Granatapfel: Nährwerte, Kalorien, Inhaltsstoffe, Zubereitung
Granatapfel: „Hättest Du’s gewusst?“
Was ist ein Granatapfel?
Der aus West- und Mittelasien stammende Granatapfel (lat. Punica granatum) gehört zu den Früchten aus der Familie der Weiderichgewächse. Neben seiner Verwendung als Lebensmittel wurde der rubinrote „Apfel des Lebens“ als traditionelles Heilmittel geschätzt und spielte sogar in der Mythologie als Symbol für Unsterblichkeit, Macht und Fruchtbarkeit eine bedeutende Rolle.
Granatapfel: Kalorien & Nährwerte
In puncto Nährstoffen ist der Granatapfel wirklich eine Granate. Die kalorienarme Frucht enthält nämlich viele Mineralstoffe (z. B. Calcium, Magnesium, Kalium) und überzeugt zudem durch ihren Gehalt an Vitaminen, Antioxidantien sowie Ballaststoffen. Wer dem süßsauren Geschmack der Frucht bereits verfallen ist, kann sich also über ein gesundes Rundumpakt freuen. So sehen die Nährwerte des Granatapfels aus:
Nährwerttabelle Granatapfel: Durchschnittliche Nährwerte pro 100 g
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Broteinheiten
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1,3 BE
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Energie
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334 kJ (80 kcal)
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Eiweiß
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0,7 g
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Fett
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0,6 g
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Kohlenhydrate
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16,1 g
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Wasser
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79,06 g
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Ballaststoffe
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2,24 g
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Mineralstoffe
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0,7 g
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Granatapfel: Inhaltsstoffe
Top-Inhaltsstoffe des Granatapfels
Mit rund 220 mg Kalium pro 100 g unterstützt der Granatapfel unser Elektrolytgleichgewicht und trägt dazu bei, dass der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen bleibt. Außerdem ist Kalium für die Weiterleitung von Nervenimpulsen essenziell, die z. B. bei der Regulierung des Blutdrucks und der Herzfunktion eine wichtige Rolle spielen. Wo noch mehr Kalium enthalten ist, verraten wir Dir hier: Kaliumreiche Lebensmittel.
Der sekundäre Pflanzenstoff aus der Gruppe der Tannine ist maßgeblich für die antioxidativen Eigenschaften des Granatapfels verantwortlich. Im Dickdarm angekommen, scheint Punicalagin zudem präbiotische Wirkungen zu entfalten, die unserer Darmflora guttun.
Neben den Tanninen gehören auch die Anthocyane (eine Untergruppe der Polyphenole) zu den charakteristischen Inhaltsstoffen der „Götterfurcht“. Die Anthocyane verleihen dem Granatapfel seine rote Farbe und haben zudem anti-oxidative und anti-entzündliche Effekte.
Das steckt in 100 g Granatapfel
*Das P/S-Verhältnis beschreibt das Verhältnis von mehrfach ungesättigten zu gesättigten Fettsäuren in der Ernährung (englisch: Polyunsaturated/Saturated). Ein idealer Wert liegt bei 1,0.
Sind Granatäpfel gesund?
Klein, aber oho. Das gilt für die Kerne des Granatapfels auf jeden Fall. Verschiedene Studien deuten beispielsweise darauf hin, dass der regelmäßige Verzehr der „Lebensfrucht“ unseren Blutdruck sowie die Blutfette günstig beeinflussen kann und die Gefäße geschmeidig hält. Welche Inhaltsstoffe für die Effekte im Einzelnen verantwortlich sind, ist bisher nicht abschließend geklärt. Klar ist aber, dass Granatäpfel viele herzgesunde Inhaltsstoffe liefern, darunter Kalium, Calcium, Zink, B-Vitamine, Vitamin E, Vitamin C, Ballaststoffe, essenzielle Fettsäuren und reichlich antioxidative Polyphenole. Letztere sind auch als Anti-Aging-Helden bekannt und scheinen die Regeneration nach dem Sport unterstützen zu können. Außerdem mehren sich auch Hinweise darauf, dass Granatäpfel neuroprotektive und entzündungshemmende Eigenschaften haben könnten. Gute Gründe also, die knackigen Kerne regelmäßig in den Speiseplan einzubauen.
Gut zu wissen: Im Handel erhältlicher Granatapfelsaft enthält häufig zugesetzten Zucker. Achte daher beim Kauf darauf, dass es sich um 100 % Direktsaft oder Muttersaft handelt, der keinerlei Zusätze enthält. Noch besser ist der Verzehr der Frucht, denn nur so kannst Du am besten von den gesundheitlichen Vorteilen des Granatapfels mit all seinen Inhaltsstoffen inklusive der Ballaststoffe in ihrer natürlichen Kombination profitieren.
Studien zufolge kann bereits ein Glas Granatapfelsaft pro Tag eine positive Auswirkung auf den Blutdruck haben.
Granatapfel: Lagerung
Dank seiner ledrigen Schale ist der Granatapfel im Vergleich zu anderen Früchten deutlich länger haltbar. Vorausgesetzt, die Schale ist intakt. Bei Raumtemperatur hält er sich in etwa zwei Wochen. Bewahrst Du die Frucht im Kühlschrank auf, kannst Du sie häufig sogar noch nach 1–2 Monaten genießen. Selbst angebrochene Granatäpfel lassen sich gekühlt gut lagern. Decke sie dann aber am besten mit Folie ab, so dass die obersten Kerne nicht so schnell mit dem Luftsauerstoff reagieren und braun werden.
