Wusstet Ihr, dass die Gesundheit Eures Darms Einfluss auf Euer Hautbild haben kann? Wir geben Tipps, wie Ihr Eurem Beauty-Organ Darm etwas Gutes tun könnt.
Geht es unserem Darm nicht gut sind Magengrummeln und Verdauungsprobleme typische Symptome. Doch wusstet Ihr, dass auch Pickel, Rötungen, Hautkrankheiten und sogar vorzeitige Hautalterung mit der Darmgesundheit in Verbindung stehen? In diesem Artikel erfahrt Ihr, wie Darm und Haut zusammenhängen und wie sich eine gestörte Darmflora auf die Haut auswirken kann. Zudem zeigen wir Euch, wie Ihr Eurem Beauty-Organ Darm etwas Gutes tun könnt und Eure Schönheit von innen heraus stärkt.
Die Darm-Hirn-Achse: Schöne Haut beginnt im Darm
Euer Verdauungstrakt ist von Milliarden von Bakterien und anderen Mikroorganismen besiedelt. Eine gesunde Darmflora (auch als Mikrobiota bekannt) zeichnet sich durch eine hohe Anzahl an „guten“, also gesundheitsfördernden Bakterien aus. Sie sind an vielen wichtigen Aufgaben beteiligt, wie der Verdauung der Nahrung und der Bildung von bestimmten Hormonen und sogar Vitaminen. Sie unterstützen das Immunsystem und stabilisieren die Darmbarriere.
Wenn sich zu viele schlechte Darmbakterien ausbreiten, gerät die Darmflora aus dem Gleichgewicht. Sie können entzündliche Prozesse fördern und die Darmbarriere angreifen. Typische Beschwerden einer gestörten Darmflora sind Verdauungsprobleme. Aber auch die Hautgesundheit kann sehr darunter leiden. Denn der Darm und die Haut stehen über die sogenannte „Darm-Haut-Achse“ in engem Kontakt.
Beauty-Folgen einer gestörten Darmflora
Eine gestörte Darmflora kann sich vielfältig auf Euer Hautbild auswirken. Studien zeigen zum Beispiel, dass sie in Verbindung mit Hauterkrankungen wie Akne stehen kann. Zudem gibt es Hinweise, dass eine positive Zusammensetzung des Darms Anti-Aging-Potenzial hat.
Geschwächte Darmbarriere fördert Hauterkrankungen
Ist die Darmbarriere geschwächt, wird sie durchlässiger für „schlechte“ Darmbakterien, deren Stoffwechselprodukte, Giftstoffe sowie Krankheitserreger. Sie gelangen in den Blutkreislauf und können das Hautmikrobiom stören, wie Forschende aus den USA berichten. Sprich: Das Mikrobiom des Darms und das der Haut beeinflussen sich gegenseitig.
Dieses Ungleichgewicht könnte laut der Forschenden einen Einfluss auf Hauterkrankungen wie Psoriasis, Akne und Neurodermitis haben. Sie kommen zu dem Entschluss, dass eine Ernährung, die sich positiv auf das Darmmikrobiom auswirkt, sich auch positiv auf die Haut auswirken könnte. Welche Lebensmittel die Darmgesundheit fördern, erfahrt Ihr weiter unten.
Darmbakterien als Anti-Aging-Helfer
Das Darmmikrobiom steht aber nicht nur mit Hautkrankheiten in Verbindung. Es kann auch einen Einfluss auf die Hautalterung haben. Es gibt viele Faktoren, die die Hautalterung begünstigen. Einer davon sind UV-Strahlen. Die Studienergebnisse französischer Forschende deuten darauf hin, dass bestimmte Probiotika das Immunsystem der Haut aktivieren und die Haut so vor UV-Schäden schützen können.
Eine weitere Studie zum Thema Darmgesundheit und Anti-Aging stammt aus Korea. 110 Menschen wurden zufällig in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe bekam über drei Monate ein Placebo, die Andere ein Nahrungsergänzungsmittel mit dem Milchsäurebakterium Lactobacillus plantarum.
Diejenigen, die die Milchsäurebakterien einnahmen, wiesen eine bessere Hautfeuchtigkeit auf und die Hautelastizität stieg um mehr als 20 Prozent an. Nach zwölf Wochen hatten die Teilnehmenden sogar messbar, weniger Falten.
