Rund 2-4-mal jährlich erwischt sie uns: die Erkältung. Um Husten, Schnupfen und Halsschmerzen am liebsten sofort loszuwerden, greifen viele zu traditionellen Hausmitteln. Doch was verspricht schnelle Hilfe beim Thema Erkältung und welche Tipps gehören eher ins Reich der Mythen? Gibt es ein Turbo-Mittel gegen Erkältung? Wir haben uns die bekanntesten Hausmittel angeschaut und verraten Dir, ob Omas Hühnersuppe, Inhalieren sowie Vitamin-C-Präparate und Co. wirklich helfen, Erkältungssymptome zu lindern und die Erkältung möglichst schnell loszuwerden. Hier erfährst Du, was Du tun kannst – am besten schon bei beginnender Erkältung –, und welche von Omas Hausmitteln gegen Erkältung tatsächlich helfen können, den Körper zu unterstützen.
Typische Symptome bei Erkältung
Schnupfen, Husten und Halsschmerzen gehören zu den typischen Symptomen einer Erkältung (sog. grippaler Infekt). Trotzdem ist es manchmal gar nicht so einfach zu sagen, ob wir „nur“ erkältet sind, oder eine Grippe uns erwischt hat. Denn auch die echte Grippe (Influenza) kann mit ähnlichen Beschwerden einhergehen, vor allem dann, wenn sie einen milden Verlauf zeigt.
Unterschiede sind aber meist beim Krankheitsbeginn zu erkennen. Während die Symptome bei einer echten Grippe schlagartig und oft heftig einsetzen, entwickelt sich ein grippaler Infekt nur langsam. Niesattacken und ein Kratzen im Hals gehören meist zu den ersten Anzeichen einer beginnenden Erkältung. Breitet sich das Virus dann mehr und mehr aus, werden die Symptome stärker, wir fühlen uns schlapp und haben Halsschmerzen. Zwischen dem 4. und 6. Tag der Erkältung erreicht der Schnupfen mit verstopfter Nase meist seinen Höhepunkt. Vielfach kommt dann auch ein trockener Reizhusten hinzu. Im weiteren Verlauf wird aus dem trockenen Husten ein Schleimhusten. Manche erkälteten Personen leiden zudem an leichten Kopf- und Gliederschmerzen, geringem Fieber (ca. bis 38 Grad Celsius), Heiserkeit oder tränenden Augen.
Häufige Ursachen einer Erkältung
Erkältungen werden in der Regel durch Viren verursacht. Es wird geschätzt, dass rund 200 verschiedene Viren als Erreger in Frage kommen. Rhinoviren sind allerdings für den Großteil der grippalen Infekte verantwortlich. Sie machen, vor allem im Herbst und im Winter, mehr als die Hälfte der Infektionen aus.
Erkältungsviren werden häufig durch die sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen. Aber auch über Aerosole und Schmierinfektionen können sie auf andere Menschen übertragen werden und sich dort im Nasen-Rachen-Raum ausbreiten.
Um die ungebetenen Gäste wieder loszuwerden, löst unser Immunsystem Entzündungsreaktionen aus, die dazu führen, dass die Schleimhaut in der Nase und im Hals gereizt ist, anschwillt und vermehrt Sekret produziert. Typische Erkältungssymptome sind dann die Folge.
Erkältung – was hilft?
Grundsätzlich ist bei einer Erkältung Bettruhe und ausreichend Schlaf angesagt, damit sich der Körper auf die Bekämpfung der Erreger konzentrieren und die Krankheit schnellstmöglich überwinden kann. Auch wenn eine ursächliche Behandlung der Erkältung nicht möglich ist, so können wir mithilfe von freiverkäuflichen Arzneimitteln und verschiedenen Hausmitteln die Symptome ganz gut lindern. Ist die Nase verstopft, können abschwellende Nasensprays oder Nasentropfen kurzfristig Erleichterung bringen. Allerdings sollten diese nicht länger als eine Woche verwendet werden, da ein Gewöhnungseffekt nicht ausgeschlossen werden kann. Alternativ können auch Sprays oder Tropfen mit Kochsalzlösung helfen, die Nase wieder freizubekommen.
