Thymian: Nährwerte, Kalorien, Inhaltsstoffe, Zubereitung
Thymian: „Hättest Du’s gewusst?“
Was ist Thymian?
Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammend, ist Thymian (bot. Thymus vulgaris) inzwischen auch hierzulande ein Klassiker unter den Gartenkräutern. Als kleiner, immergrüner Halbstrauch wachsend, macht er sowohl im Blumentopf als auch im Beet eine gute Figur. An seinen Zweigen sprießen kleine, meist silbrig grüne kurzstielige Blättchen, die mit ätherischem Öl gefüllt sind. Die Unterseite der Blätter ist etwas heller und leicht filzig. Reibt man Thymianblätter mit den Händen, verbreitet sich ein kräftig würziges Aroma. Je nach Art und Sorte blüht Thymian zwischen Juni und Oktober hell-lila, rosa oder weiß und bietet Bienen und Insekten eine willkommene Anlaufstelle für die Sammlung von Nektar.
Im Handel ist Thymian in der Regel als getrocknetes, gerebeltes Gewürz oder als Bestandteil von mediterranen Kräutermischungen erhältlich. Neben seinem Einsatz in der Küche wird Thymian aber auch seit Jahrhunderten als Heilpflanze geschätzt.
Thymian: Kalorien & Nährwerte
Thymian ist reich an Mineralstoffen und Spurenelementen. Da das Gewürz aber nur in kleinen Mengen verwendet wird, tragen diese zwar nicht maßgeblich zur Deckung des täglichen Nährstoffbedarfs bei, leisten aber eine wertvolle Ergänzung für eine gesunde Ernährung. Nennenswert sind zudem die enthaltenen Polyphenole und das ätherische Öl, das weitaus mehr kann als „nur“ ein intensives Aroma zu verleihen. Folgende Nährwerte bringt Thymian mit sich:
Nährwerttabelle Thymian: Durchschnittliche Nährwerte pro 100 g
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Energie
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219 kJ (52 kcal)
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Wasser
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85 g
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Eiweiß
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1,48 g
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Fett
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1,2 g
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Kohlenhydrate
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7,35 g
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Ballaststoffe
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3,02 g
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Mineralstoffe
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1,9 g
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Thymian: Inhaltsstoffe
Top-Inhaltsstoffe von Thymian
Thymian enthält ein duftendes ätherisches Öl mit Bestandteilen wie Thymol und Carvacrol. Aufgrund seiner antimikrobiellen, anti-entzündlichen und immunmodulierenden Eigenschaften wird es auch gerne in Hustensaft und Halsbonbons eingesetzt.
Rosmarinsäure ist ein sekundärer Pflanzenstoff aus der Gruppe der Polyphenole, der für seine antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt ist. Erste Untersuchungen deuten zudem auf einen positiven Effekt der Rosmarinsäure bei entzündlichen Erkrankungen wie Allergien oder Arthritis hin.
Das Flavonoid Luteolin ist ein wirkungsvolles Antioxidans, das freie Radikale neutralisieren und so unsere Zellen vor Schäden durch oxidativen Stress schützen kann. In den Gefäßen soll es zudem das Risiko der Plaquebildung reduzieren.
Das steckt in 100 g Thymian
*Das P/S-Verhältnis beschreibt das Verhältnis von mehrfach ungesättigten zu gesättigten Fettsäuren in der Ernährung (englisch: Polyunsaturated/Saturated). Ein idealer Wert liegt bei 1,0.
Ist Thymian gesund?
Dank seines Gehalts an ätherischem Öl und Polyphenolen wird Thymian seit Jahrhunderten als Heilpflanze und Hausmittel gegen Erkältung (insb. gegen Husten) oder Verdauungsprobleme eingesetzt. Inzwischen sind ein paar der überlieferten Wirkungen auch durch Studien untermauert worden. So fanden Forscher beispielsweise heraus, dass Thymian, insbesondere in Kombination mit Primel- oder Efeuextrakten, bei milden Erkältungsbeschwerden Linderung bringen und bei Menstruationsbeschwerden krampflösend wirken kann.
