Ständig brechen Eure Fingernägel ab oder reißen ein? Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch echt zum Verzweifeln sein. Wenn Ihr unter brüchigen Nägeln leidet, lohnt es sich, auf Spurensuche zu gehen. Wir stellen Euch mögliche Ursachen vor und geben Tipps, wie Ihr mit der richtigen Pflege brüchige Nägel vermeiden könnt.
Brüchige Nägel: Die Medizin unterscheidet zwei Arten
Wenn Eure Nägel schnell abbrechen oder einreißen, empfehlen wir Euch als Erstes genau hinzuschauen, in welcher Art und Weise die Nägel Schaden nehmen. Das kann Euch erste Hinweise auf mögliche Ursachen geben. Es gibt zwei Arten von brüchigen Nägeln:
- Splittern Eure Nägel vom Rand her horizontal und lamellenartig ab, ist die Rede von Onychoschisis. Der Riss kann über den gesamten Nagel bis zur Nagelhaut gehen.
- Wenn Eure Nägel vertikal splittern oder einzelne Nagelschichten abblättern, spricht man von Onychorrhexis.
Ein sehr häufiger Grund für eine Onychorrhexis ist der wiederholte Kontakt mit Reinigungsmitteln und Chemikalien wie Nagellackentferner. Der Nagel trocknet aus und wird brüchig.
Häufige Ursachen für brüchige Nägel – und wertvolle Tipps
Hinter brüchigen Nägeln können viele Ursachen stecken. Wir stellen Euch einige der häufigsten vor. Vielleicht erkennt Ihr ja bereits mögliche Ursachen dafür, warum Eure Nägel immer wieder einreißen oder absplittern. Je besser Ihr die Gründe nachvollziehen könnt, desto leichter fällt es Euch, mit passenden Maßnahmen Eure Nagelgesundheit zu fördern.
Es kann aber auch sein, dass Ihr keinen Auslöser selbst identifizieren könnt. In diesem Fall könnt Ihr mit den weiter unten aufgeführten Tipps versuchen, Eure Nägel stärker und widerstandsfähiger zu machen. Gelingt das nicht, empfehlen wir Euch, einen Dermatologen oder eine Dermatologin aufzusuchen, um der Ursache näher auf den Grund zu gehen.
Ursache 1 für brüchige Nägel: Genetik
Vor allem dann, wenn Ihr immer wieder und schon seit Langem unter brüchigen Nägeln leidet, spricht das dafür, dass Ihr dafür eine genetische Veranlagung habt. Fragt auch Eure Eltern, Geschwister oder weitere Verwandte, ob sie davon betroffen sind. Ist das der Fall, seid Ihr vermutlich auch davon betroffen.
Tipp – das könnt Ihr tun:
In so einem Fall ist es wichtig, dass Ihr möglichst schonend mit Euren Nägeln umgeht und sie gut pflegt. So macht Ihr sie möglichst widerstandsfähig gegen Einflussfaktoren.
Ursache 2 für brüchige Nägel: Wasser & Reinigungsmittel
Sei es berufsbedingt oder privat: Wenn Eure Nägel häufig mit Wasser in Kontakt kommen, kann das dazu führen, dass sie brüchig werden. Denn das Wasser lässt die Nägel aufquellen und entzieht ihnen Feuchtigkeit. Auch ein häufiger Kontakt mit Seife, Spülmittel, Reinigungsmittel oder Waschmittel kann brüchige Nägel fördern. Es gibt darüber hinaus weitere Chemikalien und Stoffe, mit denen Ihr vielleicht berufsbedingt oft in Kontakt seid und die Eurer Nagelgesundheit schaden können.
Tipp – das könnt Ihr tun:
Achtet in Eurem Alltag vermehrt darauf, wie oft Eure Hände Wasser und/oder Seife, Reinigungsmittel und Co. ausgesetzt sind. Wenn möglich, reduziert den Kontakt und tragt zusätzlich Schutzhandschuhe. Sprecht ggf. auch Euren Arbeitgeber bzw. Eure Arbeitgeberin an, wenn Ihr in Kontakt mit Chemikalien und Stoffen kommt.
Ursache 3 für brüchige Nägel: Falsche Nagelpflege
Unsere Fingernägel wachsen durchschnittlich drei Millimeter pro Monat. In regelmäßigen Abständen müssen wir diese somit kürzen. Einige bevorzugen dafür die Schere, andere einen Knipser oder die Pfeile. Pflegen wir die Nägel falsch, können wir sie verletzen, wodurch sie poröser werden und leicht splittern oder einreißen können.
Tipp – das könnt Ihr tun:
Beim Schneiden der Fingernägel besteht leicht die Gefahr, dass wir die Nägel beschädigen und sich feine Risse entstehen. Beim Knipser ist das Risiko geringer, aber auch dabei können die Fingernägel leicht Schaden nehmen. Verwendet zum Kürzen Eurer Nägel daher am besten eine hochwertige Keramikfeile. Bewegt sie immer in eine Richtung.