Bei Kopf- und Gliederschmerzen haben sich schmerzstillende Mittel wie Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure bewährt, die auch zur Senkung von Fieber beitragen können. Gegen Husten werden, je nach Art des Hustens, oft hustenstillende oder hustenlösende Arzneimittel auf Basis pflanzlicher Wirkstoffe (z. B. Thymian-, Primelwurzel-, Efeuextrakt) empfohlen. Erschweren Halsschmerzen das Schlucken, können Lutschtabletten die trockenen Schleimhäute beruhigen.
Wichtig: Verbessern sich die Erkältungssymptome nach einer Woche nicht deutlich oder kommen andere Beschwerden wie z. B. hohes Fieber, Atemnot, starke Kopf- und Gliederschmerzen, Beschwerden des Herz-Kreislauf-Systems oder schwere Hals- und Ohrenschmerzen hinzu, sollte ärztlicher Rat hinzugezogen werden, um Komplikationen zu vermeiden.
Omas Hausmittel gegen Erkältung – was hat sich bewährt?
Was tun gegen Erkältung? Bei einem grippalen Infekt muss es nicht immer direkt eine Tablette sein. Neben Ruhe und Schonung, lohnt es sich in vielen Fällen tatsächlich, bewährte Hausmittel gegen Erkältung einfach mal auszuprobieren. Die notwendigen Utensilien haben wir oftmals sowieso im Haus. Ein Turbo-Mittel, um eine Erkältung über Nacht loszuwerden, gibt es nicht. Die Genesung braucht logischerweise Zeit – selbst wenn Du Deine Abwehrkräfte mit einem selbstgemachten Immumbooster richtig in Schwung bringst. Aber die folgenden Mittel und Tipps können dazu beitragen, die lästigen Symptome einer Erkältung schneller loszuwerden:
Hühnersuppe
Die Hühnerbrühe ist sicherlich eines der bekanntesten Gerichte bei Erkältung aus Omas Küche. Mit Liebe und frischen Zutaten selbstgemacht, tut sie gut und versorgt den Körper mit Flüssigkeit sowie wichtigen Nährstoffen. Ob die Hühnersuppe tatsächlich Erkältungssymptome lindert, ist bislang allerdings nicht hinreichend untersucht. Lediglich eine kleine Studie aus den 1970er Jahren dokumentierte eine schleimlösende Wirkung der heißen Brühe.
Heiße Zitrone
Die heiße Zitrone gilt ebenfalls als beliebtes Hausmittel bei Erkältung und Grippe. Das enthaltene Vitamin C, welches zum Erhalt eines normalen Immunsystems beiträgt, ist allerdings sehr hitzeempfindlich, sodass es eigentlich nicht sinnvoll ist, Zitronensaft mit heißem Wasser aufzugießen. Besser ist es daher, die Zitrone nur mit lauwarmem Wasser zuzubereiten.
Viel trinken
Oft wird bei Husten und Schnupfen empfohlen, besonders viel zu trinken. Ob die Erhöhung der Trinkmenge über die üblichen 1,5 bis 2 Liter hinaus die Erkältungssymptome positiv beeinflusst, ist bisher aber nicht wissenschaftlich überprüft. Wer ausreichend trinkt sorgt in jedem Fall aber dafür, dass die Schleimhäute feucht bleiben. Gleichzeitig kann eine Extraportion warmer Tee natürlich immer wohltuend wirken.
Kräutertees
In der Kräuterheilkunde werden Teezubereitungen seit jeher als wirksame Hausmittel gegen Erkältungsbeschwerden eingesetzt. Linden- und Holunderblüten-Tee beispielsweise werden schweißtreibende Effekte nachgesagt. Zudem sollen sie die Abschwellung der Schleimhäute und den Abtransport des Schleims unterstützen. Bei Husten, Schnupfen und Heiserkeit hat sich außerdem Thymiantee bewährt. Die enthaltenen ätherischen Öle haben neben schleimlösenden Eigenschaften nämlich auch antimikrobielle Effekte. Bei produktivem Husten eignen sich neben reinen Thymian Zubereitungen auch Mischungen mit Süßholzwurzel.
Gurgeln mit Kamille- oder Salbeitee
Teezubereitungen sind nicht nur als wohltuende Erkältungsgetränke beliebt. Sie eignen sich auch als Gurgellösungen gut. Gurgeln ist ein altes Hausmittel, das jede:r leicht anwenden kann. Insbesondere Kamille- oder Salbeitee können die gereizte Schleimhaut des Rachens beruhigen und so Halsschmerzen und Hustenreiz lindern. Neben Tee scheint auch Salzwasser einen ähnlichen Effekt zu haben. Eine Pilotstudie aus dem Jahr 2021 zeigte, dass eine Salzwassernasenspülung in Kombination mit Gurgeln die Erkältungsdauer und die Einnahme von Medikamenten verringerte.