Gleichzeitig zeigen Laborstudien einen Nutzen der Thymianpolyphenole für die Darmgesundheit. Neben einer Zunahme der nützlichen Bakterien wurde eine Verbesserung der Darmbarrierefunktion beobachtet. Humanstudien gibt es dazu bisher allerdings nicht. Ähnliches gilt auch für die einzelnen bioaktiven Substanzen, die sich in Thymian finden. Zwar ist ihr gesundheitsförderliches Potenzial durch Laborstudien belegt (u. a. entzündungshemmende, schleimlösende, antimikrobielle Eigenschaften), eindeutige Nachweise aus der klinischen Forschung fehlen jedoch.
Gut zu wissen: Verschiedene Kräutertees, darunter auch Thymiantee enthalten bestimmte Gerbstoffe, die potenziell wehenfördernd sein können. Schwangere sollten daher auf Thymiantee verzichten bzw. ihn nur nach ärztlicher Rücksprache konsumieren.
Extrakte aus Thymiankraut kommen in pflanzlichen Arzneimitteln zur Behandlung der Symptome einer akuten Bronchitis und von Erkältungskrankheiten der Atemwege mit zähflüssigem Schleim zum Einsatz.
Thymian: Lagerung
Frischer Thymian lässt sich im Gemüsefach des Kühlschranks nur wenige Tage lagern, daher solltest Du ihn nach dem Kauf oder der Ernte möglichst zügig verbrauchen. Schlage die Kräuter zur Lagerung am besten in ein feuchtes Tuch ein oder gebe sie nach dem Waschen noch feucht in einen Gefrierbeutel. Ganze Stängel oder ein Thymianbund lassen sich alternativ auch wie Blumen in einem Wasserglas aufbewahren.
Länger halten sich die Kräuter, wenn Du sie trocknest oder einfrierst. Trocknen lässt sich frischer Thymian am besten, indem Du die Kräuterzweige zu kleinen Sträußen bindest und an einem warmen, trockenen Ort aufhängst. Wenn es etwas schneller gehen soll, kannst Du den Thymian aber auch auf einem Backblech ausbreiten und im Ofen bei rund 40-50 °C trocknen. Den richtigen Trocknungsgrad erkennst Du daran, dass die Kräuter leicht knistern und sich die Blätter ganz einfach vom Stängel abstreifen lassen. Getrocknete Kräuter halten sich in gut verschließbaren, dunklen Glasern rund ein Jahr.
Thymian einfrieren
Eingefroren ist frischer Thymian rund ein Jahr lagerbar. Bevor Du die Kräuter ganz oder geschnitten in einem Gefrierbeutel oder einer Dose luftdicht verpackst, müssen sie lediglich gut gewaschen, abgetupft und bereits welke Blätter entfernt werden. Eine andere Option bietet das Einfrieren in Eiswürfelbehältern. Hierzu werden die Kräuter gehackt und dann mit ganz wenig Wasser in die einzelnen „Würfel“ gegeben. Auf diese Weise lässt sich der Thymian später wunderbar portionieren.
Thymian: Verwendung
Thymian ist in der Küche ein Allrounder. Mit seinem frisch würzigen, leicht herben Geschmack passt er perfekt zu mediterranen Gemüsesorten wie Paprika, Tomate, Zucchini oder Aubergine. Aber auch Kartoffeln und Hülsenfrüchte verleiht das Kraut eine besondere Note, genauso wie deftigeren Fleischgerichten aus Lamm, Rind und Wild. Letztere sollen durch das ätherische Öl des Thymians zudem besser verdaulich werden.
Da Thymian ein recht robustes Gewürz ist, kann es schon während des Garprozesses zugegeben und mitgegart werden. Bei der Dosierung ist allerdings etwas Zurückhaltung gefragt, denn der Geschmack des Thymians ist sehr intensiv. Also lieber erst einmal etwas sparsamer einsetzen und dann ggfs. noch nachwürzen.