Das liebt Dein Darm: Tipps für eine gesunde Darmflora
Im Zusammenhang mit dem Darm bekommt Beauty-Food eine ganz andere Bedeutung. Es gibt Lebensmittel, die von Euren gesunden Darmbakterien geliebt werden. Euer Beauty-Speiseplan sollte reich an diesen Lebensmitteln sein. Zudem könnt Ihr ganz gezielt wertvolle Milchsäurebakterien über Lebensmittel aufnehmen. Aber auch Euer Lebensstil hat einen Einfluss auf Eure Darmgesundheit.
Tipp 1: Esst viele pflanzliche Lebensmittel
Wasserlösliche Ballaststoffe dienen gesunden Darmbakterien als Nahrungsquelle. Dazu zählen vor allem Inulin und Pektin. Sie stecken reichlich in Obst und Gemüse. Äpfel, Beeren, Chicorée, Topinambur und Artischocken. (Lies dazu auch: Inulin in Lebensmitteln.) Auch Vollkornprodukte, allen voran Haferflocken, sowie Hülsenfrüchte und Flohsamen versorgen Euch mit löslichen Ballaststoffen. Versteift Euch aber gar nicht so sehr auf bestimmte Lebensmittel, sondert ernährt Euch möglichst vielfältig mit vielen pflanzlichen Lebensmitteln.
Tipp 2: Nehmt probiotische Lebensmittel zu Euch
Neben vielen pflanzlichen Lebensmitteln empfehlen wir Euch, sogenannte Probiotika in Euren Speiseplan einzubauen. Dabei handelt es sich um Lebensmittel mit lebenden Mikroorganismen, wie zum Beispiel Milchsäurebakterien. Reich an Probiotika sind Milchprodukte wie Naturjoghurt, Kefir und Skyr. Aber auch in milchsauer vergorenem (fermentiertem) Gemüse wie Kimchi und Sauerkraut stecken die wertvollen Mikroorganismen.
Tipp 3: Führt einen gesunden Lebensstil
Neben den vorgestellten Lebensmitteln profitiert Euer Darm insgesamt von einer gesunden, ausgewogenen Ernährung. Gesunde Lebensmittel versorgen Euch mit wichtigen Nährstoffen für eine gute Darmgesundheit. So tragen unter anderem Niacin, Biotin, Vitamin A und Vitamin B2 zur Erhaltung normaler Schleimhäute bei – auch die des Darms. Auch regelmäßige Bewegung, erholsamer Schlaf und ein gesunder Umgang mit Stress wirken sich positiv auf die Darmgesundheit aus.
No-Go’s für die Darmflora: Das mag Euer Darm gar nicht
Ihr habt bereits viele Stellschrauben kennengelernt, mit denen Ihr Eurer Darmflora etwas Gutes tun könnt. Diese sind umso effektiver, wenn Ihr Faktoren, die Eurem Darm schaden, reduziert.
Zu den Dingen, die die Artenvielfalt der Darmflora gefährden, zählen vor allem:
- Viel Stress
- Medikamente wie Antibiotika und Abführmittel
- Eine vitalstoffarme Ernährung mit viel Zucker und tierischen Lebensmitteln
- Alkoholkonsum
- Rauchen
Unser Fazit zum Thema: Beauty-Organ Darm
Bauchschmerzen, Verdauungsprobleme und Blähbauch – wenn diese Symptome aufkommen, wissen wir alle, dass es unserem Darm nicht gutgeht. Dass unsere Darmflora aber auch einen Einfluss auf unsere Hautgesundheit hat, das wissen die wenigsten. Doch der Darm ist ein wahres Beauty-Organ.
Die Darmflora setzt sich aus einer Vielzahl an Mikroorganismen zusammen. Ein schlechteres Hautbild oder Hauterkrankungen können darauf hinweisen, dass Eure Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten ist. Sprich, dass Ihr zu wenig „gute“ Mikroorganismen im Darm habt. Das belegen sogar Studien. In diesem Artikel habt Ihr erfahren, wie Ihr Eurem Darm etwas Gutes tun und Eure Schönheit von innen heraus stärken könnt.