Sellerie: Nährwerte, Kalorien, Inhaltsstoffe, Zubereitung
Sellerie: „Hättest Du’s gewusst?“
Was ist Sellerie?
Sellerie ist vielen vor allem als Bestandteil von Suppengrün bekannt. Dabei hat das Gemüse nicht nur in der Küche seit Jahrhunderten einen festen Platz, sondern wird seit jeher auch als Heilpflanze geschätzt. Heute finden sich im Supermarkt vor allem zwei Kulturformen des echten Selleries: der Staudensellerie (Stangensellerie) und der Knollensellerie. Die hellgrün gefärbten, faserigen Blattstiele des Staudenselleries sind etwas dezenter im Geschmack und werden häufig als Snack oder in Salaten eingesetzt. Die rundlich-rübenförmige Wurzel des Knollensellerie ist äußerlich zwar nicht besonders schick, verleiht aber vielen Gerichten ein kräftiges, unverwechselbares Aroma. Daneben gibt es aber noch weitere Varianten wie den Schnitt- oder Würzsellerie, der optisch der Petersilie ähnelt und zum Würzen verwendet wird.
Hierzulande hat Sellerie zwischen Juli und November Saison, ist aber aufgrund von Importen aus Israel, Spanien, den Niederlanden etc. ganzjährig erhältlich.
Sellerie: Kalorien & Nährwerte
Egal ob Knolle oder Stauden; Sellerie ist sehr kalorien- und fettarm, liefert aber wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Aufgrund seines guten Ballaststoffgehaltes eignet sich insbesondere der Knollensellerie auch perfekt für eine darmfreundliche Ernährung.
Nährwerttabelle Sellerie: Durchschnittliche Nährwerte pro 100 g
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Broteinheiten
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0,17 BE |
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Energie
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90 kJ (21 kcal) |
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Eiweiß
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1,2 g |
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Fett
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0,2 g |
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Kohlenhydrate
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2,18 g |
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Wasser
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92,27 g |
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Ballaststoffe
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2,55 g |
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Mineralstoffe
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1,1 g |
Sellerie: Inhaltsstoffe
Top-Inhaltsstoffe von Sellerie
Mit 414 mg pro 100 g enthält insbesondere der Knollensellerie reichlich Kalium. Kalium gilt nicht nur als Superheld der Nerven- und Muskeln, weil es an der Reizweiterleitung beteiligt ist, sondern ist auch für die Regulierung des Blutdrucks und den Säure-Basen-Haushalts wichtig.
Das in Sellerie enthaltene ätherische Öl und seine Bitterstoffe sollen wohltuend für Magen und Darm sein und die Produktion der Verdauungssäfte anregen. Zudem werden ihnen antibakterielle Eigenschaften nachgesagt.
150 g Knollensellerie decken den Vitamin K Tagesbedarf einer erwachsenen Frau. Knollensellerie ist damit eine durchaus gute Vitamin K-Quelle. Vitamin K ist für die Blutgerinnung sowie den Knochenstoffwechsel von Bedeutung, weist aber auch antioxidative Effekte auf und unterstützt die Bildung verschiedener Proteine.
Das steckt in 100 g Sellerie
*Das P/S-Verhältnis beschreibt das Verhältnis von mehrfach ungesättigten zu gesättigten Fettsäuren in der Ernährung (englisch: Polyunsaturated/Saturated). Ein idealer Wert liegt bei 1,0.
Ist Sellerie gesund?
Egal ob Knollen- oder Stangensellerie. Beide punkten mit einem guten Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen sowie sekundären Pflanzenstoffen. Neben Vitamin K liefert Knollensellerie beispielsweise eine ganze Palette an B-Vitaminen, die in vielfältige Stoffwechselprozesse (u. a. Energie-, Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel) involviert sind. Mineralien wie Kalium, Calcium und Magnesium unterstützen zudem den Elektrolythaushalt, stärken die Blasen- und Nierenfunktion sowie unsere Knochen, Muskeln und Nerven.
