Wusstest Du, dass selbst die zartesten Schönheiten eine Lederhaut haben? So heißt nämlich die zweite von drei Schichten, aus denen die Haut aufgebaut ist. Sie liegt direkt unter der nur papierdünnen Oberhaut (Epidermis), die sich alle vier Wochen komplett erneuert. Die Lederhaut (Dermis) ist wesentlich dicker und enthält hauptsächlich Bindegewebszellen (Fibroblasten) und Bindegewebsfasern wie Kollagen. In der dritten Schicht, der Unterhaut, befinden sich Fettgewebe sowie Talg- und Schweißdrüsen.
Haut altert „innen“
Mit steigendem Alter baut speziell die Lederhaut ab. Das Gerüst aus Kollagenfasern wird dünner, und auch die körpereigene Produktion von Hyaluronsäure lässt nach. Hyaluronsäure ist ein großes Zuckermolekül, das Wasser speichern kann. Es reguliert die Feuchtigkeit der Haut und verleiht ihr so ein frisches und straffes Aussehen. Weniger Kollagen und Hyaluronsäure im Bindegewebe der Lederhaut bedeuten dünnere Haut, die schneller austrocknet. Verhindern lässt sich die Reifung der Haut nicht, aber mit einer hautfreundlichen Lebensweise können wir den Prozess verzögern. Die Grundlage bildet dabei eine gesunde Ernährung, die der Haut alle wichtigen Bausteine für den Erhalt des Bindegewebes und darüber hinaus ausreichend Antioxidanzien zum Schutz vor Schäden liefert.
Rauchen macht runzelig
Apropos Schäden: Die Haut ist eine recht unbestechliche Leinwand unseres Lebensstils. Wird sie dauerhaft oxidativem Stress ausgesetzt, wie etwa durch UV-Strahlung oder Zigarettenrauch, sieht man ihr das mittelfristig an. Bewegung und frische Luft fördern ihre Durchblutung und damit sowohl die Versorgung mit Nährstoffen als auch den Abtransport störender Stoffwechselprodukte. Ausreichend Flüssigkeit und ein gesunder Schönheitsschlaf helfen, die Haut gesund zu erhalten. Im Tiefschlaf wird ein Wachstumshormon ausgeschüttet, das bei Erwachsenen die Regeneration verschiedener Zellen und Gewebe anstößt – auch in der Haut. Wer schlecht oder zu wenig schläft, muss also nicht nur mit Augenringen rechnen, sondern verschlechtert auf Dauer auch sein Hautbild.
Cremen oder knabbern?
Falten entstehen nicht in der Epidermis, sondern in den darunter liegenden Schichten wie der Lederhaut. Die Wirkstoffe von Cremes und Salben dringen in der Regel nicht bis hierher vor. Eine leichte Pflegecreme versorgt die oberen Hautschichten mit Feuchtigkeit – am liebsten ohne Duft- oder Konservierungsstoffe. Darüber hinaus hilft es der Haut vor allem, ihre atmungsaktive und selbstregulierende Oberfläche nicht zu lange mit dekorativer Kosmetik abzudecken. Spätestens am Abend müssen Make-up und Co deshalb schonend, aber gründlich entfernt werden. Zur Versorgung mit Nährstoffen wie Vitamin C, das zu einer normalen körpereigenen Kollagenbildung beiträgt, oder Biotin und Zink, die beide für die Funktion gesunder Haut benötigt werden, ist eine ausgewogene Ernährung besser geeignet.
Wir häuten uns öfter als Schlangen – nämlich alle vier Wochen. Unsere oberste Hautschicht (die Epidermis) bildet laufend neue Zellen und wird so kontinuierlich ausgetauscht. In einem kompletten Leben verlieren wir dadurch durchschnittlich 50 Kilogramm (!) Hautschuppen.
Konkrete Tipps für Deine individuelle Hautpflege in verschiedenen Situationen
findest Du in unserer Lebenswelt „Schönheit“.