Spuren des Alters etwa ab dem 50. Lebensjahr meist deutlich zu sehen. Die Haut verliert an Spannkraft, wird dünner, trockener und es zeichnen sich tiefere Falten und Pigmentflecken ab.
Es gibt viele Faktoren, die zur Hautalterung beitragen – innere und äußere. Vor allem hormonelle Veränderungen während der Wechseljahre beschleunigen den Hautalterungsprozess zusätzlich. Der Kollagenabbau nimmt zu und die Östrogenproduktion lässt nach. Das wirkt sich auf die Elastizität und Spannkraft der Haut aus. Zudem produzieren die Talgdrüsen weniger Fett, wodurch die Haut leichter an Feuchtigkeit verliert. Aber auch das Leben mit all seinen Umwelteinflüssen hinterlässt Spuren auf der Haut.
Sanfte Pflege für reife Haut
Reife Haut benötigt in puncto Pflege besondere Aufmerksamkeit. Mit der richtigen Pflegeroutine unterstützt Ihr Eure Haut beim gesunden Altern, stärkt sie und verleiht Ihr ein strahlendes Aussehen. Hier kommen ein paar Pflegebasics, die jede Frau ab 50 Jahren berücksichtigen sollte:
- Reinigt Eure Haut täglich mit einem milden, seifenfreien Waschgel. Tupft die Haut danach sanft mit einem frischen Handtuch trocken.
- Behandelt Eure Haut ein- bis zweimal wöchentlich mit einem sanften Peeling. So löst Ihr abgestorbene Hautschüppchen und regt die Durchblutung an.
- Wendet regelmäßig feuchtigkeitsspendende Masken an.
- Setzt auf milde, aber reichhaltige Cremes und Seren. Bevorzugt hochwertige Produkte ohne Parfüm, Duftstoffe und Konservierungsstoffe. Von welchen Wirkstoffen Eure reife Haut besonders profitiert, erfahrt Ihr im nächsten Abschnitt.
- Verwendet täglich eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50. UV-Strahlen beschleunigen die Hautalterung zusätzlich an.
Die besten Anti-Aging-Wirkstoffe
Mit den folgenden straffenden, feuchtigkeitsspendenden und hautstärkenden Wirkstoffen könnt Ihr Eurer reifen Haut etwas Gutes tun:
- Hyaluronsäure: Da reife Haut zu Trockenheit neigt, ist es wichtig, dass wir sie mit feuchtigkeitsspendenden Wirkstoffen wie Hyaluronsäure versorgen. Hyaluronsäure hat die Eigenschaft, dass sie viel Flüssigkeit binden kann. Diesen Effekt können wir uns bei der Hautpflege zunutze machen. Eine Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München belegt, dass hyaluronhaltige Cremes die Feuchtigkeit der obersten Hautschicht im Vergleich zu einem Placebo signifikant erhöht. Die Cremes enthielten 0,1 Prozent Hyaluron.
- Retinol: Bei diesem Anti-Aging-Wirkstoff handelt es sich um eine aktive Form von Vitamin A. Es ist bewiesen, dass Retinol die Hautstruktur verbessert, feine Fältchen verringert und das Hautgerüst bzw. die Dicke der Hautschichten stabiler machen kann.
- Vitamin C: Das Vitamin hat eine antioxidative Wirkung und schützt damit die Zellen vor freien Radikalen. Sie haben einen großen Einfluss auf die Hautalterung. Zudem kann äußerlich angewendetes Vitamin C Anzeichen von Pigmentflecken mildern und die hauteigene Kollagenproduktion anregen.
- Niacinamid: Ein weiterer Anti-Aging-Wirkstoff ist Niacinamid. Wir empfehlen Euch Seren mit 5 Prozent Niacinamid. Regelmäßig, zweimal täglich angewendet, kann das Serum nachweislich feine Linien und Fältchen verringern, die Elastizität der Haut erhöhen und hyperpigmentierte Flecken reduzieren.
- Peptide: Diese Bausteine von Proteinen sind wichtige Bestandteile der Haut. Sie stärken bewiesenermaßen die Hautschutzbarriere und können die Kollagenproduktion anregen.
Tipps für das perfekte Make-up
Mit dem richtigen Make-up könnt Ihr Eure natürliche Schönheit zusätzlich unterstreichen und kleine Makel wie Pigmentflecken und Fältchen kaschieren. Wir zeigen Euch, wie Euch Schritt für Schritt ein leichtes Tages-Make-up gelingt:
Schritt 1: Foundation
Nachdem Eure Tagespflege eingezogen ist, tragt eine auf Euren Hautton angepasste Foundation auf das Gesicht auf. Sie deckt Unebenheiten, Rötungen und Pigmentflecken ab und lässt das Hautbild ebenmäßiger erscheinen.
Tipp: Verwendet Puder, wenn überhaupt, nur sehr sparsam. Es setzt sich schnell in Fältchen ab und lässt das Hautbild uneben erscheinen.
Schritt 2: Concealer
Verwendet Concealer unter den Augen, um Euren Blick strahlender wirken zu lassen. Bevorzugt Produkte mit sehr leichter Textur. So vermeidet Ihr, dass sich der Concealer in den Fältchen absetzt. Nutzt den Concealer auch, um stärkere Pigmentflecken zu kaschieren.
Schritt 3: Bronzer, Highlighter und Rouge
Durch den Elastizitätsverlust der Haut nehmen die Konturen im Gesicht mit zunehmendem Alter ab. Diese könnt Ihr mit Rouge, Bronzer und Highlighter wieder mehr hervorheben. Tragt das Rouge mit Aufwärtsbewegungen am oberen Teil des Wangenknochens in Richtung Schläfen auf. Euren Wangenknochen verleiht Ihr mehr Kontur, indem Ihr etwas Bronzer unterhalb des Jochbeins setzt. Mit einem Highlighter könnt Ihr Akzente unter den Brauen und in den Augen-Innenwinkeln setzen. Achtet darauf, dass Ihr die Übergänge sorgfältig verblendet.
Tipp: Verwendet flüssige Produkte statt Puder-Varianten. Und: Weniger ist mehr!
Schritt 4: Augenbrauen und Wimpern
Augenbrauen und Wimpern geben Eurem Gesicht Konturen. Mit zunehmendem Alter nimmt jedoch die Augenbrauen- und Wimperndichte ab. Um Eure Augenbrauen etwas zu betonen, verwendet einen Augenbrauenstift. Nehmt einen Braunton, der zu Eurer Haut passt. Um Euren Wimpern mehr Schwung zu verleihen, verwendet eine Wimpernzange. Tragt zudem ein wenig Wimperntusche auf.
Schritt 5: Lippen
Eure Lippen verlieren mit zunehmendem Alter an Volumen. Um sie voller wirken zu lassen, tragt einen glänzenden Lippenstift oder einen Lipgloss auf. Für den Alltag eignen sich zarte Farben, die Eure natürliche Lippenfarbe unterstreichen. Ihr dürft aber auch gerne etwas mutiger sein und auf knallige Rot- und Pinktöne zurückgreifen.
Zusätzlich könnt Ihr mit einem matten Lipliner die Konturen nachziehen. So schafft Ihr optisch nicht nur zusätzliches Volumen, Ihr verhindert auch, dass der Lippenstift in die kleinen Fältchen um den Mund übergeht.