Lebensmittel mit Melatonin – Wo ist Melatonin drin?
Melatonin hat eine direkte Wirkung auf den Schlaf-Wach-Rhythmus. Diese innere Uhr folgt ungefähr dem 24-Stunden-Rhythmus von Tag und Nacht, ist aber etwas länger als ein Tag. Das nennt sich „zirkadianer Rhythmus“. Er folgt äußeren Signalen, vor allem von Licht beziehungsweise Dunkelheit. Wenn es draußen dunkel wird, signalisiert das Deinem Körper, dass es Zeit ist, sich auf den Schlaf vorzubereiten. Da kommt Melatonin ins Spiel: Sobald es dämmert, fängt der Körper an, mehr Melatonin zu produzieren. Dieses Hormon macht Dich schläfrig und bereit für die Nacht.
Ein wichtiger Baustein für die Herstellung von Melatonin ist die Aminosäure Tryptophan. Tryptophan ist eine Art Zutat, die der Körper für die Melatoninproduktion benötigt. Tryptophan nimmst Du über die Nahrung auf – durch tryptophanhaltige Lebensmittel wie z. B. Bananen, Milch oder Nüsse. Der Organismus wandelt Tryptophan dann in den Neurotransmitter Serotonin um, das schließlich in Melatonin umgebaut wird. Das geschieht im Gehirn, in der sogenannten Zirbeldrüse. Wird es morgens wieder hell, drosselt Dein Körper die Ausschüttung von Melatonin. Das signalisiert Deinem Gehirn, dass es Zeit ist, aufzuwachen. Durchschnittlich dauert die Ausschüttung von Melatonin bei Erwachsenen etwa von 21 Uhr abends bis 8 Uhr morgens. Die exakten Zeiten hängen von der Tageslänge ab – im Sommer sind sie kürzer. Die Schlafphasen sind somit zusätzlich eng mit den Jahreszeiten verbunden.
Durch Zeitverschiebungen bei Reisen oder durch unregelmäßige Arbeitszeiten (Schichtarbeit) kann die innere Uhr aus dem Takt geraten. Das kann zu Schlafproblemen führen, weil Dein Körper nicht mehr sicherstellen kann, wann er schlafen und wann er wach sein soll. Ein Defizit an Melatonin kann ebenfalls den Schlaf-Wach-Rhythmus verändern und zu Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Depressionen und anderen Stimmungsschwankungen führen.
Welches Lebensmittel hat am meisten Melatonin?
Der Verzehr von melatoninhaltigen Nahrungsmitteln kann mitunter den Schlaf fördern und die Schlafqualität verbessern. In den vergangenen Jahrzehnten haben Fachleute Melatonin in verschiedenen Lebensmitteln, sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen, nachweisen können. Wo kommt Melatonin natürlich vor? Das Lebensmittel, das am meisten Melatonin enthält, sind Kirschen, insbesondere Sauerkirschen (auch als Montmorency Kirschen bekannt). Diese Früchte sind dafür bekannt, von Natur aus vergleichsweise hohe Mengen an Melatonin zu enthalten.
In welchem Obst ist Melatonin? Melatonin kommt auch in anderen Lebensmitteln vor, darunter weitere Obstsorten. Neben Kirschen können Bananen geringe Mengen an Melatonin enthalten. Ebenso Ananas und Orangen. Beim Gemüse gehören Blumenkohl und Tomaten auf die Liste der Lebensmittel mit Melatonin. Fleisch kann das Schlafhormon in geringen Mengen enthalten – zum Beispiel Hähnchen und Truthahn. Melatonin ist zudem in Produkten aus Vollkorn enthalten.
Generell ist es wichtig zu beachten, dass die Melatoninmenge in Lebensmitteln relativ gering ist. Zudem kann sie stark variieren. Eine melatoninhaltige Ernährung kann folglich einen gesunden Schlaf unterstützen, einen regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus aber nicht allein regulieren.
Melatonin in Lebensmitteln nimmst Du am besten über eine ausgewogene Ernährung zu Dir. Dies ist ein Ranking von zehn Nahrungsmitteln: