Avocado: Nährwerte, Kalorien, Inhaltsstoffe, Zubereitung
Avocado: „Hättest Du’s gewusst?“
Was ist Avocado?
Aufgrund ihres Aussehens erinnert die Avocado zwar an Gemüse, botanisch gesehen gehört die Frucht der Avocadopflanze (lat. Persea americana MILL. oder Persea gratissima C.F. GAERTN.) allerdings zu den einsamigen Beeren und wird daher eher dem Obst zugerechnet. Da sie meist birnenförmig ist, wurde die Avocado früher häufig aber auch Avocadobirne oder Alligatorbirne genannt.
Ursprünglich stammen Avocados aus den Regenwäldern Südamerikas, bevor sie später in die Karibik, Afrika, Asien und schließlich auch in den Mittelmeerraum gebracht wurden. Heute gilt Mexiko als Hauptanbaugebiet der Frucht. In Europa werden aber vor allem Avocados aus Israel, Südafrika oder Spanien angeboten.
Avocado: Kalorien & Nährwerte
Nährwerttabelle Avocado: Durchschnittliche Nährwerte pro 100 g
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Broteinheiten
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0,3 BE
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Energie
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579 kJ (138 kcal)
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Eiweiß
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1,37 g
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Fett
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12,5 g
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Kohlenhydrate
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3,55 g
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Wasser
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77,2 g
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Ballaststoffe
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4,1 g
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Mineralstoffe
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1,28 g
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Avocado: Inhaltsstoffe
Top-Inhaltsstoffe der Avocado
Aufgrund ihres hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren passt die Avocado gut in eine (herz-)gesunde Ernährung. Manche Studien zeigten z. B. einen günstigen Effekt auf den Cholesterinspiegel, wenn die Teilnehmer regelmäßig Avocados verzehrten.
Avocados sind auch eine gute Quelle für Carotinoide, insbesondere Lutein und Zeaxanthin. In Abhängigkeit von Sorte und Reifegrad sollen in einer halben Frucht bis zu 1100 µg der sekundären Pflanzenstoffe enthalten sein, die mit positiven Effekten z. B. für die Gesundheit der Augen, des Gehirns sowie der Haut in Verbindung gebracht werden.
Das fettlösliche Vitamin E gehört zu den antioxidativen Vitaminen, die unsere Zellen vor freien Radikalen schützen. 100 g Avocado liefern ca. 2 mg Vitamin E und decken damit rund 17 Prozent des Tagesbedarfs einer Frau.
Das steckt in 100 g Avocado
*Das P/S-Verhältnis beschreibt das Verhältnis von mehrfach ungesättigten zu gesättigten Fettsäuren in der Ernährung (englisch: Polyunsaturated/Saturated). Ein idealer Wert liegt bei 1,0.
Sind Avocados gesund?
Avocados stecken voller wertvoller Nährstoffe und enthalten im Gegensatz zu vielen anderen Früchten kaum Zucker. Zwar ist ihr Fettgehalt recht hoch, doch weil es sich bei den enthaltenen Fetten vor allem um einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren (z. B. Ölsäure) handelt, schmälert das den Gesundheitswert der Avocado nicht. Im Gegenteil. Ungesättigten Fettsäuren werden sogar positive Effekte, v. a. für die Herzgesundheit, zugeschrieben und sind wichtig für die Aufnahme fettlöslicher Vitamine. Praktischerweise liefert die Avocado diese direkt mit (Ausnahme: Vitamin D). Außerdem punktet sie durch ihren hohen Gehalt an B-Vitaminen wie z. B. Vitamin B6. Dieses ist u. a. in zahlreiche Stoffwechselprozesse involviert und beeinflusst die Bildung von Nervenbotenstoffen wie Serotonin. Sehen lassen kann sich die Avocado aber auch im Hinblick auf ihren Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen, insbesondere an Kalium. Kalium wird beispielsweise zur Reizweiterleitung in Nerven- und Muskelzellen benötigt.
Zudem freut sich auch unser Darm über die exotische Frucht, denn mit rund 7 g Ballaststoffen pro 100 g trägt sie dazu bei, dass unsere Verdauung rund läuft und die nützlichen Darmbakterien reichlich „Kraftfutter“ (Präbiotika) erhalten.
Gut zu wissen: Avocados enthalten im Vergleich zu anderen Früchten reichlich Phytosterole (ca. 50 mg pro halber Frucht), die im Darm die Absorption (Aufnahme) von Cholesterin reduzieren und somit den Blutcholesterinspiegel positiv beeinflussen können.
Avocados enthalten einen hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren, insbesondere Ölsäure, der verschiedene positive Eigenschaften für die Gesundheit zugesprochen werden.
Avocado: Lagerung
Gut gelagert hält sich eine Avocado nach dem Kauf noch einige Tage. Wie Du sie am besten aufbewahrst, hängt allerdings vom Reifegrad der Frucht ab. Hast Du eine bereits reife Frucht gekauft, kannst Du sie gut ins Gemüsefach des Kühlschranks legen. Alternativ ist aber auch eine Lagerung bei Raumtemperatur ohne direkten Lichteinfall möglich (z. B. in einer Papiertüte). In diesem Fall reift die Avocado jedoch schneller nach.
Für unreife Früchte ist die Aufbewahrung bei Raumtemperatur daher ideal. Im Kühlschrank werden diese hingegen matschig. Möchtest Du die Reifung beschleunigen, kannst Du einfach einen Apfel neben die Avocado legen. Das von ihm abgegebene Gas Ethylen kurbelt nämlich den Reifeprozess an.
Tipp: Bei angeschnittenen Früchten empfiehlt es sich, den Kern möglichst spät zu entfernen, da dieser dafür sorgt, dass sich die Avocado länger hält. Ein paar Spritzer Zitronensaft auf das Fruchtfleisch geträufelt, beugen zudem einer Bräunung vor.
Avocado einfrieren
Falls Du nur einen Teil der Avocado zum Kochen brauchst, kannst Du den Rest einfach einfrieren. Mit etwas Zitronensaft beträufelt hält sich die Frucht im Gefrierfach noch einige Monate, sodass Du auch für eine spontane Guacamole o. ä. immer etwas Avocado im Haus hast. Natürlich kannst Du die Avocado auch schon vorher verarbeiten und z. B. in püriertem Zustand einfrieren. Wichtig ist aber, dass Du nur reife Früchte einfrierst.
Avocado: Verwendung
Avocados sind in der Küche ein Allroundtalent, denn das cremige Fruchtfleisch mit nussigem Geschmack lässt sich mit vielen Geschmacksrichtungen kombinieren und ist, mit etwas Salz bestreut, auch pur auf dem Brot ein wahrer Genuss. Daher sollte jede:r, der oder die Avocado bisher nur als Guacamole beim Mexikaner probiert hat, auch einmal andere Verwendungsmöglichkeiten ausprobieren. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Avocado-Pesto oder einem Avocado-Mango-Salat? Beliebt ist die Frucht inzwischen aber auch als Zutat für Smoothies oder Bowls. Weniger bekannt, aber mindestens genauso spannend, ist die Verwendung als Grundlage für herzhafte Waffeln oder süße Desserts, etwa gemischt mit Kakaopulver, Vanille und Orangensaft.
Avocado roh essen
Avocados werden in der Regel roh verzehrt; so entfaltet sich ihr buttriges, nussiges Aroma optimal. Außerdem bleiben die wertvollen Nährstoffe am besten erhalten, wenn die Frucht nicht erhitzt wird. Es ist aber durchaus möglich, Avocados anzubraten oder zu grillen. Allerdings nur kurz, denn je länger sie erhitzt werden, desto bitterer wird ihr Geschmack.
Avocado: Zubereitung
Avocados sind besonders genussvoll, wenn sie reif sind. Daher empfiehlt es sich, vor der Zubereitung mithilfe des Drucktests den Reifegrad zu prüfen. Gibt die Schale unter leichtem, gleichmäßigem Druck etwas nach, bleibt aber nicht eingedrückt, ist die Avocado reif. Fühlt sie sich matschig an und die Druckstelle bleibt bestehen, ist sie wahrscheinlich schon überreif. Eine unnachgiebige Schale und harte Frucht deuten hingegen darauf hin, dass sie noch unreif ist und ein wenig nachreifen kann.