Isländisch Moos & Spitzwegerich gegen Husten
Die Natur bietet noch eine Reihe weiterer Kräuter, die sich als pflanzliche Hausmittel eignen. Isländisch Moos und Spitzwegerich beispielsweise können aufgrund der enthaltenen Schleimstoffe als „Hustenstiller“ zum Einsatz kommen. Entsprechende pflanzliche Arzneimittel sind z. B. als Lutschpastillen oder Sirup in der Apotheke erhältlich.
Heiße Milch mit Honig
Lange Zeit hielt sich der Irrglaube, dass Milch bei Erkältungen die Verschleimung verstärkt. Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es dafür allerdings keinerlei Hinweise. Vielmehr kann eine warme Milch gerade bei Halsschmerzen ein wohltuendes Hausmittel sein, da sie sich zusammen mit dem Speichel wie ein Film auf die Schleimhaut legt. Wer dann noch einen Löffel Honig in die Milch gibt, profitiert sogar gleich doppelt. Schließlich hat Honig sich sogar in Studien bei Husten und Halsschmerzen als wirksam erwiesen.
Ingwer
Dank seiner entzündungshemmenden Wirkung und durchblutungsfördernden Eigenschaften sorgt Ingwer für ein wohltuendes Gefühl im Nasen-Rachen-Raum und scheint obendrein subjektiv von einer verstopften Nase befreien zu können.
Inhalieren mit Wasserdampf
Inhalationen und Dampfbäder gehören zu den vielleicht effektivsten Hausmitteln gegen Husten und Schnupfen. Die aufsteigenden warmen Wasserdampf-Tröpfchen sollen die gereizten Schleimhäute des Nasen- und Rachenraums beruhigen und helfen, festsitzenden Schleim zu lösen. Je nach Vorliebe kann dem Dampfbad auch Kamille oder ätherische Öle zugefügt werden. Letztere sollten aber mit Bedacht und sparsam eingesetzt werden, da sie bei sensiblen Personen zur Überreaktionen der Bronchien führen können. Um Verbrühungen zu vermeiden ist es zudem wichtig darauf zu achten, dass das Wasser nicht zu heiß ist.
Eine stärkere Inhalationswirkung als mit einem herkömmlichen Dampfbad über einer Schüssel erzielst Du mit speziellen Verneblern, d. h. Inhaliergeräten, mit denen das Aerosol die Atemwege besser erreichen kann.
Nasenspülung
Wenn eine verstopfte Nase oder Fließschnupfen uns plagen, kann auch eine Nasenspülung helfen, bei der mit Kochsalz gemischtes lauwarmes Wasser durch die Nase geleitet wird (Achtung: auf richtiges Mischverhältnis achten!). Durch die Spülung soll der Schleim verflüssigt und Erreger abtransportiert werden. Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung oder einer stark entzündeten Nasenschleimhaut sollte allerdings auf die Spülung verzichtet werden.
Warme Wickel
Sofern ein grippaler Infekt nicht von Fieber begleitet wird, haben sich auch Wickel zur Lösung von festsitzendem Schleim bewährt. Dazu wird ein mit warmem Wasser getränktes Tuch um die Brust gewickelt und dieses anschließend mit einem zweiten trockenen Tuch und einem wärmenden Außentuch (z. B. eine Decke) ummantelt.
Wer den Brustwickel ausprobiert, sollte beim Anlegen unbedingt darauf achten, dass das Tuch nicht zu heiß ist und nicht einengend sitzt. Anstelle des Feuchtwickels eignet sich übrigens auch ein Kartoffelwickel, bei dem eine zerstampfte Masse gekochter Kartoffeln in das Innentuch eingewickelt wird. Da die Kartoffeln die Wärme gut speichern, hält der Kartoffelwickel besonders lang.
Tipp: Auch bei Halsschmerzen kann ein feuchtwarmer Wickel den Heilungsprozess unterstützen. Manche schwören alternativ auf einen kühlenden Halswickel (z. B. mit Quark), der so lange angelegt wird, bis das Tuch vom Körper erwärmt wurde. Wer allerdings schon fröstelt, sollte wohl lieber auf die warme Variante setzen oder einen Schal tragen.