Eine tolle Kombination ist auch Thymian und Zitrone. Egal ob als Grillmarinade oder klassisches Thymianhähnchen serviert, das Duo ist immer ein Gaumenschmaus. Im Sommer sorgen Himbeer- und Zitronen-Thymian-Wasser für eine erfrischende Abkühlung. Wer das Aroma von Zitrone mag, sollte auch einmal Zitronenthymian probieren, denn dieser Kreuzung aus Arzneithymian und echtem Thymian ist der Name Programm. Seine Blätter und Blüten verströmen ein duftiges Zitronenaroma und schmecken fruchtig frisch. In der Küche wird Zitronenthymian gern für Risotto oder Fischgerichte eingesetzt.
Übrigens: Thymian passt nicht nur zu herzhaften Gerichten. Mit süßen Früchten wie Erdbeeren, Feigen oder Pfirsichen harmoniert das Kraut ebenso wunderbar wie mit Vanille-Desserts.
Thymian roh essen
Thymian wird zwar häufig in verarbeiteter Form verwendet, er kann aber auch genauso gut roh verzehrt werden. Sogar die Thymianblüten sind essbar.
Thymian: Zubereitung
Frischer Thymian schmeckt einfach am besten und ist ganz schnell für den Einsatz in Eintöpfen, Schmorgerichten und Dips zubereitet.
Im ersten Schritt sollte er gründlich unter fließendem Wasser gewaschen und anschließend trockengetupft werden, denn auch Kräuter können mit Schmutzresten oder Keimen behaftet sein. Im zweiten Schritt kannst Du den Thymian nach Deinen eigenen Vorlieben entweder kleinhacken oder als ganze Blättchen bzw. Stiele in das Gericht geben.
Verwendest Du getrockneten Thymian, lege ihn vor dem Gebrauch am besten in etwas Flüssigkeit wie z.B. Öl, Wasser oder Essig ein, um den aromatischen Geschmack wieder zur vollen Entfaltung zu bringen. Auch das Zerreiben der trockenen Kräuter zwischen den Fingern unterstützt die Aromafreisetzung.
Tipp: Bereite auch Deinen Thymiantee mit frischem Kraut selbst zu, anstatt auf fertigen Beuteltee zurückzugreifen. Aufgrund seiner schleimlösenden Wirkung ist Thymian bei Erkältungsbeschwerden als Aufguss sehr beliebt. Möchtest Du den wohltuenden Tee selbst herstellen, gieße einfach 1–2 Esslöffel getrocknetes Thymiankraut mit ¼ Liter heißem Wasser auf und lasse den Tee ca. 10 Minuten ziehen. Filtere ihn anschließend durch ein Sieb ab und süße ihn je nach Geschmack mit etwas Honig.
Rezepte mit Thymian
Thymian: Botanische Infos und Tipps
Nach all der Warenkunde und den Betrachtungen des Thymians mit Blick auf die Ernährung, stellen wir Dir die Pflanze hier noch aus botanischer Sicht vor.
Thymian Steckbrief
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Deutscher Name
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Thymian
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Lateinischer Name
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Thymus vulgaris
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Synonyme
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Echter Thymian, Gartenthymian
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Pflanzenfamilie
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Lamiaceae (Lippenblütler)
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Pflanzengattung
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Thymus (Thymian)
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Heimat
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Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, heute weltweit kultiviert
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Standort
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sonnig und warm; Thymian bevorzugt geschützte Standorte
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Boden
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trocken bis mäßig feucht, gut durchlässig, sandig oder steinig; nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich; pH-neutral bis leicht alkalisch
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Pflanzzeit
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Frühjahr (April bis Mai); Aussaat oder Pflanzung nach den letzten Frösten
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Pflanzabstand
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20 bis 30 cm
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Wasserbedarf
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gering; Thymian verträgt Trockenheit gut und benötigt nur wenig Wasser
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Dünger
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geringer Nährstoffbedarf; sparsame Düngung mit organischem Dünger oder Kompost genügt, da übermäßige Düngung das Aroma schwächen kann
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