Hat die Avocado den richtigen Reifegrad, kannst Du mit der Zubereitung beginnen. Vor dem Aufschneiden solltest Du die Frucht erst einmal gründlich mit lauwarmem Wasser abwaschen, um Keime und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln zu entfernen. Anschließend schneidest Du die Avocado mit einem Messer einmal längs durch. Da der runde Avocadokern genau in der Mitte sitzt, musst Du die Frucht während des Schneidens der Längsseite nach drehen. Ist rundherum ein Einschnitt zu sehen, kannst Du die beiden Hälften langsam auseinanderziehen und den Kern entfernen. Dazu eignen sich neben dem Messer auch ein Löffel oder ganz einfach die Hand.
Um das Fruchtfleisch von der Schale zu lösen, bieten sich verschiedene Methoden an. Recht schnell und einfach gelingt es mit einem großen Löffel, den Du an der Längsseite der Avocado ansetzt und ihn dann entlang des Fruchtfleisches führst. Alternativ kannst Du das Fruchtfleisch auch quer und längs einschneiden, so dass kleine Würfel entstehen. Anschließend drückst Du die Schale dann nach innen, um die Würfel zu lösen.
Rezepte mit Avocado
Avocado CO₂-Bilanz: Der ökologische Fußabdruck
Der CO₂-Fußabdruck der Avocado ist vergleichsweise hoch und hängt stark von Anbau und Transport ab. Der hohe Wasserbedarf von Avocados – etwa 1.000 Liter Wasser pro Kilogramm Frucht – ist insbesondere in den Hauptanbaugebieten Mexiko, Peru und Chile ein Problem, da diese Regionen oft unter Wasserknappheit leiden. Dies macht den Avocado-Anbau nicht nur wasserintensiv, sondern belastet auch die lokale Wasserversorgung.
Ein wesentlicher Faktor ist der Transport: Da Avocados in tropischen und subtropischen Regionen wachsen, legen sie weite Strecken zurück, meist per Flugzeug. Durch die hohe Nachfrage entstehen zudem ökologische und soziale Probleme. Der Avocado-Anbau führt in einigen Regionen zu Waldrodung, Bodenerosion und dem Verlust natürlicher Lebensräume. Der hohe Wasserverbrauch belastet die lokale Wasserversorgung und kann soziale Spannungen verschärfen.
Der CO₂-Fußabdruck der Avocado ist durch den intensiven Anbau, Wasserverbrauch und weiten Transport hoch. Eine umweltschonendere Wahl wäre es, Avocados seltener zu konsumieren oder Avocados aus Spanien, dem einzigen europäischen Erzeugerland, zurückzugreifen.
Avocado: Botanische Infos und Tipps
Nach all der Warenkunde und den Betrachtungen der Avocado mit Blick auf die Ernährung, stellen wir Dir die Pflanze hier noch aus botanischer Sicht vor.
Avocado Steckbrief
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Deutscher Name
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Avocado
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Lateinischer Name
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Persea americana
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Synonyme
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Alligatorbirne, Butterfrucht
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Pflanzenfamilie
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Lauraceae (Lorbeergewächse)
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Pflanzengattung
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Persea
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Heimat
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Zentral- und Südamerika, ursprünglich aus den Regionen Mexiko, Guatemala und Peru
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Standort
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sonnig, warm, windgeschützt
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Boden
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gut durchlässig, humusreich, leicht sauer bis neutral
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Pflanzzeit
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Frühjahr in frostfreien Regionen; als Kübelpflanze im Frühjahr nach draußen setzen und im Herbst reinholen
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Pflanzabstand
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5 bis 7 Meter im Freiland, damit die großen Bäume genügend Platz haben
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Wasserbedarf
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mäßig, verträgt keine Staunässe; regelmäßig gießen, aber Boden zwischendurch trocknen lassen
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Dünger
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nährstoffreicher, organischer Dünger, im Wachstum regelmäßig düngen
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