Pomelo: Nährwerte, Kalorien, Inhaltsstoffe, Zubereitung
Pomelo: „Hättest Du’s gewusst?“
Was sind Pomelo?
Pomelos (bot. Citrus grandis) gehören zu den Zitrusfrüchten und sind als Kreuzung von Grapefruit und Pampelmuse in den 1970er Jahren entstanden. Neben ihrem Ursprungsland Israel werden die rund bis birnenförmigen Früchte mit der feingenoppten Schale vor allem in Südafrika, Südostasien und China angebaut.
Im Obstregal erkennt man Pomelos häufig daran, dass sie einzeln in Schrumpffolien und Netze eingepackt sind, die sie während des Transportes schützen. Neben Orangen und Grapefruits fallen Pomelos aber auch aufgrund ihrer Größe ins Auge. Bei einem Umfang zwischen 15 und 30 cm können sie nämlich bis zu 2 kg auf die Waage bringen. Ein Teil davon ist auf die fingerdicke Schale und Innenhaut der Pomelo zurückzuführen unter der sich, je nach Sorte, ein helles oder rosafarbenes saftiges Fruchtfleisch verbirgt, das angenehm süß-säuerlich schmeckt. Der Geschmack der Pomelo ist milder und süßlicher als der einer Grapefruit und nur leicht bitter. Besonders die aus China stammende Honig-Pomelo ist hierzulande beliebt.
Pomelo: Kalorien & Nährwerte
Pomelos bringen geschmacklich frischen Wind auf den Teller und müssen sich auch im Hinblick auf ihren Gesundheitswert nicht hinter ihren Verwandten verstecken. Im Gegenteil. Dank ihres niedrigen Kaloriengehalts und einer Fülle an Vitaminen, Mineralstoffen und bioaktiven Inhaltsstoffen wie Pektin kann sie wunderbar mit Grapefruits, Zitronen und Co. mithalten.
Nährwerttabelle Pomelo: Durchschnittliche Nährwerte pro 100 g
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Energie
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193 kJ (46 kcal)
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Fett
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0,04 g
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Eiweiß
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1 g
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Kohlenhydrate
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9 g
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Ballaststoffe
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1 g
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Wasser
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87 g
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Pomelo: Inhaltsstoffe
Top-Inhaltsstoffe der Pomelo
Der Bitterstoff Limonin soll nicht nur antioxidative und anti-entzündliche Eigenschaften haben, sondern sich auch positiv auf den Fettstoffwechsel auswirken. Allerdings gibt es bisher ausschließlich Daten aus Laborstudien, die dies belegen.
Pektin gehört zur Gruppe der löslichen Ballaststoffe, die aufgrund ihres Quellvermögens die Verdauung und Sättigung unterstützen können. Gleichzeitig trägt Pektin zur Regulation der Blutzucker- und Cholesterinspiegel bei und sorgt aufgrund seines präbiotischen Effekts bei den nützlichen Darmbakterien für gute Laune. Forscher:innen diskutieren zudem einen positiven Effekt bei Nahrungsmittelallergien.
Die Flavanone (eine Untergruppe der zu den Polyphenolen gehörenden Flavonoide) Naringin und Hesperidin scheinen aufgrund ihrer antioxidativen und anti-entzündlichen Eigenschaften die Gesundheit der Gefäße unterstützen können. Darüber hinaus konnte in Studien eine cholesterinsenkende Wirkung dokumentiert werden.
Das steckt in 100 g Pomelo
Sind Pomelos gesund?
Pomelos enthalten eine ganze Palette gesunder Nährstoffe. Neben reichlich Vitamin C für starke Abwehrkräfte enthält die exotische Frucht verschiedene B-Vitamine, Kalium, Phosphor, Magnesium sowie zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe. Letztere überzeugen durch ihre Fähigkeit, freie Radikale einzufangen und so Zellalterungsprozessen entgegenzuwirken.