Ursache 4 für brüchige Nägel: (Gel-)Maniküre und künstliche Fingernägel
Regelmäßige Maniküren, Gel-Maniküren oder das Tragen von künstlichen Fingernägeln können den natürlichen Nägeln sehr stark zusetzen. Je öfter Ihr Nagellack und Nagellackentferner verwendet, desto mehr strapaziert Ihr Eure Nägel. Bei Gel- und künstlichen Nägeln kommt zudem das ständige Abfeilen und die Neumodellage hinzu. All diese Anwendungen weichen auf Dauer die Hornschicht auf und machen die Nägel brüchig.
Tipp – das könnt Ihr tun:
Wenn Ihr bereits mit brüchigen Nägeln zu kämpfen habt, empfehlen wir Euch, Euren Nägeln von Nagellack und Co. eine Pause zu gönnen. Haltet die Nägel möglichst kurz und reibt sie täglich mit Olivenöl ein. Es spendet Feuchtigkeit und pflegt die Nägel. Tragt beim Abwaschen und Putzen zudem immer Handschuhe.
Ursache 5 für brüchige Nägel: Nährstoffmangel bzw. Nährstoffunterversorgung
Unsere Nägel werden von Zellen gebildet. Eine wichtige Voraussetzung, damit unsere Zellen dieser Aufgabe nachgehen können, ist eine gute Versorgung mit Nährstoffen. Es gibt eine ganze Reihe an Nährstoffen, die an der Zellteilung beteiligt sind. Dazu zählen etwa Calcium, Eisen, Magnesium und Zink, Vitamin B12 und Vitamin D. Zink und Selen tragen zudem zum Erhalt normaler Nägel bei. Biotin, B1 und B2 sowie Vitamin A sind hingegen wichtig für einen normalen Energiestoffwechsel.
Tipp – das könnt Ihr tun:
Eine ausgewogene, gesunde Ernährung mit vielen frischen und unverarbeiteten Lebensmitteln bildet die Basis für eine gute Nährstoffversorgung. Durch die regelmäßige Einnahme von Orthomol Beauty nehmt Ihr zudem wertvolle Nährstoffe auf, die Eure Nägel von innen heraus unterstützen. Es enthält zudem Kollagenhydrolysat, das nachweislich zu einem gesunden Nagelwachstum verhelfen kann.
Wichtig: Bei einem Nährstoffmangel bzw. einer Nährstoffunterversorgung treten in der Regel nicht nur brüchige Nägel als Symptom auf. Er bzw. sie wirkt sich oft vielfältig auf die Gesundheit aus und kann zum Beispiel auch mit Müdigkeit, eingerissenen Mundwinkeln und Infektanfälligkeit einhergehen. Wenn Ihr die Vermutung habt, dass Eure brüchigen Nägel mit einer Unterversorgung oder einem Mangel an Nährstoffen zusammenhängen könnte, sprecht Eure Hausärztin bzw. Euren Hausarzt auf eine Blutuntersuchung an.
Ursache 6 für brüchige Nägel: Erkrankungen und/oder Medikamente
Manchmal stecken hinter brüchigen Nägeln auch Erkrankungen. So ist unter anderem bekannt, dass Hauterkrankungen wie Schuppenflechte, Schilddrüsenerkrankungen und chronisch-entzündliche Gelenkerkrankungen mit brüchigen Nägeln einhergehen können. Auch bestimmte Medikamente können den Nägeln zusetzen. Dazu zählen unter anderem jene, die zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden. Sie hemmen das Zellwachstum bzw. die Zellteilung.
Tipp – das könnt Ihr tun:
Wenn Ihr unter brüchigen Nägeln leidet und weitere Symptome – egal welcher Art – bei Euch beobachtet, dann sucht bitte Eure Hausärztin oder Euren Hautarzt auf. Gleiches gilt, wenn Ihr Medikamente einnehmt und merkt, dass Eure Nägel sich verändern.
Die besten Tipps für gesunde Nägel auf einen Blick:
- Ernährt Euch ausgewogen und gesund mit viel Obst, Gemüse und unverarbeiteten Lebensmitteln. So nehmt Ihr die ganze Bandbreite an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen auf, die Ihr für gesunde Nägel benötigt. Zusätzlich könnt Ihr von Orthomol Beauty profitieren, das mit seiner einzigartig zusammengestellten Nährstoffkombination Eure Nägel von innen heraus unterstützt.
- Kürzt Eure Nägel mit einer hochwertigen Glasfeile. Schneiden oder Knipsen kann die Nägel schädigen.
- Um Eure Nägel beim Putzen und Abwaschen zu schützen, tragt Handschuhe.
- Cremt Eure Hände und Nägel nach jedem Händewaschen und sonstigem Kontakt mit Wasser und Reinigungsmitteln mit einer Pflegecreme ein.
- Gönnt Euren Nägeln regelmäßig eine Pause von Lacken und/oder Gel-Maniküre sowie künstlichen Fingernägeln – bzw. verzichtet am besten ganz darauf.