Erkältungsbäder
Zu den besten Hausmitteln gegen Schnupfen, Husten und Heiserkeit gehört sicherlich auch das Erkältungsbad. Mit oder ohne den Zusatz von ätherischen Ölen durchgeführt, trägt es zur Entspannung bei und kann die Durchblutung fördern. Darüber hinaus erhalten die Schleimhäute durch das Aufsteigen des warmen Wasserdampfes eine Extraportion Feuchtigkeit, die zur Erleichterung des Durchatmens beitragen kann. Bei Fieber sind Erkältungsbäder jedoch nicht sinnvoll, da durch das warme Wasser die Körpertemperatur weiter ansteigen kann.
Übrigens: Wer auf ein Vollbad verzichten möchte, kann auch ein warmes Fußbad bei Erkältung durchführen. Dieses fördert ebenfalls die Durchblutung und hilft, von verstopfter Nase zu befreien. Bei Krampfadern oder Durchblutungsstörungen in den Beinen sollte vorab jedoch Rücksprache mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt gehalten werden.
Regelmäßig Lüften und für angenehmes Raumklima sorgen
Frische Luft tut immer gut. Das gilt auch für Erkältungen oder die Grippe. Regelmäßiges Stoßlüften vertreibt nämlich nicht nur die Viren, sondern reguliert auch die Luftfeuchtigkeit, so dass das Atmen erleichtert wird. Um ein Austrocknen der Schleimhäute durch trockene Heizungsluft zu vermeiden, kann es zudem sinnvoll sein, feuchte Tücher im Raum zu platzieren oder Wasserschalen in der Nähe der Heizkörper aufzustellen.
Erkältung ausschwitzen
Bettwärme und Ruhe unterstützen zwar die körpereigene Abwehr, einfach ausschwitzen lässt sich eine Erkältung allerdings nicht. Zu viel Wärme, wie z. B. bei einem Saunagang belastet das Immunsystem sogar zusätzlich, so dass wir bei einem akuten Infekt darauf verzichten sollten. Ähnliches gilt auch für Sport bei Erkältung.
Hausmittel gegen Erkältung bei Kindern
Erkältung und Grippe sind für ein Kind genauso unangenehm wie für Erwachsene. Allerdings sind die Möglichkeiten Symptome mit Medikamenten zu lindern, für Babys und Kinder oft eingeschränkt. Omas Hausmittel kommen daher bei den Kleinen eine besondere Rolle zu.
Bei Husten und Schnupfen kann beispielsweise das Inhalieren mit einer Salzlösung (z. B. mit einem Dampfvernebler) wahre Wunder wirken. Daneben eignen sich auch Kochsalz-Nasentropfen, um ein Abschwellen der Nasenschleimhaut zu unterstützen. Die Dampf-Inhalation über dem Kochtopf ist aufgrund der Verbrühungsgefahr für ein Kind hingegen ungeeignet.
Um festsitzenden Schleim zu lösen oder Husten zu lindern, können Eltern ihr Kind auch mit einer warmen Milch mit Honig verwöhnen. Kurz vor dem Schlafengehen getrunken, scheint sie sogar einen erholsamen Schlaf unterstützen zu können. Bei kleinen Kindern unter einem Jahr sollte allerdings auf Honig verzichtet werden.
Bei Kindern mit produktivem Husten können auch warme Brustwickel das Abhusten erleichtern und tun durch die Extraportion Zuwendung beim Anlegen des Hausmittels gleich doppelt gut. Viele Eltern setzen bei Husten zudem auf selbstgemachten Zwiebelsaft, der bereits ab einem Alter von 6 Monaten gegeben werden kann. Da Zwiebeln antimikrobielle und entzündungshemmende Substanzen enthalten, scheint ihr Nutzen als Hausmittel durchaus plausibel. Studien, die einen Effekt belegen, gibt es – soweit ersichtlich – jedoch nicht. Und Achtung: Zu viel Zwiebelsaft kann Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen begünstigen. Daher sollte er lieber mit Bedacht eingesetzt werden sein.
Hausmittel gegen Erkältung während der Schwangerschaft
Die hormonellen Umstellungen während der Schwangerschaft wirken sich auch auf das Immunsystem aus. Daher sind schwangere Frauen auch manchmal anfälliger für Erkältungen. Diese sind zwar in der Regel harmlos, können der werdenden Mutter aber ordentlich zu schaffen machen, zumal ein Einsatz symptomlindernder Medikamente meist nicht möglich ist und nur nach Rücksprache mit der/dem Gynäkolog:in erfolgen sollte.