In verschiedenen Kulturen wird Sellerie zudem seit jeher als entzündungshemmende Heilpflanze eingesetzt. Neuere Untersuchungen vermuten, dass derartige Effekte auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe wie Apigenin oder Luteolin zurückzuführen sind, die auch antioxidative Eigenschaften haben. Ein potenzieller Nutzen des Selleries für die Fruchtbarkeit wird derzeit diskutiert. Eindeutige wissenschaftliche Erkenntnisse gibt es dazu bisher allerdings nicht. Ähnliches gilt auch für die aphrodisierende Wirkung des Knollenselleries. Klar belegt sind hingegen die gesundheitsförderlichen Wirkungen der Ballaststoffe, die auch in Sellerieknollen reichlich enthalten sind.
Gut zu wissen: Sellerie wird als einer der Hauptauslöser für allergische Reaktionen gelistet. Allergiker reagieren bei Kontakt oder Verzehr des Gemüses häufig mit Magen-Darm- oder Atembeschwerden oder Hautausschlägen. Auch stärkere Reaktionen wie ein anaphylaktischer Schock sind im Einzelfall möglich.
Sellerie enthält Apigenin – ein Flavonoid, das antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften hat und in der Forschung auch wegen möglicher krebshemmender Effekte untersucht wird.
Sellerie: Lagerung
Staudensellerie bleibt im Gemüsefach des Kühlschranks rund zwei Wochen knackig. Achte beim Kauf immer darauf, dass die Schnittstellen frisch aussehen und die Stangen nicht biegbar sind. Außerdem sollten die Blätter hell- bis dunkelgrün gefärbt und nicht fleckig sein.
Knollensellerie sollte beim Kauf trocken sein und beim Drucktest mit dem Finger nicht nachgeben. Dunkel oder im Kühlschrank gelagert, bleibt die Knolle dann mehrere Wochen (oder sogar Monate) frisch. Alternativ lässt sich Sellerie auch einfrieren. Das gelingt am besten, wenn Du ihn zuvor kurz blanchierst.
Sellerie einfrieren
Um Sellerie einzufrieren, wasche und schneide ihn zuerst in gleichmäßige Stücke. Blanchiere die Stücke für etwa 2–3 Minuten in kochendem Wasser, und gebe sie danach in Eiswasser, um den Kochprozess zu stoppen und so Geschmack, Farbe und Nährstoffe möglichst zu erhalten. Trockne den Sellerie anschließend gut ab und lege ihn in luftdichte Behälter oder Gefrierbeutel. Beschrifte die Verpackungen mit Datum und Inhalt. So bleibt dein gefrorener Sellerie bis zu 10 Monate frisch und lecker.
Sellerie: Verwendung
Sellerie ist vielseitig einsetzbar. Während Knollensellerie vor allem als aromatische Einlage von winterlichen Suppen und Eintöpfen beliebt ist, wird Stangensellerie gern als gesunder Snack mit Dip oder als Salatkomponente verzehrt. Aber auch die Knolle kann roh gegessen werden und ist klein geraspelt zum Beispiel als Waldorfsalat ein Genuss. Paniert und knusprig angebraten eignen sich Selleriescheiben aber auch wunderbar als Schnitzelersatz. Fans der Low-Carb Küche schätzen die Knolle zudem als Basis für aromatische Pürees oder Suppen.
Wer eher den Geschmack des Staudenselleries mag, ihn aber nicht nur als Rohkost genießen möchte, kann die knackigen Speisen auch für verschiedenste warme Gerichte einsetzen. Besonders gut passt Stangensellerie beispielsweise in Risottos, Nudelgerichten oder Curries, bereichert aber auch klassische Mahlzeiten wie den Linseneintopf. In den letzten Jahren hat Sellerie zudem als Zutat von Smoothies oder als Saftkomponente an Beliebtheit gewonnen.
Übrigens: Auch die Blätter von Sellerie sind essbar und können zum Würzen verwendet werden.
Sellerie roh essen
Staudensellerie ist inzwischen ein echter Rohkost-Klassiker. Da beim Kochen wertvolle Nährstoffe verloren gehen, nehmen wir mit dem rohen Gemüse sogar mehr Vitamine und Mineralien auf als in der gegarten Version. Schwangere sollten allerdings auf rohen Sellerie verzichten, da er ätherisches Öl enthält, das in hohen Dosierungen die Gebärmuttermuskulatur reizen kann.