Granatapfel einfrieren
Wer nicht sofort alle Kerne auf einmal verwenden möchte, kann das knackige Innenleben des Granatapfels auch wunderbar einfrieren. Damit die Kerne später nicht aneinanderkleben, empfiehlt es sich, jeweils nur eine Lage in einen Gefrierbeutel zu füllen und diesen flach ins Tiefkühlfach zu legen. Vergiss dabei nicht, die überschüssige Luft aus dem Beutel zu drücken, um Gefrierbrand zu vermeiden. So hast Du bis zu einem Jahr einen leckeren Vorrat der kleinen Vitaminbomben im Haus.
Granatapfel: Verwendung
Granatapfelkerne sind schon pur ein Genuss. Dank ihres süß-säuerlichen Geschmacks mit der leicht herben Note lassen sie sich aber auch für viele süße und herzhafte Speisen verwenden. Als farbenfrohe Beigabe im Müsli oder Porridge sorgen sie beispielsweise schon beim Frühstück für gute Laune. Mittags machen sich die gesunden Kerne als crunchiges Topping auf dem Salat oder fruchtige Einlage in der Suppe besonders gut. In der orientalischen Küche verfeinert der Granatapfel zudem gerne Speisen wie Taboulé oder Lammgerichte. Aber auch mit Pasta oder Gemüsegerichten kombiniert, sind Granatapfelkerne ein geschmacklicher Gewinn.
Natürlich eignen sich die knallroten Kügelchen genauso gut für Desserts jeglicher Art. Egal ob Panna Cotta, Obstsalat, oder Tarte. Granatäpfel passen einfach zu allem. Alternativ kannst Du die Frucht auch einfach mit der Zitruspresse auspressen und den aromatischen Saft genießen.
Granatapfel roh essen
Granatäpfel lassen sich sehr gut roh genießen. Das gilt allerdings nur für die Kerne. Die weißen Trennhäute hingegen schmecken recht bitter und auch die Schale ist nicht genießbar. Um an das aromatische Innenleben zu gelangen ist jedoch ein wenig Geduld gefragt. Mit den richtigen Tricks lassen sich die Kerne aber gut aus der Frucht lösen. Und zwar auch ohne rote Saftflecken.
Granatapfel: Zubereitung
Wer schon einmal einen Granatapfel geöffnet hat, der weiß sicherlich, dass das Lösen der Kerne in einer ziemlichen Sauerei enden kann. Wir verraten Dir, wie Du Deinen Granatapfel professionell schälen, oder besser gesagt entkernen kannst. Damit am Ende nicht Hände, Kleidung und Küche voller roter Saftflecken sind, empfehlen Kenner die sogenannte „Wassermethode“. Dazu wird der Granatapfel mit einem scharfen Messer halbiert und anschließend in kaltes Wasser getaucht. Im kühlen Nass lässt er sich spritzfrei in mehrere Teile aufbrechen, so dass die Kerne schnell von den weißen Trennwänden gelöst werden können. Anschließend werden die roten „Kügelchen“ einfach abgesiebt.
Alternativ gibt es noch andere Methoden, die das Entkernen erleichtern sollen. Bei der „Kopfmethode“ wird der Granatapfel zunächst auf einer festen Oberfläche ein wenig hin und her gerollt, um die Kerne zu lockern. Im nächsten Schritt wird die Frucht mit einem Messer halbiert und dann mit einem Kochlöffel auf die Schale geklopft. Dadurch sollen die Kerne sich lösen und einfach aus der Schale herausfallen.
Eine dritte Möglichkeit besteht darin, den oberen Teil des Granatapfels abzuschneiden und die weiße Innenhaut vorsichtig zu entfernen. Anschließend die Schale von außen sechsmal zwischen den Kammern einschneiden und mit beiden Händen vorsichtig auseinanderziehen. So lassen sich die Kerne mit den Fingern leicht herausholen.
Granatapfel CO₂-Bilanz: Der ökologische Fußabdruck
Die CO₂-Bilanz von Granatäpfeln variiert, abhängig von der Anbauregion und den Transportmethoden. Granatäpfel, die aus Regionen wie dem Mittelmeerraum, der Türkei oder Israel importiert werden, haben im Anbau einen recht niedrigen CO₂‑Fußabdruck. Diese relativ niedrigen Emissionen entstehen, da Granatäpfel im Freiland angebaut werden und wenig Energie für Beheizung oder künstliche Bewässerung benötigt wird. Entscheidend ist daher der Transportweg: Je kürzer, desto besser.
Rezepte mit Granatapfel
Granatapfel: Botanische Infos und Tipps
Nach all der Warenkunde und den Betrachtungen des Granatapfels mit Blick auf die Ernährung, stellen wir Dir die Pflanze hier noch aus botanischer Sicht vor.
Granatapfel Steckbrief
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Deutscher Name
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Granatapfel
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Lateinischer Name
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Punica granatum
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Synonyme
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Paradiesfrucht, Grenadine, Granatus, Pomegranate
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Pflanzenfamilie
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Lythraceae (Weiderichgewächse)
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Pflanzengattung
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Punica (Granatäpfel)
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Heimat
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West- bis Mittelasien, von Iran bis Nordindien
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Standort
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sonnig, warm, windgeschützt
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Boden
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gut durchlässig, leicht lehmig, nährstoffreich, kalkhaltig
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Pflanzzeit
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Frühjahr (nach Frostgefahr, März bis Mai)
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Pflanzabstand
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2-3 Meter (bei Sträuchern), 4-6 Meter (bei Bäumen)
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Wasserbedarf
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mäßig, regelmäßig gießen, Staunässe vermeiden
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Dünger
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Kompost, organischer Dünger, gelegentlich Mineraldünger
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