Hausmittel sind da eine willkommene Option, ein wenig Linderung herbeizuführen. Zu den Maßnahmen, die auch schwangere Frauen bei einem grippalen Infekt ausprobieren können gehören Inhalation, Luftbefeuchtung, Nasenspülungen, Zwiebelsaft, Honig und Lutschtabletten mit Schleimstoffen aus Isländisch Moos oder Spitzwegerich. Tees mit ätherischen Ölen (z. B. aus Thymian, Salbei, Süßholzwurzen) sollten hingegen vermieden werden, da diese unter Umständen wehenfördernd sein könnten.
Nachts kann es bei Schnupfen und Husten zudem helfen, das Kopfende des Betts ein wenig zu erhöhen.
Ernährungstipps bei Erkältung
Eine gesunde Ernährung und nährstoffreiche Lebensmittel können eine Erkältung zwar nicht heilen, unterstützen den Körper aber dabei, sich effektiv gegen die Viren zu wehren.
Antioxidantien wie Vitamin C, Zink und Selen beispielsweise sollten auf unserem Teller nicht fehlen, denn im Rahmen der Abwehrreaktion bildet unser Körper vermehrt freie Radikale, die neutralisiert werden müssen. Darüber hinaus spielt das „Abwehr-Trio“ eine wichtige Rolle bei der Bildung und Regulierung von Immunzellen.
Bereits ein Glas frischgepresster Orangensaft kann helfen, den Tagesbedarf an Vitamin C zu decken. Aber auch Beeren, Paprika, Kohlgemüse und andere Zitrusfrüchte gehören zu besonders guten Vitamin C Lieferanten. Zinkhaltige Lebensmittel sind z. B. Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte, Haferflocken, Milchprodukte und Fleisch. Selen ist vor allem enthalten in Kohlgemüse, Pilzen, Nüssen, Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten.
Wer bei einer Erkältung auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte setzt, versorgt den Körper aber nicht nur mit wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen, sondern auch mit vielfältigen Ballaststoffen. Diese fördern die Gesundheit des Darms, dem sogenannten „Zentrum des Immunsystems“. Insbesondere die nützlichen Darmbakterien, die helfen, unerwünschte Keime in Schach zu halten, freuen sich über Ballaststoffe, die ihnen als Kraftfutter dienen.
Profitieren kann unsere Abwehr aber auch von entzündungshemmenden Substanzen wie Omega-3-Fettsäuren. Diese kommen insbesondere in fettem Fisch (Lachs, Makrele, Hering) sowie Walnüssen, Lein- und Hanfsamen vor.
Erkältung vorbeugen
Um gar nicht erst von einem Virus erwischt zu werden, ist es, nicht nur in der kalten Jahreszeit, ratsam, einer Erkältung vorzubeugen. Da grippale Infekte von einer Vielzahl von Viren ausgelöst werden, können wir uns leider immer wieder mit den lästigen „Übeltätern“ anstecken. Mit folgenden Maßnahmen lassen sich Ansteckungsgefahr und Infektionsrisiko jedoch reduzieren:
- Durch regelmäßiges, gründliches Händewaschen lässt sich weitestgehend verhindern, dass Viren, die auf Türklinken und anderen Gegenständen lauern, in den Nasen-Rachen-Raum gelangen und sich dort ausbreiten.
- Sport und Entspannung halten die Abwehr fit. Insbesondere Outdoor-Aktivitäten lohnen sich, da bei ausreichender UV-Strahlung auch der Vitamin D-Status aufgebessert wird. Stress, Schlaf- und Bewegungsmangel hingegen können das Immunsystem schwächen und uns so anfälliger für Infekte machen.
- Wechselduschen regen die Durchblutung an und konnten in Pilotstudien nachweislich einen positiven Effekt für die Gesundheit erzielen.
- Eine gesunde Ernährung und eine ausreichende Zufuhr wichtiger Mikronährstoffe unterstützen den Körper nicht nur während eines Infekts, sondern leistet auch im Hinblick auf die Erkältungsprävention wertvolle Dienste. Frisches Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte sind genau das Richtige, um das Immunsystem kontinuierlich mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen und dem Darm etwas Gutes zu tun. Ein starkes Immunsystem ist der wahrscheinlich beste Schutz vor einer drohenden Erkältung.