Sellerie: Zubereitung
Bevor es an die Verarbeitung geht, müssen sowohl Stangen- als auch Knollensellerie unter kaltem Wasser gründlich gewaschen und von Erdresten befreit werden. Anschließend wird der Strunk mit einem scharfen Messer entfernt.
Beim Knollensellerie wird zusätzlich noch der Blattansatz abgeschnitten, bevor er mit einem gewöhnlichen Gemüseschäler von oben nach unten oder ringsherum geschält werden kann. Braune Stellen lassen sich leicht mit dem Messer entfernen. Je nachdem, welches Gericht du ausgewählt hast, kannst du die Knolle nun in Scheiben oder Würfel zerkleinern und weiterverarbeiten. Da das feste Fleisch der Knolle bei Kontakt mit Sauerstoff schnell oxidiert und braun wird, kannst Du es nach dem Schneiden mit etwas Zitronensaft beträufeln. Das stoppt den Oxidationsprozess.
Beim Staudensellerie werden nach dem Abtrennen des Strunks zunächst die einzelnen Stangen gelöst und dann die harten Fasern mit einem Sparschäler beseitigt. Die geschälten Stangen kannst du nun in feine Scheiben, Würfel oder Stifte schneiden oder einfach so verputzen.
Rezepte mit Sellerie
Sellerie CO₂-Bilanz: Der ökologische Fußabdruck
Der CO₂-Fußabdruck von Sellerie ist relativ gering, insbesondere wenn er regional und saisonal angebaut wird. Da Sellerie in gemäßigten Klimazonen gut gedeiht und im Freiland kultiviert werden kann, entstehen beim Anbau ohne beheizte Gewächshäuser etwa 0,2 bis 0,4 kg CO₂-Äquivalente pro Kilogramm. Damit zählt Sellerie zu den CO₂-ärmeren Gemüsesorten.
Sellerie lässt sich gut lagern und bei kühlen Temperaturen transportieren, was den Energiebedarf für Kühlung und Lagerung minimiert. Flugtransporte sind selten, da Sellerie bei regionalem Anbau problemlos frisch verfügbar ist. Durch seine Widerstandsfähigkeit gegenüber Schädlingen und Krankheiten erfordert Sellerie in der Regel wenig Pestizide, was den ökologischen Fußabdruck weiter senkt.
Sellerie bietet somit eine klimafreundliche Gemüsewahl, vor allem bei regionalem, saisonalem Anbau und Verzehr.
Sellerie: Botanische Infos und Tipps
Nach all der Warenkunde und den Betrachtungen des Sellerie mit Blick auf die Ernährung, stellen wir Dir die Pflanze hier noch aus botanischer Sicht vor.
Sellerie Steckbrief
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Deutscher Name
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Sellerie
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Lateinischer Name
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Apium graveolens
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Synonyme
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Eppich (historisch), Knollensellerie, Staudensellerie, Schnittsellerie
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Pflanzenfamilie
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Apiaceae (Doldenblütler)
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Pflanzengattung
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Apium (Sellerie)
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Heimat
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Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, heute weltweit verbreitet
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Standort
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sonnig bis halbschattig; ideal in gemäßigtem Klima, da die Pflanze keine extreme Hitze verträgt
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Boden
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nährstoffreich, humusreich, gut durchlässig und feucht; pH-Wert zwischen 6 und 7, leicht alkalisch bis neutral
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Pflanzzeit
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Aussaat ab Februar unter Glas oder im Gewächshaus; Auspflanzung der Jungpflanzen im Freiland ab Mitte Mai nach den letzten Frösten
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Pflanzabstand
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30 bis 40 cm zwischen den Pflanzen und Reihen
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Wasserbedarf
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hoch; regelmäßige und gleichmäßige Bewässerung ist wichtig, um gleichmäßiges Wachstum zu gewährleisten und zu verhindern, dass die Stiele oder Knollen holzig werden
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Dünger
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bedarf regelmäßiger Nährstoffgaben; idealerweise mit organischem Dünger wie Kompost oder gut verrottetem Mist; besonders wichtig sind Stickstoff, Kalium und Magnesium für das Blatt- und Wurzelwachstum
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