Als zucker- und kalorienarme Frucht sowie guter Ballaststofflieferant gilt die Pomelo in der Küche zudem als leckerer Schlankmacher. Allerdings mit Einschränkungen, denn die Grapefruit-Alternative ist nicht für jede:n gleichermaßen zum Verzehr geeignet. Manche der enthaltenen bioaktiven Substanzen (z. B. Naringin oder Liminin) können nämlich Wechselwirkungen mit verschiedenen Arzneimitteln hervorrufen und so deren Wirkung verändern. Das liegt daran, dass die sekundären Pflanzenstoffe in der Leber Enzyme wie das Cytochrom-P450-Isoenzym hemmen, die für die Verstoffwechselung bestimmter Medikamente verantwortlich sind. Bei der Einnahme von Statinen, blutdrucksenkenden Calciumantagonisten oder Beruhigungsmitteln ist der Verzehr von Pomelo daher nicht empfehlenswert. Aber auch bei anderen Medikamenten kann es zu Interaktionen kommen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich bei der Verwendung von Arzneimitteln zunächst mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt abzuklären, ob der Verzehr von Pomelo erlaubt ist oder nicht.
Der in Pomelo enthaltene Bitterstoff Naringin hat antioxidative, entzündungshemmende sowie cholesterinsenkende Eigenschaften und wird besonders für potenzielle kardiovaskuläre Vorteile erforscht.
Pomelo: Lagerung
Pomelos können dank ihrer dicken Schale bei Zimmertemperatur bis zu zwei Wochen gelagert werden. Bei Temperaturen zwischen 10 °C und 15 °C sind sie sogar noch etwas länger haltbar. In den Kühlschrank gehören die großen Zitrusfrüchte allerdings eher nicht, da sie hier schneller ihr Aroma einbüßen. Anders sieht es aus, wenn die Pomelo bereits angeschnitten ist oder Du das herausgelöste Fruchtfleisch lagern möchtest. In diesem Fall empfiehlt es sich, das gesunde Innere der Pomelo luftdicht zu verpacken, kühl aufzubewahren und zügig, am besten innerhalb von max. 2–3 Tagen, aufzuessen.
Tipp: Wenn Du das Fruchtfleisch in einer Dose aufbewahrst und ein wenig Wasser hinzugibst, trocknet es nicht so schnell aus und bleibt länger saftig.
Pomelo einfrieren
Wer die exotische Pomelo auch nach ihrer Hauptsaison im Winter genießen möchte, kann das Fruchtfleisch einfrieren. So ist es bis zu einem Jahr haltbar, verliert allerdings ein wenig die Textur, die es einmal hatte. Um möglichst aromatische Fruchtsegmente zu erhalten, sollte das Fruchtfleisch beim Herauslösen nicht beschädigt werden, damit der Saft im Inneren bleibt. Der weiße Flaum darf aber gerne vorsichtig abgetrennt werden, da dieser eher bitter schmeckt.
Pomelo: Verwendung
Egal ob pur, im Salat oder als Topping auf dem Joghurt oder der Bowl – Pomelos schmecken einfach am besten, wenn sie roh verzehrt werden. Dabei harmonieren sie insbesondere mit herzhaften asiatisch-inspirierten Salaten, die mit Ingwer, Chili, Thai-Basilikum oder Minze gewürzt werden. Aber auch Obstsalate sowie Desserts oder Smoothies profitieren von der leicht herben Note der Pomelo.
Weniger bekannt, aber genauso spannend ist die Kombination von Pomelo mit gegrilltem Fisch, Meeresfrüchten, Tofu oder Halloumi. Und auch in Verbindung mit Hühnerfleisch oder als Komponente eines würzigen Chutneys macht die Grapefruitalternative eine gute Figur.
Pomelo roh essen
Roh verzehrt eignen sich Pomelos als figurbewusster Snack für zwischendurch. Wem das Fruchtfleisch zu sauer ist, kann die Segmente mit etwas Honig oder Ahornsirup beträufeln. Alternativ lohnt es sich, beim Kauf auf den Reifegrad der Pomelo zu achten. Eine reife, süße Frucht hat eher eine raue, leicht schrumpelige Schale, während eine saure, noch nicht vollständig gereifte Pomelo eine glatte, glänzende Oberfläche zeigt.
Gut zu wissen: Das Fruchtfleisch der Pomelo ist etwas weniger saftig als das einer Grapefruit oder Pampelmuse. Ist es jedoch extrem trocken, ist das ein Zeichen dafür, dass die Pomelo zu alt ist.
Pomelo: Zubereitung
Um an das köstliche Fruchtfleisch der Pomelo zu gelangen, musst Du Dich erst einmal durch die Schale und die dahinterliegende dicke weiße Schicht (Albedo oder Mesokarp) durcharbeiten. Am besten klappt das, wenn die Pomelo wie eine Orange abgeschält wird.
So kannst Du die Pomelo richtig schälen: Nach gründlichem Waschen mit warmem Wasser, trennst Du zunächst das obere und untere Ende der Frucht (die „Kappen“) großzügig ab. Anschließend schneidest Du die Schale samt Albedo rundherum ca. 4–6-mal bis zum Fruchtfleisch ein und ziehst sie ab. Ist dies geschehen, kannst Du die einzelnen Segmente des Fruchtfleisches voneinander lösen. Dies gelingt umso besser, wenn Du zuvor die dicke, bitter schmeckende Fruchthaut, die das Fruchtfleisch umgibt, mit einem scharfen Messer entfernst.
Falls Du das Aroma der Pomelo als Saft genießen möchtest, kannst Du das exotische Obst auch einfach in der Mitte durchschneiden und dann mit Hilfe einer großen Zitruspresse auspressen.
Pomelo CO₂-Bilanz: Der ökologische Fußabdruck
Die CO₂-Bilanz der Pomelo (Citrus maxima) variiert, ähnlich wie bei anderen tropischen Früchten, je nach Anbauort und Transportart. Wenn Pomelos per Schiff nach Europa transportiert werden, liegt der CO₂-Fußabdruck bei etwa 1,1 bis 1,3 kg CO₂-Äquivalenten pro Kilogramm. Der Transport per Schiff ist energieeffizienter und hat daher einen relativ geringen Einfluss auf den CO₂-Ausstoß.
Werden Pomelos jedoch per Flugzeug importiert, besonders in den Wintermonaten, kann der CO₂-Fußabdruck auf bis zu 5 kg CO₂-Äquivalente pro Kilogramm ansteigen, ähnlich wie bei anderen Früchten wie Kiwis und Maracujas. Diese Werte sind auf den energieintensiven Flugtransport zurückzuführen.
Aus ökologischer Sicht sind Pomelos, die per Schiff transportiert oder saisonal in Europa angeboten werden, die bessere Wahl, um den CO₂-Ausstoß zu minimieren.
Pomelo: Botanische Infos und Tipps
Nach all der Warenkunde und den Betrachtungen der Pomelo mit Blick auf die Ernährung, stellen wir Dir die Pflanze hier noch aus botanischer Sicht vor.
Pomelo Steckbrief
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Deutscher Name
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Pomelo
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Lateinischer Name
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Citrus maxima
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Synonyme
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Pampelmuse
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Pflanzenfamilie
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Rutaceae (Rautengewächse)
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Pflanzengattung
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Citrus (Zitruspflanzen)
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Heimat
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Südostasien (vor allem Malaysia, Thailand)
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Standort
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sonnig, warm, windgeschützt
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Boden
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gut durchlässig, humusreich, leicht sauer bis neutral
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Pflanzzeit
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Frühjahr (nach Frostgefahr, ab März)
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Pflanzabstand
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3-5 Meter (im Freiland)
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Wasserbedarf
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mäßig, regelmäßig gießen, Staunässe vermeiden
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Dünger
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Zitrusdünger, organischer Dünger, Kompost
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